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Kolumnist: Redaktion boerse-frankfurt.de

Marktstimmung: "Rollentausch"




30.08.18 09:03
Redaktion boerse-frankfurt.de


Während die institutionellen Investoren wieder verkauft haben, langen jetzt die Privatanleger vermehrt zu. Echte Stütze kommt nach Goldbergs Ansicht aber wohl von außen. Alles in allem ein zunehmend günstiges Setting. Zusammenfassung Kurse hoch, Anleger raus scheint das Motto dieser Tage zu sein. Zumindest der professionellen Investoren, von denen sich 9 Prozent wieder von ihren DAX-Aktien getrennt haben, obwohl der deutsche Leitindex seit vergangenen Mittwoch um 140 Punkte gestiegen ist. Und 5 Prozent der Befragten sind short gegangen. Anders die Privatanleger: Von dieser Gruppe haben 7 Prozent Bluechips gekauft und 3 Prozent glattgestellt.

Für Joachim Goldberg könnten sowohl die weiter schwelenden wirtschaftspolitischen Krisenherde als auch simple Gewinnmitnahmen Auslöser für die Abkehr der Profis sein. Und bei den privaten Anlegern vermutet der Verhaltensökonom den Versuch, einen leichten Rücksetzer im Wochenverlauf als günstigen Einstieg zu nutzen. Jedenfalls scheinen die Rollen beider Anlegergruppen zur Vorwoche vertauscht, der Sentiment-Index der Profis steht bei +11 und der der Privatanleger bei +21 Punkten. 

Unterm Strich bewertet Goldberg das Marktsentiment positiver. Die Profis stünden wieder vermehrt als potentielle Käufer für weitere Kursgewinne zur Verfügung und nach unten sollten bereits leichte Rücksetzer zu Käufen führen. Die jüngsten Kursgewinne verdankten deutsche Aktien wohl ausländischen Anlegern, was der stärkere Euro signalisiere.

29. August 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Wenn man Börsianer fragen würde, ob der DAX oder der breitgestreute S&P 500 während der vergangenen Tage auffälliger gewesen sei, würden sich vermutlich viele für den US-Index entscheiden. Denn dieser hat im Gegensatz zum DAX während des Berichtszeitraums drei neue Allzeithochs markiert und vom günstigsten Einstieg bis zuletzt 1,4 Prozent an Wert gewonnen. Tatsächlich hat sich aber der DAX mit einem Plus von 2 Prozent besser geschlagen. Und wer mit seinen Investments in Deutschland geblieben ist, hat im Vergleich zu einem US-Engagement aufgrund der Wechselkursentwicklung sogar noch besser abgeschnitten. Denn der US-Dollar hat gegenüber dem Euro allein während dieses Zeitraums über 1,5 und während der vergangenen beiden Wochen in der Spitze 3,7 Prozent an Wert verloren. 

Dies hat jedoch die von uns allwöchentlich befragten institutionellen Investoren nicht davon abgehalten, sich von den gerade erst vor Wochenfrist eingegangenen bullishen Engagements wieder zu großen Teilen zu trennen. Denn der Börse Frankfurt Sentiment-Index ist um 14 Punkte auf einen Stand von +11 Punkte gefallen. Die Gründe hierfür mögen durchaus politischer Natur sein. Zwar haben die USA und Mexiko ein neues Freihandelsabkommen zu Wochenbeginn verkündet, eine Nachricht, die mancherorts durchaus für Euphorie gesorgt haben mag. Denn gleichzeitig entstand der Eindruck, dass die derzeit von den USA noch auf Eis gelegten möglichen Strafzölle auf EU-Kraftfahrzeugimporte damit ebenfalls bald vom Tisch sein könnten. 

Aber den institutionellen Investoren dürfte gleichzeitig nicht entgangen sein, dass es etwa im Handelsstreit zwischen den USA und China in der vergangenen Woche keinerlei Fortschritte gegeben hat. Ganz zu schweigen von der Entwicklung in Italien, wo sich etwa die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit Ende Mai befestigt hatten. Nicht zuletzt, weil die italienische Regierung mehrfach durchblicken ließ, dass man sich nicht an die EU-Neuverschuldungsgrenze halten möchte. Auch wenn der parteilose Wirtschafts- und Finanzminister Giovanni Tria immer wieder die Wogen zu glätten versuchte, indem er erst gestern wieder versicherte, man werde sich an die Schuldengrenzen halten. Abgesehen von diesen Erwägungen könnten die Investoren aber ganz einfach nur die während der vergangenen Woche aufgelaufenen Kursgewinne des DAX realisiert haben. 

Privatanleger sehen's anders


Diametral entgegengesetzt haben sich die Privatanleger verhalten. Waren diese in der vergangenen Woche in Sachen Optimismus noch wesentlich zurückhaltender als ihre institutionellen Pendants, hat sich der Börse Frankfurt Sentiment-Index in diesem Panel noch einmal um 10 Punkte deutlich auf einen neuen Stand von +21 Punkte befestigt. Das ist immerhin der dritthöchste Stand des Index in diesem Jahr, der Höchststand war bei +33 Punkte. Diese Entwicklung ist insofern bemerkenswert, als das zwischenzeitliche Tief des DAX seit unserer vergangenen Erhebung mit 12.345 Zählern gerade einmal 55 Punkte niedriger gewesen war. Mit anderen Worten: Günstige Einkäufe erforderten einiges Geschick. 

Auch wenn sich die entgegengesetzten Entwicklungen zwischen den Panels der institutionellen und der Privatanleger - man könnte quasi von einem Rollentausch sprechen - einander teilweise aufheben, hat sich der DAX während des Berichtszeitraums doch recht robust gezeigt. Das dürfte möglicherweise auch auf Zuflüsse ausländischen Kapitals zurückzuführen sein, wofür auch der gestiegene Euro sprechen könnte. Jedenfalls hat der DAX vor allen Dingen die institutionellen Abgaben gut verkraftet und zeitigt im Punktvergleich seit der vergangenen Erhebung immerhin einen Zugewinn von 1,1 Prozent. Da sich nun der hohe Optimismus der institutionellen Anleger während der vergangenen Tage wieder zurückgebildet hat, kann man dem DAX etwas mehr Robustheit bescheinigen, zumal ein Teil der jüngsten Abgaben nach den erfolgreichen Erfahrungen der Vorwochen auf niedrigerem Niveau wieder eingedeckt würden. 

29. August 2018, © Goldberg & Goldberg für boerse-frankfurt.de


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