Kolumnist: Feingold-Research

Mexiko vs Deutschland – WM und die Wirtschaft




18.06.18 09:50
Feingold-Research

Um nicht mehr über das Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft zu sprechen, schauen wir uns die Wirtschaftsbeziehung zwischen den beiden Ländern Deutschland und Mexiko mal genauer an. Denn Mexiko macht große Fortschritte und ist mit Platz 15 im internationalen Vergleich der Wirtschaftsleistung auf Basis des BIP auf einem guten Weg in die Top 10. Zum Vergleich: Deutschland belegt aktuell Platz vier.

Wer sich neben der Weltmeisterschaft für spannende Anlageideen interessiert, schaut auf unsere Inliner:


Nvidia Inliner HX0VNB
Tesla Inliner HX0X30
Tesla Inliner HX0VL3
Netflix Inliner HX1KWH
Adidas Inliner HX0PCR
Adidas Inliner HX0PBW
Apple Inliner HX0VGD
Infineon Inliner HX0RQV

Bei einer Laufzeit bis September diesen Jahres sind noch satte Renditen drin. Günstig handeln können Sie die Onemarkets Inliner bei gettex. Hier finden Anleger mit ca. 100.000 Wertpapieren aus aller Welt das breite Produktspektrum einer echten Börse – ohne Entgelte und ohne Courtage.


Wir blicken auf den Kommentar der Experten von Fundamental Capital, die die aktuellen Beziehungen zwischen Mexiko und Deutschland beleuchten:


Vom 14. Juni bis zum 15. Juli 2018 findet in Russland die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 statt. Die erste Begegnung Deutschlands gegen Mexiko, haben sich die Fundamental Capital zum Anlass genommen, sich einmal die wirtschaftlichen Beziehungen beider Länder genauer anzusehen und zu vergleichen.


Börse_DAX_Symbol_2Der mexikanische Aktienmarkt stieg seit dem letzten Aufeinandertreffen beider Länder in einer WM um fast 1.000%. Vor allem die Arbeitskraft und das zukünftige Arbeitspotential Mexikos überzeugen im Vergleich zu Deutschland. Schafft es das südamerikanische Land die Korruption noch in den Griff zu bekommen, ist der Weg frei für eine erfolgreiche Zukunft. Eine Zukunft, die vor allem durch eine enge Zusammenarbeit mit der EU und Deutschland geprägt ist.


Zuletzt lag der Handelsaustausch zwischen Deutschland und Mexiko bei knapp 16 Milliarden Dollar (Stand: 2016). Die hohen und weiterhin wachsenden deutschen Investitionen machen Deutschland dabei zum derzeit wichtigsten Handelspartner Mexikos in der EU. Umgekehrt ist Mexiko der zweitwichtigste Handelspartner der deutschen Wirtschaft in der westlichen Hemisphäre nach den USA und ein bewährter Standort für die mehr als 1.900 Firmen mit deutscher Kapitalbeteiligung, die das mexikanische Wirtschaftsministerium aktuell listet. Nach Schätzungen der Deutsch-Mexikanischen Industrie- und Handelskammer haben diese Firmen zuletzt etwa 35 Milliarden Dollar in Mexiko investiert.


Ein Großteil davon ist Kapital, das in die Automobilindustrie geflossen ist. Niedrige Produktionskosten, die Nähe zum US-Markt und ein breites Netz von Freihandelsabkommen machen Mexiko bisher zu einem attraktiven Standort für die Autohersteller. So verwundert es wenig, dass Deutschland hauptsächlich Autos und Fahrzeugteile aus Mexiko importiert. Ironischerweise von den Marken, die sie eigentlich geschaffen haben. Sowohl Audi, BMW, Daimler und VW führen große Werke in Mexiko.


Doch so dynamisch, wie sich die wirtschaftlichen Beziehungen Mexikos zu Deutschland seit dem 1997 in Kraft getretenen Freihandelsabkommen mit Europa entwickelt haben, so sehr stehen die Industrien beider Länder aktuell vor großen Herausforderungen. So sind die in Mexiko ansässigen und auf den Export ausgerichteten Unternehmen seit dem Amtsantritt von Donald Trump in besonderem Maße durch US-amerikanische Handelsschranken bedroht – und damit auch die zahlreichen deutschen Unternehmen, die dort engagiert sind, und das Land als Sprungbrett für den nordamerikanischen Markt nutzen.


Sollten tatsächlich weitere Zölle auf den Weg gebracht werden, würde nicht nur die bedeutendste Branche Deutschlands massiv unter Druck geraten, sondern auch der größte Sektor der deutschmexikanischen Wirtschaftsbeziehungen. Für Mexiko ist diese Entwicklung schädlicher als für Deutschland, so macht die USA schließlich ca. 80% der Exporte aus.


Börse_DAX_SymbolNichtdestotrotz ist beiden Ländern nun daran gelegen, ihre Abhängigkeit vom US-Markt zu verringern. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist die Aktualisierung des seit dem Jahr 2000 bestehenden Freihandelsabkommens zwischen Mexiko und der Europäische Union, auf die sich beide Parteien im April dieses Jahres im Grundsatz geeinigt haben. Sobald die Endfassung des Abkommens dann endgültig steht, soll ein zollfreier Handel untereinander möglich sein, der die Rückgänge aus dem US-Handel zumindest ein Stück weit kompensieren kann.


Trotzdem ist es für Mexikos wirtschaftliche Zukunft fast unabdingbar, einen günstigen Zugang zum US-Markt weiterhin anbieten zu können. Viele traditionelle mexikanische Unternehmen agieren noch sehr national bzw. kontinental in ihrer Ausrichtung. Das größte Unternehmen, gemessen an der Marktkapitalisierung, bringt gerade einmal die Hälfte an Wert von Siemens auf die Waage. Sicherlich sind viele mexikanische Unternehmen hierzulande noch völlig unbekannt, doch aufgrund der soliden Kennzahlen und der schieren Arbeitsleistung des Landes, kann sich dieser Zustand schnell ändern.


Quelle: Fundamental Capital, eigene Recherche



powered by stock-world.de




 

 
hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
6,96 € 6,42 € 0,54 € +8,41% 20.07./22:13
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000HX0VNB0 HX0VNB 7,11 € 2,28 €
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Frankfurt Zertifikate
6,96 € +8,41%  20.07.18
EUWAX 6,28 € -2,64%  20.07.18
  = Realtime
Aktien des Tages
  

Jetzt für den kostenfreien Newsletter "Aktien des Tages" anmelden und keinen Artikel unseres exklusiven Labels AC Research mehr verpassen.

Das Abonnement kann jederzeit wieder beendet werden.

Meistgelesene Artikel
Aktuelle Diskussionen
Es ist noch kein Thema vorhanden.
RSS Feeds




Bitte warten...