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Keine fiskalische Klippe in der Eurozone




13.10.20 10:45
Postbank Research

Bonn (www.aktiencheck.de) - Die Coronavirus-Krise führt zu starken Bewegungen in den öffentlichen Haushalten, so die Analysten von Postbank Research.

In den vier großen EWU-Staaten werde das Fiskaldefizit 2020 im gewichteten Durchschnitt bei 11,3 Prozent des BIP liegen, im kommenden Jahr werde ein Rückgang auf 6,7 Prozent erwartet. Derartige Ausschläge im Budgetsaldo könnten einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung haben. Näherungsweise könne der Konjunktureffekt anhand des strukturellen Primärsaldos geschätzt werden. In diesem Jahr dürfte dieser im Durchschnitt der vier großen EWU-Länder um etwa fünf Prozentpunkte zurückgehen und damit signifikante positive Wachstumsimpulse generieren. Da viele Fiskalhilfen im kommenden Jahr auslaufen würden und das Budgetdefizit deutlich sinke, steige der Saldo 2021 um 2,3 Prozentpunkte an und könnte somit konjunkturdämpfend wirken. Allerdings dürfte der restriktive Effekt für die Konjunktur nicht ganz so stark ausfallen.

Die private Ersparnis, die im Krisenjahr stark zugenommen habe, sollte tendenziell zurückgehen - die damit verbundene Ausweitung des privaten Konsums stütze die Konjunktur. Zudem dürften die Regierungen bei Bedarf bereit sein, die fiskalischen Hilfen bis weit in das kommende Jahr hinein zu verlängern. Außerdem würden 2021 die ersten Auszahlungen aus dem EU-Wiederaufbaufonds erfolgen; dies wirke den dämpfenden fiskalischen Effekten auf nationaler Ebene entgegen. Eine fiskalische Klippe mit schädlichen Wirkungen für die Konjunktur sollte 2021 somit vermieden werden, was den Euro tendenziell stützen dürfte. (13.10.2020/ac/a/m)





 
 
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