Linde, Atlas Copco, SolarEdge & Co.: Diese Unternehmen tragen zur Lösung der Energiekrise bei




13.05.22 11:35
Franklin Templeton

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die russische Invasion in der Ukraine hat nicht nur einen immensen Tribut an Menschenleben gefordert, sondern auch die Rolle der Energiesicherheit für die nationale Sicherheit verdeutlicht, so Mary Jane McQuillen, Portfoliomanagerin und Head of ESG bei ClearBridge Investments, Teil von Franklin Templeton.

Etwa 40 Prozent des europäischen Erdgases würden von Russland geliefert. Diese breite Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen könnte den Zeitplan vieler Verpflichtungen für Netto-Null-Emissionen erschweren. Anstatt die Umstellung auf eine Netto-Null-Energieversorgung aber zu verlangsamen, indem man sich auf eine verstärkte Öl- und Gasproduktion zurückziehe, sollten die aktuellen Energiekrisen Trends beschleunigen, die die Energiewende vorantreiben könnten, wie z. B. Europas Bedarf an heimischer Energieproduktion und die verbesserte Wirtschaftlichkeit erneuerbarer Energien im Vergleich zu fossilen Brennstoffen.

Das Hauptproblem bei den erneuerbaren Energien seien die Schwankungen, wobei Batteriespeicherung eine gute Lösung darstelle. In den USA, wo die Großhandelspreise im Durchschnitt bei 0,09 Dollar pro Kilowattstunde (kwh) lägen, werde die Speicherung von Energie in großem Maßstab immer häufiger eingesetzt. Da in Europa jedoch bis zu 0,35 USD/kwh und in Deutschland sogar bis zu 0,45 USD/kwh gezahlt würden, sei mit einem verstärkten Einsatz von Speichersystemen zu rechnen, um den Ausbau der erneuerbaren Energien zu unterstützen.

Hohe und steigende Energiekosten in Verbindung mit politischer Unterstützung würden die zunehmende Verbreitung von Solar- und Speichersystemen für Privathaushalte in Europa vorantreiben. Unternehmen wie Enphase Energy (ISIN: US29355A1079, WKN: A1JC82, Ticker-Symbol: E0P, NASDAQ-Symbol: ENPH) und SolarEdge Technologies (ISIN: US83417M1045, WKN: A14QVM, Ticker-Symbol: 2ED, Nasdaq-Symbol: SEDG) würden ein deutliches Wachstum der Solarinstallationen in diesem Markt erwarten, vor allem in Deutschland und Italien. Die Verbraucher würden nicht nur Solaranlagen auf dem Dach, sondern auch eine komplette Systemlösung einschließlich Batterien verlangen. Dieses Phänomen beschleunige das Umsatzwachstum für diese Unternehmen.

Die Ersetzung der Nachfrage nach russischem Gas durch grünen Wasserstoff gebe Unternehmen wie Air Products and Chemicals (APD) (ISIN: US0091581068, WKN: 854912) und Linde (ISIN: IE00BZ12WP82, WKN: A2DSYC, Ticker-Symbol: LIN) Rückenwind. Grüner Wasserstoff, der durch die Nutzung erneuerbarer Energien zur Aufspaltung von Wasser in seine Grundelemente Wasserstoff und Sauerstoff hergestellt werde und die anschließende saubere Verbrennung des Wasserstoffs als Kraftstoff, gelte als Schlüssel zur Senkung der Emissionen in schwer zu dekarbonisierenden Branchen wie Stahl und Zement sowie im Verkehr. Das große grüne Wasserstoffprojekt von APD in Saudi-Arabien, Neom, bei dem der Wasserstoff mit Hilfe erneuerbarer Energien erzeugt werde, dürfte von der steigenden Nachfrage in Europa profitieren. Das Projekt solle bis 2026 in Betrieb genommen werden. Eine langfristige Vereinbarung mit dem europäischen Halbleiterhersteller Infineon (ISIN: DE0006231004, WKN: 623100, Ticker-Symbol: IFX, NASDAQ OTC-Symbol: IFNNF) über die Produktion und Speicherung von grünem Wasserstoff vor Ort am Standort Villach habe Linde vergangenes Jahr bekannt gegeben. Die Anlagen würden voraussichtlich 2022 in Betrieb gehen.

Die Senkung des Energieverbrauchs durch Energieeffizienz sei ein weiterer wichtiger Werttreiber. Das schwedische Unternehmen Atlas Copco (ISIN: SE0011166610, WKN: A2JLJU) beispielsweise stelle energieeffiziente Kompressoren und Vakuumpumpen her, die ihre Drehzahl an den Produktionsbedarf anpassen würden. Die derzeit hohen Energiepreise dürften die Nachfrage nach hoch energieeffizienten Kompressoren von Atlas ankurbeln, da der größte Teil der Lebenszykluskosten eines Kompressors auf die Energiekosten entfalle. Die Investition in einen neuen Kompressor könne zu erheblichen Energieeinsparungen führen. Darüber hinaus stelle Atlas große Kompressoren her, die in der Energiewirtschaft eingesetzt würden. Der Ruf nach Energieunabhängigkeit und die Diversifizierung der Erdgasbeschaffung könnten Investitionen in das Verteilungsnetz (Gaspipelines) und in Wiederverdampfungsterminals (LNG) in Europa auslösen. Dies wiederum werde die Nachfrage nach den von Atlas angebotenen großen Gas- und Prozesslösungen erhöhen. (13.05.2022/ac/a/m)






 
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