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MS Industrie: Starker Auftragsbestand untermauert Ausblick - Aktienanalyse




10.08.18 17:09
Vorstandswoche.de

Haar (www.aktiencheck.de) - MS Industrie-Aktienanalyse von "Vorstandswoche.de":

Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" nehmen in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der MS Industrie AG (ISIN: DE0005855183, WKN: 585518, Ticker-Symbol: MSAG) unter die Lupe.

Die Industriegruppe mit den beiden Kernbereichen Antriebstechnik ("Powertrain") und Ultraschalltechnik ("Ultrasonic") sei operativ gut unterwegs. "Der positive Trend aus dem 2. Halbjahr 2017 setzt sich weiter fort. Unsere Auftragsbücher sind sowohl für Europa als auch für die USA bis zum Jahresende gefüllt und im Bereich Ultrasonic sogar deutlich darüber hinaus", sage den Experten CEO Andreas Aufschnaiter im Hintergrundgespräch.

Im Bereich Powertrain liege der Fokus auf Systemen und Komponenten für schwere Dieselmotoren und kundenspezifische Elektromotoren. Das LKW-Geschäft unterliege Zyklen. Ein Ende dieses Zyklus könne Aufschnaiter derzeit nicht erkennen. "Bis Ende 2019 ist die LKW-Konjunktur als robust einzustufen. Die Auslastung ist am Optimum, vor allem für den US-Markt." In diesem Geschäft sei unter anderem Daimler ein wesentlicher Treiber. MS Industrie liefere den Ventilbetrieb für den Daimler-Weltmotor. Solange das Truck-Geschäft von Daimler erfolgreich sei, werde sich das Segment gut entwickeln. 2017 sei ein Umsatz von etwa 150 Mio. Euro auf diesen Kunden entfallen, welcher sich auf die Region USA und Europa sowie auf verschiedene Produkte verteile. In Europa entfalle nicht der komplette Umsatz auf das LKW-Geschäft. Insgesamt erziele MS Industrie rund 210 Mio. Euro Umsatz im Bereich Powertrain; künftig ergänzt um neue Aufträge mit Komponenten für Elektro- und Hybridantriebe für die PKW-Industrie.

"Der bisherige Rahmenvertrag mit Daimler hatte einst eine Laufzeit bis Ende 2017. Inzwischen wurde er bis zum Jahr 2023 verlängert", sage Aufschnaiter. Auch MAN, MTU und ZF seien Kunden. Auf der Kundenwunschliste für Serienteile wäre eine Ergänzung um Volvo und Scania für das Unternehmen gut, um die Kundenstruktur zu diversifizieren. "Sobald diese Unternehmen neue Motorengenerationen entwickeln, können wir ein spannender Partner sein. Ein neuer Motor ist eine neue Chance für uns. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir bei mindestens einem der größeren LKW-Hersteller Anfragen für neue Serienteile erhalten", so Aufschnaiter. Es liege übrigens nahe, dass MS Industrie vermutlich mit Scania im Gespräch sei, da diese wie MAN zu VW gehöre.

Im Segment Ultrasonic habe das Unternehmen in 2017 einen Umsatz von ca. 54 Mio. Euro erzielt. Fokus in diesem Bereich seien Sondermaschinen und Serienmaschinen sowie Ultraschallsysteme und -komponenten. Der Bereich Sondermaschinen sei ein Wachstumsmarkt und sei insgesamt weniger anfällig für konjunkturelle Schwankungen. Zum weiteren Wachstum solle zum Beispiel eine neue Serienmaschine beitragen, die im Einführungsjahr 2017 nicht ganz 1 Mio. Euro Umsatz gemacht habe. 2018 solle die neue Maschine schon mehr als 3 Mio. Euro zum Umsatz beisteuern. Auf Sicht von drei bis fünf Jahren könnte MS Industrie im Segment Ultrasonic Umsätze von 100 Mio. Euro erreichen.

2017 hätten die Münchner einen Umsatz von über 250 Mio. Euro, ein EBITDA von 22 Mio. Euro und ein EBIT von 8.5 Mio. Euro erzielt. Netto hätten nach Minderheiten rund 7 Mio. Euro in der Kasse oder 23 Cent je Aktie geklingelt. Für das Jahr 2018 erwarte der CEO einen Umsatz von ca. 270 Mio. Euro. Das EBITDA solle sich weiter verbessern. "Unser Ziel ist mittelfristig eine EBITDA-Marge von 10%." EBIT und EBT sollten 2018 deutlich schneller ansteigen als das EBITDA. Hintergrund seien geringere Abschreibungen als im Vorjahr. Die Abschreibungen beziffere der Firmenchef auf ca. 11 Mio. Euro. 2017 sei der Nettogewinn positiv von Steuereffekten geprägt gewesen.

2018 erwarte Aufschnaiter wieder eine normale Steuerquote von ca. 28%. Das Nettoergebnis solle 2018 dennoch höher ausfallen als im Vorjahr. Im nächsten Jahr wolle MS Industrie weiterwachsen. "Wir wollen uns der Marke von 300 Mio. Euro deutlich nähern. Unser Segment Ultraschall wird gut wachsen. Im Jahr 2019 sollten wir auch eine EBITDA-Marge von etwa 10% erreichen können." 2018 werde übrigens mit mehr als 190.000 Weltmotoreneinheiten gerechnet nach 165.000 im Jahr 2017. 2019 dürfte die Anzahl von 200.000 Einheiten geknackt werden. Komme MS Industrie bei neuen Kunden ins Seriengeschäft, dann würde sich der Umsatz mittelfristig nochmals erheblich erhöhen. In den nächsten sechs Monaten sollten dazu Entscheidungen fallen.

MS Industrie sei per Ende Dezember 2017 mit rund 53 Mio. Euro netto verschuldet gewesen. Im Verhältnis zum EBITDA sei die Verschuldung moderat. Aufschnaiter sehe derzeit keinen Grund für eine Kapitalerhöhung. Verabschiedet habe sich das Unternehmen übrigens inzwischen vollständig von der Beteiligung an der UMT AG. Habe der Anteil Ende 2016 noch bei über 14% gelegen, sei er in 2017 fast komplett reduziert und inzwischen vollständig abgebaut worden. "Es ist offensichtlich, dass diese Beteiligung strategisch nicht zu unserem Geschäft passt. Folglich haben wir uns davon getrennt, um eine klare Struktur zu schaffen", so Aufschnaiter. Die Aktie sei mit einem KGV von 13 für 2018 sehr günstig bewertet. Die Analysten von Montega und Hauck & Aufhäuser stünden auf die Aktie. H&A habe das Kursziel auf 7 Euro taxiert. Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" teilen eher die Einschätzung von Montega und halten 5 Euro für machbar. Mit den kommenden Halbjahreszahlen dürfte die Schwächephase der Aktie endlich vorbei sein.

Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" halten die MS Industrie-Aktie für kaufenswert. (Analyse vom 10.08.2018)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze MS Industrie-Aktie:

Xetra-Aktienkurs MS Industrie-Aktie:
3,34 EUR 0,00% (10.08.2018, 16:22)

ISIN MS Industrie-Aktie:
DE0005855183

WKN MS Industrie-Aktie:
585518

Ticker-Symbol MS Industrie-Aktie:
MSAG

Kurzprofil MS Industrie AG:

Die MS Industrie AG (ISIN: DE0005855183, WKN: 585518, Ticker-Symbol: MSAG) mit Sitz in München ist die börsennotierte Muttergesellschaft einer fokussierten Industriegruppe mit den Geschäftsfeldern Antriebstechnik ("Powertrain Technology Group": Systeme und Komponenten für schwere Verbrennungsmotoren und kundenspezifische Elektromotoren) und Ultraschalltechnik ("Ultrasonic Technology Group": Sondermaschinen sowie Ultraschallsysteme und -komponenten). Zu den wesentlichen Kundenbranchen zählen die weltweite Nutzfahrzeug- und die Pkw-Industrie, gefolgt von der Verpackungsmaschinenindustrie und dem allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau.

Im Rahmen ihrer Strategie konzentriert sich die MS Industrie AG auf vorwiegend organisches Wachstum und Beteiligungen innerhalb der bestehenden industriellen Kernkompetenzen, flankiert durch Engagements im industriellen Immobiliensektor sowie ergänzende Dienstleistungen. (10.08.2018/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
 
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