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Klöckner & Co-Aktie: Stahlhändler im Zeichen der Digitalisierung - Aktienanalyse




27.09.17 16:31
Vorstandswoche.de

Haar (www.aktiencheck.de) - Klöckner & Co-Aktienanalyse von "Vorstandswoche.de":

Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" nehmen in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Stahlhändlers Klöckner & Co SE (ISIN: DE000KC01000, WKN: KC0100, Ticker-Symbol: KCO, NASDAQ OTC-Symbol: KLKNF) unter die Lupe.

Ende Mai 2017 hätten die Experten mit Klöckner & Co bei Kursen von über 9.50 Euro auf einen Nachzügler im SDAX hingewiesen. Lange Zeit habe es gedauert, aber nunmehr scheine die Aktie endlich Fahrt aufzunehmen. Aktuell würden die Anteilsscheine bei 10.60 Euro handeln. Die Erholungsbewegung in der Aktie könnte durchaus weitergehen. Für den kommenden Freitag habe Firmenchef Gisbert Rühl zum Capital Markets Day nach Frankfurt eingeladen. Rühl wolle bekanntlich die Stahlindustrie digitalisieren.

Er sehe das Unternehmen als Vorreiter der digitalen Transformation in der Stahlindustrie, und Klöckner & Co habe sich zum Ziel gesetzt, die Liefer- und Leistungskette durchgängig zu digitalisieren. Schon seit mehr als einem Jahr schwadroniere Rühl davon, eine Art Amazon des Stahls zu werden. Rühl werde am Freitag die Digitalisierung des Unternehmens in den Vordergrund stellen. Vollmundig heiße es aus Duisburg, dass der Konzern nicht Teil der Digitalisierungsgeschichte sein, sondern diese selbst schreiben wolle.

Klöckner & Co möchte der führende Player in der digitalisierten Welt der Industrie werden. Über eine eigene Industrieplattform sollten sämtliche Prozesse optimiert werden und den internationalen Stahlhandel entsprechend fördern. Rühl wisse, dass die Industrie vor der digitalen Disruption nicht gefeit sei. Die nächsten Schritte in der Entwicklung werde er den Investoren in allen Besonderheiten entsprechend präsentieren. Investoren seien schon sehr gespannt. Das Management habe durchaus die richtigen Ideen für die Branche. Diese müssten aber auch zügig umgesetzt werden.

Die Experten von "Vorstandswoche.de" haben den Eindruck, dass die Entwicklung doch eher zäh ist und es nicht richtig zügig vorwärtsgeht. Von einem vierköpfigen Vorstand, der 2016 fix 2,3 Mio. Euro kassiert habe und in der Gesamtvergütung aufsummiert, inklusive variabler Vergütung 7 Mio. Euro verdient habe, dürften die Aktionäre schon mehr Action erwarten. Sollte es gelingen, dass die eigene Plattform den Standard setze, dann habe das Unternehmen sehr großes Wachstumspotenzial bei geringem Kapitaleinsatz und guten Margen.

Rühl sollte zudem erläutern, was durch mehr Online und mehr Automatisierung insgesamt an Personalkosten eigentlich genau eingespart werden könne und wie sich dies auf die EBITDA-Marge auswirken werde. Bisher sei der über digitale Kanäle generierte Umsatzanteil auf 15% im 2. Quartal 2017 gesteigert worden. Weiter ausgebaut werden solle das Digitalgeschäft unter anderem über die in Österreich und den Niederlanden neu gelaunchten Onlineshops. Zudem würden die Onlineshops, beginnend in Deutschland, zunächst für komplementäre Produkte von Drittanbietern geöffnet. Das sei eine wichtige Vorstufe für die noch für das laufende Jahr geplante Erstversion einer offenen Industrieplattform unter Einbezug von Wettbewerbern.

Operativ sei das Unternehmen in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres gut unterwegs gewesen. Rühl habe starke Zahlen für das 1. Halbjahr 2017 präsentiert. Das EBITDA habe sich in der Jahreshälfte von 88 Mio. Euro auf 140 Mio. Euro gesteigert. Der Umsatz sei im selben Zeitraum um fast 12% auf 3,2 Mrd. Euro geklettert. Dies entspreche einer EBITDA-Marge von 4,3%. Netto habe der Gewinn im 1. Halbjahr 59 Mio. Euro nach 19 Mio. Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum erreicht. Dies entspreche einem Gewinn je Aktie von 59 Cent. Der Ausblick für Q3 sei aber eher verhalten gewesen. Das EBITDA werde sich aufgrund eines zuletzt weniger günstigen Preisumfelds lediglich noch auf 35 bis 45 Mio. Euro belaufen. Hier hätten die Experten mehr erwartet.

Im Jahr 2016 habe die Gesellschaft ein EBITDA von 196 Mio. Euro und ein Nettoergebnis von 38 Mio. Euro erzielt. Die Experten seien einst von einem EBITDA von über 250 Mio. Euro für 2017 ausgegangen. Das erscheine ihnen aufgrund des 3. Quartals als zu hoch. Rühl selbst prognostiziere für 2017 einen Anstieg um mehr als 10% im Vergleich zum Vorjahr. Das entspreche einem EBITDA von mindestens 215 Mio. Euro. Die Prognose unterstelle, dass der CEO auch ein eher verhaltenes Q4 erwarte, welches somit allenfalls auf dem Niveau des 3. Quartals verharre. Auch dies eher enttäuschend. Sollte das Schlussquartal dennoch versöhnlich verlaufen, dann würden die Experten im Gesamtjahr mit einem EBITDA von mindestens 230 Mio. Euro rechnen. Netto könnten mehr als 70 Mio. Euro verdient werden oder gut 70 Cent je Aktie. Das würde einem KGV von 15 für das Jahr 2017 entsprechen.

Bei Klöckner & Co gebe es neben Licht auch Schatten. Die Strategie der Digitalisierung finden die Experten von "Vorstandswoche.de" gut und sollte von Rühl erläutert werden, wie sich das auf die Margen auswirkt. Die derzeitige EBITDA-Marge sei nicht akzeptabel. Vielleicht wäre es auch sinnvoll, dass das Unternehmen auf Umsatz verzichte, der ohnehin kaum Marge abwerfe. Vergleichbare Unternehmen, die sich viel stärker fokussieren würden, würden mit Margen von bis zu 10% wirtschaften. Davon sei Klöckner & Co weit entfernt. Die Experten würden sich wünschen, dass Unternehmer-Haudegen Friedhelm Loh, der bei der Firma mehr als 25% kontrolliere, mehr Dampf mache. Das würde sich positiv auf den Aktienkurs auswirken.

Nach dem jüngsten Kursanstieg raten die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" bei der Aktie die angelaufenen Gewinne laufen zu lassen. Mutige Trader sollten darauf zocken, dass Rühl am Freitag Investoren von seiner Digitalisierungsstrategie hinter dem Ofen hervorlocke. Das könnte sich möglicherweise für einen Trade lohnen. (Analyse vom 27.09.2017)

Börsenplätze Klöckner & Co-Aktie:

XETRA-Aktienkurs Klöckner & Co-Aktie:
10,62 EUR +1,38% (27.09.2017, 15:57)

Tradegate-Aktienkurs Klöckner & Co-Aktie:
10,626 EUR +1,45% (27.09.2017, 16:07)

ISIN Klöckner & Co-Aktie:
DE000KC01000

WKN Klöckner & Co-Aktie:
KC0100

Ticker-Symbol Klöckner & Co-Aktie:
KCO

NASDAQ OTC Ticker-Symbol Klöckner & Co-Aktie:
KLKNF

Kurzprofil Klöckner & Co SE:

Die Klöckner & Co SE (ISIN: DE000KC01000, WKN: KC0100, Ticker-Symbol: KCO, NASDAQ OTC-Symbol: KLKNF) ist weltweit einer der größten produzentenunabhängigen Stahl- und Metalldistributoren und eines der führenden Stahl-Service-Center-Unternehmen. Über sein Distributions- und Servicenetzwerk von rund 190 Standorten in 13 Ländern bedient der Konzern rund 130.000 Kunden. Neben Unternehmen der Bauindustrie sowie des Maschinen- und Anlagenbaus beliefert Klöckner & Co Kunden aus der Automobil- und Chemieindustrie, dem Schiffsbau sowie aus den Bereichen Haushaltsgeräte, Gebrauchsgüter und Energie. Aktuell beschäftigt Klöckner & Co rund 9.100 Mitarbeiter. Der Konzern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von rund 5,7 Mrd. EUR.

Die Aktien der Klöckner & Co SE sind an der Frankfurter Wertpapierbörse zum Handel im Regulierten Markt mit weiteren Zulassungsfolgepflichten (Prime Standard) zugelassen. Die Klöckner & Co-Aktie ist im SDAX-Index der Deutschen Börse gelistet. (27.09.2017/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
 
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
10,57 € 10,41 € 0,16 € +1,54% 23.10./16:41
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000KC01000 KC0100 13,10 € 8,91 €
Metadaten
Ratingstufe:halten
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
10,581 € +1,94%  16:47
Frankfurt 10,65 € +3,15%  14:15
Stuttgart 10,612 € +2,09%  14:01
Berlin 10,57 € +1,73%  16:38
Düsseldorf 10,335 € +1,57%  08:18
Hamburg 10,34 € +1,57%  08:09
Hannover 10,34 € +1,57%  08:10
Xetra 10,57 € +1,54%  16:40
München 10,395 € +1,41%  08:03
Nasdaq OTC Other 13,00 $ -1,14%  28.09.17
  = Realtime
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