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Kolumnist: Feingold-Research

Künstliche Intelligenz – Fluch oder Segen?




20.09.18 10:37
Feingold-Research

Ein Auto ohne Fahrer, von einem Roboter beim Schach besiegt zu werden oder sogar von einem Roboter operiert zu werden – Vor einigen Jahren waren solche Szenarien noch schier undenkbar. Doch mit der fortschreitenden Entwicklung der Künstlichen Intelligenz ist dies nicht nur vorstellbar, sondern schon längst passiert. Doch welche Auswirkungen hat diese Entwicklung auf unser zukünftiges Leben?

Zu dieser Frage und dem Thema Künstliche Intelligenz schauen wir auf  die Einschätzung des Ophirum-Experten Sönke Mißfeld.


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“Künstliche Intelligenz bahnt sich genau in diesem Moment mit aller Macht ihren Weg aus dem Reich der Science Fiction in die reale Welt. Die besten Jeopardy- und Schach-Spieler mussten sich bereits Computern geschlagen geben. Wer sich noch daran festhält, dass wir bei den hoch Komplexen Eigenschaften wie Kreativität, Moral und Emotionalität uneinholbar wären, der überschätzt unsere Einzigartigkeit in meinen Augen deutlich. Am Ende ist unser Gehirn nichts anderes als ein Computer mit Speichern und Prozessor, Impuls und Nicht-Impuls, Einsen und Nullen. Unser Betriebssystem liegt in den Genen, die restliche Programmierung wird im Laufe des Lebens erlernt. Bei der Rechen- und Speicherkapazität sind uns die Maschinen bereits jetzt weit voraus und die Programmierung ist fast soweit. Nur die Seele wird fehlen – aber über deren Bedeutung und Existenz lässt sich bekanntlich vortrefflich streiten.


Die Maschine wird langfristig den Mensch ersetzen

EZB_Börse_8Das Problem daran ist, dass diese intelligenten Maschinen uns nicht nur ergänzen und nahezu unbegrenzte Möglichkeiten eröffnen, sondern uns gleichzeitig in Hochgeschwindigkeit ersetzen und unsere körperliche wie geistige Arbeitskraft in weiten Teilen überflüssig machen. Während die technologischen Errungenschaften der Vergangenheit die Arbeitswelt nur radikal transformierten, ist es dieses Mal jedoch anders: Die Maschinen werden nicht nur in einigen Teilbereichen besser als der Mensch sein, sondern in fast allen! Sie werden schneller, präziser, ausdauernder, stärker, intelligenter und gebildeter sein, benötigen keine Pausen, kein Essen und kein Schlaf und werden nicht krank. In der arbeitsteiligen kapitalistischen Konsumgesellschaft werden KI und Robotik nach und nach die meisten Aufgaben besser und kostengünstiger erfüllen und den fehlerbehafteten Faktor Mensch zuerst (wie bereits in vollem Gange) gänzlich aus der Produktion und dann auch zu weiten Teilen aus dem Dienstleistungssektor verdrängen.


Auch wenn es in Bereichen wie beispielsweise Kunst, Management und zwischenmenschliche Dienstleistungen natürlich Ausnahmen geben wird, ist es sehr wahrscheinlich, dass die breite Masse ihre Einkunftsmöglichkeiten binnen weniger Jahrzehnte verlieren wird. Wären die Profite aus diesem Fortschritt gerecht verteilt, gäbe es dabei kein Problem. Ganz im Gegenteil hätte die Menschheit dann endlich die Möglichkeit, sich endgültig von dem notwendigen Übel zu befreien, für den eigenen Lebensunterhalt arbeiten zu müssen. Wir könnten uns ganz unseren Hobbies und Interessen widmen, während die Maschinen alle unangenehmen Tätigkeiten für uns erledigen.


Bankenkrisen durch fehlende Einkommen

Mit den Einkommen bräche natürlich auch die Schuldentragfähigkeit der Haushalte weg. Kredit- und Bankenkrisen nach dem Vorbild der Finanzkrise von 2008 wären die logische Folge und könnten, wie in der Vergangenheit, wahrscheinlich nur durch beherztes Eingreifen der Staaten und Notenbanken unter Kontrolle gehalten werden. Ich glaube diese Stelle kennen Sie bereits und ich kann getrost abkürzen: Crashartiger Systemzusammenbruch oder inflationäre Entwertung der Schulden und Sparguthaben sind im Grunde die einzigen realistischen Szenarien. Unser fragiles Kreditgeldsystem verträgt es schlichtweg nicht, wenn einem Großteil der Schuldner und Konsumenten ihre Einkünfte verloren gehen. Das ist der wahre Grund, warum wir uns nie wirklich von der Finanzkrise erholt haben und auch von den nächsten Krisen nicht nachhaltig erholen können, solange wir an diesem Geld- und Finanzsystem festhalten.


EZB_Börse_3Die totalen Untergangsszenarien aus Hollywood, in der die Künstliche Intelligenz uns Menschen versklavt oder gar vernichtet erspare ich Ihnen lieber. Es reicht festzuhalten, dass wir schlichtweg keine Ahnung haben, was ein selbstdenkendes und überlegenes digitales Supergehirn mit der Menschheit anstellen würde, wenn es außer Kontrolle geriete. Da ohne Zweifel sehr viel Forschung in diesem Bereich zu militärischen und geheimdienstlichen Zwecken erfolgt, kann sich dieser Evolutionssprung durchaus auch zum Nachteil der breiten Massen entwickeln. Langfristig orientierte Vorsorge scheint jedenfalls bei all diesen Gefahren und Ungewissheiten mehr als angebracht.”


Quelle: Ophirum, eigene Recherche



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