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Kolumnist: S. Feuerstein

Korrektur um 50 Prozent?




18.01.22 08:31
S. Feuerstein

Allmählich dürfte jeder die Auswirkungen der Lieferengpässe gespürt haben. Die Nachfrage wird damit allerdings nicht geringer, so dass das verknappte Angebot preistreibend wirkt. Ebenfalls teurer wird auch die Energie, was sich einerseits an der Tankstelle ablesen lässt. Andererseits lässt sich dies auch am Strompreis erkennen. Die Inflation ist daher weiter auf dem Vormarsch und dürfte in den kommenden Monaten weiter hoch bleiben oder sich sogar noch weiter erhöhen!

Höchste Inflation seit 40 Jahren!

Eine Teuerungsrate von fünf Prozent in Europa ist eine beachtliche Zahl. Noch heftiger liegt die Inflation in den USA, die mit sieben Prozent den höchsten Stand seit 1982 erreicht hat. Ökonomen hatten einen solchen Anstieg allerdings erwartet, so dass sich die kurzfristigen Auswirkungen in Grenzen halten. Spannender wird allerdings, welchen Weg die Notenbanken mittel- bis langfristig verfolgen. Hier trennt sich die Vorgehensweise Europas und der USA. Während die US-Notenbank für das aktuelle und das kommende Jahr jeweils drei Zinsanhebungen in Aussicht gestellt hat, hält sich die Europäische Zentralbank noch zurück. Voraussichtlich wird man in diesem Jahr weder die Anleihekäufe vollständig zurückfahren, noch an der Zinsschraube drehen. Genau dies könnte im Zuge der bereits angesprungenen Inflation aber zum Problem werden.

Star-Ökonom hält Crash für möglich!

Der in der Universität Yale lehrende Nobelpreisträger Robert Shiller sieht die US-Konjunktur auf gutem Weg, womit keine geldpolitischen Unterstützungen mehr notwendig sind. Im Gegenteil, könnten diese doch die sich bereits gebildete Blase weiter anfeuern. Shiller, der bereits frühzeitig vor dem Platzen der „Dot-Com-Blase“ sowie vor den Gefahren der Finanzkrise gewarnt hat, sieht aktuell die Gefahr, dass der Aktienmarkt um bis zu 50 Prozent fallen könnte. Allerdings gibt er zu, dass die Prognose mittlerweile deutlich schwieriger geworden ist, als dies noch vor Jahren der Fall war. Nichtsdestotrotz warnt er vor einem Einbruch im Hinblick auf die Entwicklung der Inflation, die er aktuell als größte Gefahr sieht. Aus fundamentaler Sicht sieht er Bewertungen von US-Aktien auf dem zweithöchsten Stand in den vergangenen 100 Jahren. Wenngleich die Übertreibung erkennbar ist, lässt sich der genaue Zeitpunkt sowie das komplette Ausmaß einer Korrektur allerdings nicht bestimmen. Für die kommenden Monate bietet es sich daher an, sich nicht von optimistischen Tendenzen der Anleger anstecken zu lassen. Etwas Vorsicht kann im gerade angebrochenen Börsenjahr daher sicherlich nicht schaden!

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