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Makrökonomische Daten: Die wichtigsten Ereignisse der kommenden Woche




07.12.18 13:32
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Dienstag: Die Börsianer erleben derzeit ein Wechselbad der Gefühle: Nach dem G20-Gipfel schienen zunächst die Sorgen vor einer Eskalation des Handelsstreits verflogen, so die Analysten der DekaBank.

Dann seien irritierende Aussagen aus der US-Regierung und die Verhaftung einer hochrangigen Huawei-Managerin gekommen. Vordergründig gehe es um einen Verstoß gegen die Iran-Sanktionen der USA. Letztlich reihe sich dies aber in eine Reihe von Gängelungen chinesischer High-Tech-Firmen ein. Und schon sei sie wieder da, die Angst vor dem Handelskonflikt. Zudem hätten viele Konjunkturindikatoren negativ überrascht. All das sollte dazu führen, dass sich die ZEW-Lageeinschätzung und die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland im Dezember weiter eingetrübt haben.

Dienstag: Das britische Parlament solle am Dienstag über das EU-Austrittsabkommen abstimmen. Angesichts des zerstrittenen Parlaments, das z.B. auch den Verbleib im Binnenmarkt, ein zweites Referendum und CETA diskutiert, könnte die Abstimmung verschoben werden. Sollte abgestimmt werden und der Deal durchfallen, müsse innerhalb von 21 Tagen ein Plan B vorgestellt werden, auf den das Parlament nach entsprechender Abstimmung in dieser Woche Einfluss nehmen könne. Auch könnte der EuGH bereits am Montag einen unilateralen Rückzieher vom Brexit gestatten. Damit würden die Chancen für einen Verbleib in der EU, aber voraussichtlich auch die Unterstützung für Mays Deal durch die Brexit-Befürworter steigen, die sonst den Austritt in Gefahr sehen würden. Der EU-Gipfel folge am Donnerstag/Freitag.

Donnerstag: Der EZB würden zu dieser Ratssitzung neue makroökonomische Projektionen ihres Mitarbeiterstabs vorliegen. Allein aufgrund des gesunkenen Ölpreises würden die EZB-Volkswirte die für das kommende Jahr erwartete Inflationsrate nach unten korrigieren müssen. Auch beim Wirtschaftswachstum sei mit leichten Abwärtsrevisionen zu rechnen, um dem enttäuschenden dritten Quartal Rechnung zu tragen. Darüber hinaus gehende Änderungen am Wachstumsausblick wären jedoch heikel, denn bis zuletzt hätten Präsident Draghi und seine Ratskollegen von ausgeglichenen Risiken gesprochen. Finanzmarktteilnehmer dürften in diesem Fall davon ausgehen, dass sich auch die geldpolitischen Absichten der EZB geändert hätten. (07.12.2018/ac/a/m)





 
 
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