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Kolumnist: Cornelia Frey

Konjunktursorgen drücken auf die Stimmung




22.01.19 15:52
Cornelia Frey

Auch am Dienstag hat der DAX den Rückwärtsgang eingelegt. Nach dem Kurssprung am vergangenen Freitag gab das deutsche Aktienbarometer zum Wochenstart bereits ab, am Dienstagnachmittag notiert es bei 11.090 Punkten rund 0,4 Prozent leichter.

Auf die Stimmung drücken Konjunktursorgen. So hat IWF-Chefin Christine Lagarde die IWF-Prognose für das Weltwirtschaftswachstum am Montagabend gesenkt. Die IWF-Experten begründeten dies mit dem Handelsstreit und steigenden Zinsen. Wenige Stunden zuvor hatte China bereits das schwächste Wachstum seit 1990 gemeldet. Auch der anhaltende Shut-down und das Brexit-Chaos sorgen für Zurückhaltung bei den Anlegern.

Damit ging es bereits an den asiatischen Börsen überwiegend gen Süden: Der Nikkei-Index verlor rund ein halbes Prozent auf 20.622 Zähler, in Hong Kong beträgt das Minus rund ein Prozent.

Die US-Börsen starten erst heute in die Woche. Sie hatten am Montag aufgrund des Martin-Luther-King-Day geschlossen. Vorbörslich deutet sich aber auch hier ein etwas leichterer Start an – die Futures auf Dow und S&P sind rund 0,3 Prozent im Minus.

Linde kauft Aktien zurück

Der Gaskonzern Linde steckt sechs Milliarden US-Dollar in ein neues Aktienrückkaufprogramm. Damit sollten bis zu 15 Prozent der ausstehenden Papiere erworben werden, teilte das Unternehmen am Montagabend mit. Nachbörslich kam die Nachricht zunächst gut an und die Aktie konnte rund drei Prozent zulegen. Am Dienstag im börslichen Handel hingegen ist die Euphorie verpufft und die Aktie gibt rund 0,5 Prozent ab.

Henkel weiter unter Druck

Für die Aktien des Konsumgüterkonzerns Henkel ging es nach einem Minus von fast 10 Prozent am Montag auch am Dienstag zunächst weitere runter, bevor die Aktie ihre Verluste bis zur Mittagszeit größtenteils aufholen konnte. Hier belasteten negative Einschätzungen mehrerer Banken und Broker. Der Konzern hatte am Montag mit seinen Prognosen für 2019 bitter enttäuscht und wurde von den Anlegern regelrecht abgestraft.

Dürre belastet K+S Ergebnis

Die Dürre in Deutschland hat den Düngemittel- und Salzhersteller K+S im vergangenen Jahr deutlich belastet. Die Auswirkung auf das operative Ergebnis (Ebitda) 2018 liege bei insgesamt rund 110 Millionen Euro. Dies geht aus am Montag veröffentlichten Unterlagen für eine Investorenkonferenz hervor. Nach den starken Regenfällen im Dezember sei die Produktion im ersten Quartal 2019 aber gesichert, bekräftigte der Konzern. Aufgrund der Wetterkapriolen musste das Unternehmen die Produktion an insgesamt 64 Tagen einstellen.
Die Aktie gibt am Dienstagnachmittag knapp drei Prozent auf 16,38 Euro ab.

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