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Makroökonomische Daten: Die wichtigsten Ereignisse der kommenden Woche




14.02.20 16:42
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Dienstag: Derzeit stellt sich jeder die Frage, wie stark der Coronavirus auf der Konjunktur lasten wird, so die Analysten der DekaBank.

Der erste Blick richte sich naturgemäß auf die Stimmungsindikatoren. In der abgelaufenen Woche habe die sentix-Umfrage bei Finanzmarktanalysten schon einen ersten Hinweis geliefert: Die Konjunkturerwartungen hätten leicht nachgegeben. Auch wenn sich die Situation seither eher verbessert habe, würden sich doch die Anzeichen mehren, dass die Produktionsstopps in China länger als erwartet anhalten würden, was zu Lieferengpässen und konjunkturellen Behinderungen führen dürfte. Die ZEW-Konjunkturerwartungen sollten daher im Februar nach drei kräftigen Anstiegen in Folge wieder gesunken sein.

Mittwoch: Im Vereinigten Königreich stehe in diesem Jahr ein deutlicher Rückgang der Inflationsraten bevor. Seit Herbst 2019 würden sich die Inflationsraten bereits vom Ziel der Bank of England (BoE) von 2% entfernen. Im Januar dürften die britischen Verbraucherpreise um 1,5% gegenüber dem Vorjahresmonat angestiegen sein, in den Sommermonaten dürften es dann nur noch 1,2% sein. Zu diesem Abwärtstrend würden maßgeblich die temporären Senkungen administrierter Preise für Strom, Gas und Wasser beitragen. Ab dem Herbst allerdings sollte sich dieser Trend umkehren und die Inflationsraten gegen Ende 2021 wieder 2% erreichen. Dies erwarte die BoE in ihren aktuellen Prognosen. Insofern bestünde in diesem Jahr kein Grund für eine geldpolitische Lockerung aufgrund der niedrigen Inflationsraten.

Freitag: Es sei ein schwaches viertes Quartal 2019 für die europäische Wirtschaft gewesen. In Italien und Frankreich sei die Wirtschaftsleistung sogar rückläufig gewesen. Die Stimmungsindikatoren hätten in den vergangenen Monaten auf eine konjunkturelle Stabilisierung hingedeutet. Insbesondere die problematische Entwicklung in der Industrie scheine ihren Boden zu finden. Allerdings sei damit zu rechnen, dass die sich ausbreitende Coronavirus-Epidemie für einen vorübergehenden Dämpfer bei der Erholungsbewegung sorge. Darauf dürfte der Einkaufsmanagerindex für Euroland im Februar hinweisen. Dies gelte sowohl für den Teilindex der Industrie als auch den Teilindex der Dienstleister. Die Schere zwischen den zwei Teilindizes bleibe auch im Februar weit geöffnet. (14.02.2020/ac/a/m)





 
 
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