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Kein Sommermärchen 2018




09.07.18 15:12
StarCapital

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die Weltwirtschaft weist zwar weiterhin hohe Wachstumsraten auf, aber die Frühindikatoren deuten global auf eine nachlassende Dynamik hin. Trotz der sieben Zinserhöhungen, die die Notenbank FED bereits vollzogen hat, weist die US-Wirtschaft das stärkste Momentum auf, fasst Dr. Manfred Schlumberger, Leiter des Portfoliomanagements und Vorstand der StarCapital in seinem aktuellen Monatskommentar StarInvest die Marktsituation zusammen.

Einerseits habe die schuldenfinanzierte Steuerreform Trumps das Wachstum angekurbelt und die Unternehmensgewinne auf Zuwachsraten von über 20% getrieben. Andererseits könnten die nachlassende Liquiditätsversorgung, steigende Energiekosten, die Dollarstärke und der Handelsstreit zu einer allmählichen Abschwächung führen. Die hohe Renditedifferenz, die aus dem aufgewerteten US-Dollar resultiere, sehe der erfahrende Portfoliomanager als große Opportunität, für die er mit seinem Team die freiwillige interne Fremdwährungsobergrenze von 10% im Winbonds plus auf 20% erhöht habe. Diese Investments sehe er zugleich als Absicherung gegenüber möglichen weiteren Turbulenzen an den Aktienmärkten.

Anders sehe das Bild in Europa, Japan und den Schwellenländern aus, wo das Wachstumsmomentum bereits merklich nachgelassen habe. Die chinesische Währung Renminbi habe von der Notenbank bereits abgewertet werden müssen und andere Schwellenländer seien gezwungen gewesen, ihre Währungen durch Zinserhöhungen zu stabilisieren. Der Zinsvorsprung dieser Länder gegenüber dem Dollar sei dadurch in den letzten Jahren unattraktiver geworden, Kapitalabflüsse und politische Probleme wie in Brasilien, Argentinien und der Türkei hätten die Problematik verschärft und teilweise zu heftigen Abwertungen geführt, so Schlumberger. Die Angst vor einem internationalen Handelskrieg, der insbesondere die Schwellenländer und Europa treffen würde, käme noch dazu. Die restriktive Geldpolitik in den USA, die nachlassende globale Gewinndynamik und die massiven Kapitalabflüsse aus Europa und den Schwellenländern ließen, so Schlumberger, anhaltende Turbulenzen an den Aktienmärkten erwarten.

Dennoch spüre Schlumberger auf längere Sicht monetären Rückenwind für den europäischen Aktienmarkt. Denn die EZB habe zwar angekündigt, ihr Anleihekaufprogramm auslaufen zu lassen, jedoch würden fällige Renten ersetzt und die Leitzinsen bis Herbst 2019 unverändert belassen.

"Nachdem uns bereits die deutschen Fußballer kein Sommermärchen bescheren konnten, sieht es auch für die Aktienmärkte nicht danach aus", folgere StarCapital-Vorstand Schlumberger. Das Investmentteam der StarCapital habe daher aktuell die Aktienquoten in allen Fonds reduziert und sich auch bei den Einzelwerten defensiver aufgestellt, um gemäß der antizyklischen Anlagephilosophie auf die Opportunitäten der nächsten Wochen und Monate zu warten. "Das Jahr 2018 ist noch nicht vorüber. Wir setzen aufgrund der alles in allem positiven fundamentalen und monetären Situation insbesondere für die Aktienmärkte auf ein unter Performancegesichtspunkten versöhnliches Jahresende", schließe Schlumberger. (09.07.2018/ac/a/m)







 
 
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