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Kolumnist: Hans-Jürgen Haack

Markttechnik DAX




04.11.15 16:32
Hans-Jürgen Haack

Spätestens mit dem Erreichen von 11.000 Punkten müssen die Bären nun einsehen, dass die Korrektur beendet ist. Und sie lief ganz klassisch ab: Scharfe Kursrückgänge und eine signifikante Stimmungsverschlechterung. Obwohl die 3 Säulen der Hausse (Liquidität, Zins, Unternehmensgewinne) völlig intakt waren (nur bei den Gewinnen musste man sich fragen, ob China einen stark negativen Einfluss hat) wurden teilweise Kursziele von unter 8000 Punkten oder gar eine Baisse ausgerufen. Doch für eine Baisse sind – außer bei einer tiefen Rezession – der Zins und die Bewertungen viel zu niedrig und es fehlen die Anlagealternativen. Im Trading mag einem das bei Tagesschwankungen von 300 Punkten im DAX nicht viel nutzen, aber für Aktien-Depots ist diese Erkenntnis enorm hilfreich.
Entsprechend waren wir in der HAACK-INVEST während des Spätsommer/Herbstes ständig auf der Kaufseite (während wir temporär über Reverse Bonus-Zertifikate 3 mal abgesichert waren), haben die Liquidität bis auf 4 % heruntergefahren (jetzt bei 10.950 wieder etwas erhöht) und liegen so im Musterdepot per heute satte 9,7 % über unserer Benchmark. Insgesamt hilfreich ist nun, dass die Masse der Oktober-Aufwärtsbewegung entweder nicht traut und/oder sie verpasst hat. Das sollte große Kursrückgänge unter 10.000/10.200 Punkte verhindern, kann durchaus zu einem stetigen Anstieg „an der Mauer der Angst entlang“ führen.

Chart DAX weekly


Ähnlichkeiten in der Korrektur

Der Weekly-Chart zeigt durchaus Ähnlichkeiten dieser Korrektur mit derjenigen von 2011. Auch damals verschlechterte sich die Stimmung dramatisch, die Kurse fielen um über 30 %. Anders ist diesmal die Bodenformation, was aber auch der Ereignisse um VW geschuldet war, sonst läge das zweite Tief von Ende September über dem ersten. Im S&P 500 ähneln sich die Bodenformationen von 2011 und 2015 übrigens sehr, was auch für den Boden von 1998 gilt. Auch im DAX gibt es Ähnlichkeiten (identisch laufen Märkte sowieso nie) bei den Bodenformationen von 1998 und 2011 – und wenn man ohne VW ein höheres Tief im September 2015 unterstellt, würde das auch jetzt wieder passen.

Chart DAX weekly 1997-2001


Korrekturen verlaufen nach ähnlichem Muster

Aber aus aktueller Sicht für die Zukunft wichtiger: Nach einer ersten scharfen Erholungsphase kommt es normalerweise nochmals zu einem Rücksetzer oder einer Konsolidierung. Das kann dann durchaus ein paar Wochen dauern. Dann verschlechtert sich die Stimmung nochmals, die Bären erwachen und denken/hoffen, dass nun doch noch endlich ihre erwartete Baisse kommt. Die Hausse dürfte sich indes fortsetzen. Wahrscheinlichstes Szenario, wenn man das aktuelle Stadium innerhalb der übergeordneten Hausse berücksichtigt: In 2016 ein stetiger Anstieg zwischen 10 und 20 % im DAX, der dann irgendwann wie in 1999 in eine Übertreibungsphase übergeht, was dann (im Jahr 2017/2018 bei 20.000 bis 25.000 im DAX?) das Ende der Hausse markiert.
Das bedeutet: Im November/Dezember sollten sich Kaufchancen ergeben. Eine Jahresend-Rally ist kein Gesetz! Oft wird bis Mitte Dezember noch eine schwierige Phase vorgeschaltet. Doch irgendwann in den nächsten 3 bis 6 Wochen gilt es, sich für ein positives Frühjahr zu positionieren.

Das könnte dann die letzte große Kaufchance sein! Imponderabilie bei der ganzen Analyse ist jedoch die EZB. Sie tagt am 3.12., und schon im Vorfeld könnte eine Spekulation auf eine Aktion beginnen, was einen Rücksetzer sowohl in der Dauer als auch im Ausmaß verkürzen würde. Damit ist das Rückschlagspotential wohl auf 10.500/10.650 Punkte begrenzt. Dies jedoch, gekoppelt mit der Erwartung, dass nach oben erst mal nicht mehr viel drin ist, ergibt eine schöne Möglichkeit über Inline-Optionsscheine, mit denen man auf eine Seitwärtsbewegung spekuliert. Dazu unten eine Empfehlung.

DAX-Inliner-Empfehlung aus HAACK-DAILY (Spezial-Ecke):

„DAX: Spekulation auf eine Seitwärts-Phase zwischen 10.500 und 11.250 im DAX, also seitwärts bis leicht abwärts. Darauf kann man via Inline-Optionsschein setzen. Plan: Nach einigen Wochen verkaufen, also nicht bis zur Endfälligkeit warten. Aber Achtung: Bei Erreichen der Barrieren wird der Schein sofort wertlos!! Bei dem folgenden DAX-Inline Optionsschein dürfen die äußeren Ränder 10.200 und 11.400 Punkte nicht erreicht werden, denn dann verfällt der Schein wertlos (man sollte also einen Stop-loss um 1,60 € einziehen). Kurs der WKN SE1TN4 (ISIN DE000SE1TN42) von der Soc. Gen. auf den DAX ist aktuell 3,81 €. Werden die Ränder 10.000 und 11.600 bis zum Laufzeitende am 18.12.15 niemals erreicht, dann werden 10,00 € ausbezahlt (vorher aber Verkauf immer möglich). Die Zeit läuft hier also für den Käufer des Inliners, denn: Im Prinzip ist das wie der Aufbau eines Short-Strangle. Idee: Ein Verharren zwischen 10.700 und 11.100 wird den Inliner im Verlauf stetig steigen lassen. Ende November dann verkaufen, bevor die EZB-Spekulation anläuft. Zielzone 6,20 bis 7,00 €.“



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