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Munich Re bestätigt Langfristziele - thyssenkrupp verkauft Aufzugssparte - BASF warnt vor Einbruch in Chemieindustrie




28.02.20 14:54
XTB

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Der Rückgang an den globalen Aktienmärkten zeigt keine Anzeichen einer Entspannung, so die Experten von XTB.

Die europäischen Märkte würden heute erneut stark zurückgehen. Der DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) werde auf dem niedrigsten Stand seit Ende des dritten Quartals 2019 gehandelt (-4%). Wirtschaftsminister Peter Altmaier habe gestern eine Pressekonferenz über mögliche Maßnahmen zur Begrenzung der negativen Auswirkungen des Coronavirus-Ausbruchs gehalten. Als mögliche Maßnahmen habe Altmaier die Senkung der Steuerlast für Unternehmen oder die Erhöhung der Steuererleichterungen für digitale Investitionen genannt. Allerdings habe der Politiker angedeutet, dass diese Maßnahmen nicht als Anreiz im "klassischen Sinne" betrachtet werden sollten.

Der deutsche Leitindex sei in dieser Woche um 13,5% gefallen. Dies sei der größte wöchentliche Rückgang seit der Woche vom 10. Oktober 2008 (-21,6%). Der Tageschart zeige ein starkes Abwärtsmomentum auf. Der Kurs habe eine wichtige Unterstützungszone durchbrochen und habe die Unterstützungszone beim Fibo-Niveau von 78,6% (11.800 Punkte) erreicht. Dieser Bereich habe als obere Grenze für die kurzfristige Konsolidierung im August 2018 gedient. Ein Unterschreiten würde den Weg zur unteren Grenze dieser Konsolidierung bei 11.475 Punkten ebnen. Diese stelle derzeit die entscheidende Unterstützung dar. Händler sollten bedenken, dass die europäischen Coronavirus-Fälle im Laufe der Woche stark ansteigen und die Indices am Montag erneut unter Druck geraten könnten.

Unternehmensnachrichten

BASF (ISIN: DE000BASF111, WKN: BASF11, Ticker-Symbol: BAS, NASDAQ OTC-Symbol: BFFAF) habe eine Warnung bezüglich des Coronavirus herausgegeben. Der Chemiekonzern habe gesagt, dass die chemische Industrie möglicherweise das niedrigste Produktionswachstum seit der Finanzkrise verzeichnen werde. BASF habe davor gewarnt, dass der Nachfragerückgang die Gewinne für das zweite Jahr in Folge belasten könnte.

Brussels Airlines, eine Tochtergesellschaft der Lufthansa (ISIN: DE0008232125, WKN: 823212, Ticker-Symbol: LHA, Nasdaq OTC-Symbol: DLAKF), habe gesagt, dass die Neueinstellungen gestoppt und die Flüge nach Mailand, Rom, Benice und Bologna reduziert würden.

thyssenkrupp (ISIN: DE0007500001, WKN: 750000, Ticker-Symbol: TKA, Nasdaq OTC-Symbol: TYEKF) habe mit dem von Advent geführten Konsortium eine Vereinbarung über den Verkauf des Geschäftsbereichs für Aufzugstechnik getroffen. Die Einheit werde für 17,2 Mrd. EUR verkauft. thyssenkrupp werde jedoch 1,25 Mrd EUR in eine Beteiligung an der Einheit investieren. Eine Sonderdividende mit dem Verkaufserlös wolle das Industrieunternehmen nicht ausschütten.

Die Munich Re (ISIN: DE0008430026, WKN: 843002, Ticker Symbol: MUV2, Nasdaq OTC-Symbol: MURGF) habe trotz der verfehlten Prognosen im letzten Quartal 2019 die langfristigen Ziele bestätigt. Der Rückversicherer habe für Q4 aufgrund von höher als erwarteten Schäden durch Naturkatastrophen einen Gewinn von 217 Mio. EUR gegenüber erwarteten 279 Mio EUR gemeldet. Der CFO habe gesagt, dass das Risiko für das Unternehmen durch den Coronavirus-Ausbruch begrenzt sei, da die Kunden selten Pandemierisiken in die Rückversicherungsverträge aufnehmen würden. Dennoch sei das Unternehmen heute einer der schwächsten DAX-Werte.

Analystenreaktionen

- Die Deutsche Börse AG (ISIN: DE0005810055, WKN: 581005, Ticker-Symbol: DB1, Nasdaq OTC-Symbol: DBOEF) sei beim Bankhaus Metzler auf "halten" heraufgestuft worden (Kursziel: 143 EUR). (28.02.2020/ac/a/m)







 
 
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