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Makroökonomische Daten: Die wichtigsten Ereignisse der kommenden Woche




11.01.19 13:32
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Dienstag: Die letzte zu nehmende Hürde im Brexit-Prozess ist die Zustimmung des britischen Parlaments zum Austrittsabkommen, das die Premierministerin May im November mit der EU ausgehandelt hat, so die Analysten der DekaBank.

Bei einer mehrheitlichen Zustimmung wäre am 29. März ein geordneter Brexit mit einer Übergangsphase zu erwarten. Doch dies sei alles andere als sicher. Immer noch würden die Brexiteers fürchten, auf unbegrenzte Zeit in der Notfalllösung einer Zollunion stecken zu bleiben (und damit keine eigene Handelspolitik umsetzen zu können). Sollte das britische Parlament am 15. Januar das Austrittsabkommen ablehnen, müsste die Regierung innerhalb von drei Tagen einen Plan B vorlegen, eine weitere Abstimmung würde folgen. Die Szenarien eines ungeordneten Brexits und einer Verschiebung des Austritts seien dadurch wesentlich wahrscheinlicher geworden.

Dienstag: Wie immer Anfang Januar eines jeden Jahres lege das Statistische Bundesamt seine Schnellschätzung für das Wachstum im abgelaufenen Jahr vor. Für 2018 dürfte - gemessen an der Euphorie zu Jahresbeginn 2018 - eine sehr ernüchternde Zahl veröffentlicht werden. Um 1,5% sei das deutsche Bruttoinlandsprodukt im vergangenen Jahr angestiegen. Verhaltenere Auslandsgeschäfte und zahlreiche Sonderfaktoren wie die Zulassungsprobleme der Automobilindustrie hätten das Wachstum gedämpft. Insbesondere das zweite Halbjahr habe mit einer Schrumpfung im dritten Quartal und wohl nur einem geringen Plus im vierten Quartal enttäuscht. Über die Konjunkturdynamik zu Jahresende würden zwar noch keine Zahlen veröffentlicht, traditionell gebe das Statistische Bundesamt aber in der Pressekonferenz eine erste Einschätzung hierzu.

Mittwoch: Makrodaten seien stets mit Unsicherheit behaftet. Diese Unsicherheit beziehe sich normalerweise auf die Prognose bzw. nach der Bekanntgabe auf die Datenqualität. Aufgrund des "Government Shutdown" in den USA würden Makrodaten, die vom Wirtschaftsministerium erhoben würden, derzeit nicht veröffentlicht. Zu diesen "unsicheren" Daten würden auch die Einzelhandelsumsätze gehören, deren Dezemberwerte planmäßig zur Mitte der Woche anstünden. Gute Autoabsätze sowie eine starke Lohnentwicklung würden auf einen überdurchschnittlichen Zuwachs hindeuten. Allerdings seien im Dezember die Benzinpreise auffallend deutlich gegenüber dem Vormonat gefallen. Auch ohne diesen Effekt dürfte sich die Umsatzentwicklung nach den zwei vorherigen kräftigen Anstiegen etwas moderiert haben. (11.01.2019/ac/a/m)





 
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