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Kolumnist: Börse Stuttgart AG

Langer Atem




16.02.19 07:22
Börse Stuttgart AG

Euwax bonds

Einen langen Atem beweisen derzeit sowohl die britische Premierministerin Theresa May als auch der amerikanische Präsident Donald Trump. May wird nicht müde, ihren Brexit-Plan im britischen Unterhaus zu verteidigen. Sie ist nach wie vor davon überzeugt, dass der von ihr ausgehandelte Deal der einzig richtige Weg ist, die EU zu verlassen. Wie einige Medien berichteten, soll Mays Chefberater in einer Brüsseler Bar ausgeplaudert haben, dass May plant, das Parlament kurz vor dem Austrittsdatum am 29. März erneut über ihren Deal abstimmen zu lassen. Frei nach dem Motto: Take it or leave it! Ob dieser Plan zu einem positiven Ergebnis führen wird bleibt abzuwarten und darf angezweifelt werden. Betrachtet man die britischen Staatsanleihen, scheint der Markt aber noch guter Hoffnung zu sein, die Risikoaufschläge halten sich in Grenzen.

Der amerikanische Präsident beweist überraschenderweise diplomatisches Geschick im Handelsstreit mit China. Die seit Montag laufenden Gespräche laufen positiv, Trump schlägt versöhnliche Töne an und zeigt sich bereit, die Handelsgespräche zu verlängern, sollte die Tendenz nach wie vor positiv sein. Auch ist er bestrebt, einen weiteren Government Shutdown zu verhindern, obwohl ihm nur knapp ein Viertel der von ihm geforderten finanziellen Mittel für seine Mauer zu Mexiko genehmigt wurde. Ein weiterer Shutdown könnte ein Downgrading zur Folge haben.

An den Aktienmärkten herrscht überwiegend positive Stimmung. Nach einer verlustreichen Vorwoche konnte der deutsche Leitindex DAX in dieser Woche die 11.000 Punkte-Marke zurückerobern und verteidigen. Am Montag und Dienstag gewann der Leitindex je etwa 1 %. Der Mittwoch verlief etwas ruhiger, am Donnerstag beflügelten gute Unternehmenszahlen den Markt. Auch die Entspannung und die daraus resultierende Hoffnung auf ein positives Ende im Handelsstreit zwischen den USA und China sorgten für gute Stimmung an den Märkten. Die amerikanischen Märkte zogen besonders am Montag deutlich an.

Die konjunkturelle Stimmung ist dagegen nicht ganz so rosig. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt für das vierte Quartal 2018 wurde bei 0,0 % verlesen und lag somit unter der Prognose von 0,1 % aber 0,2 % höher als das BIP des dritten Quartals 2018. Das japanische Bruttoinlandsprodukt lag im vierten Quartal 2018 bei 0,3 % und somit ebenfalls 0,1 % unter der Prognose.


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