Makroökonomische Daten: Die wichtigsten Ereignisse der kommenden Woche




13.09.19 15:40
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Montag: Die Industrie Chinas kommt gegenwärtig gleich von zwei Seiten unter Druck, so die Analysten der DekaBank.

Der Exportsektor leide unter den Strafzöllen, und die Automobilindustrie habe mit schrumpfenden Absätzen zu kämpfen. Gemessen daran sei der Zuwachs der Industrieproduktion in den ersten sieben Monaten dieses Jahres mit einem Plus von knapp 6% gegenüber dem Vorjahresmonat recht stabil geblieben. Im Juli sei die Jahresveränderungsrate allerdings auf 4,8% geradezu eingebrochen, was die Analysten der DekaBank als statistischen Ausreißer betrachten würden. Sie würden erwarten, dass die Industrieproduktion im August um 5,6% zugelegt habe. Angesichts des ungelösten Handelskonflikts und der anhaltenden Probleme der Autoindustrie dürfte die Dynamik in den kommenden Monaten aber eher abnehmen.

Dienstag: Inmitten der konjunkturell angespannten Situation in Deutschland kämen zuletzt wieder bessere Nachrichten: China und die USA würden (mal) wieder verhandeln, der harte Brexit sei (vorerst) vom britischen Parlament verhindert worden, und in Italien sei eine EU-freundlichere Regierung vereidigt worden. Und selbst die Konjunkturindikatoren hätten zuletzt nicht mehr so stark enttäuscht wie in den Monaten zuvor. Natürlich sei die Konjunkturwelt deswegen nicht auf einmal in Ordnung. Zum einen befinde sich Deutschland wohl in einer technischen Rezession, zum anderen bestehe trotz etwas hoffnungsvoller Signale von den geopolitischen Risikoherden nach wie vor ein hohes Maß an Unsicherheit. Die Analysten der DekaBank würden daher nur eine leichte Besserung der ZEW-Konjunkturerwartungen im September erwarten.

Mittwoch: Die US-Notenbank FED werde beim Zinsentscheid im September das Leitzinsintervall um 25 Basispunkte auf 1,75% bis 2,00% senken und diese Maßnahme als weiteren Versicherungsschritt insbesondere gegenüber globalen Wachstumsrisiken begründen. Das Statement werde vermutlich weitgehend unverändert bleiben. Seit dem Zinsentscheid Ende Juli sei die konjunkturelle Entwicklung stabil geblieben. Auch bei den makroökonomischen Projektionen bestehe wenig Änderungsbedarf. Erstmals würden nun auch Werte für 2022 bekanntgegeben. Spannung verspreche der Ausblick für den Leitzinspfad der kommenden Jahre. Denn bei der letzten Aktualisierung im Juni habe die Mehrheit der FOMC-Mitglieder für 2019 keine Leitzinssenkung erwartet. Möglicherweise werde für 2022 eine erste Anhebung in Aussicht gestellt.
(13.09.2019/ac/a/m)





 
 
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