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Kolumnist: Holger Steffen

K+S: Entwarnung




02.11.17 09:09
Holger Steffen

K+S hat seine Position mit der neuen Mine in Kanada deutlich verbessert.
Analysten und Anleger schauen aber weiter ängstlich auf die
Branchenentwicklung. Die jüngste Performance wichtiger Konkurrenten
macht Hoffnung. In einer aktuellen Studie bringt Baader die Risiken für
K+S auf den Punkt. Wachsende Produktionskapazitäten stoßen im Kalimarkt
auf eine verhaltene Nachfrage, das könnte die Preise weiter drücken.
Für den Analysten ist die Aktie daher ein Verkauf, das Kursziel taxiert
er auf 20 Euro. Das Szenario ist durchaus nachvollziehbar, zumindest
aktuell ist die Lage aber besser als befürchtet. In jüngster Zeit haben
zwei wichtige Konkurrenten von K+S ihre Resultate bekannt gegeben, und
die sind sehr ordentlich ausgefallen und untermauern eher den Eindruck,
dass sich die Branche langsam fängt.
Die kanadische Potash Corporation hat mit einem bereinigten
Quartalsgewinn von 9 Cent je Aktie zwar die Konsensschätzung von 12 Cent
deutlich verfehlt, dafür lag der bereinigte Umsatz mit 1,06 Mrd.
US-Dollar über den Erwartungen (1,01 Mrd. US-Dollar). Der Konzern hat
daraufhin die für 2017 erwartete Absatzmenge von 9 bis 9,4 Mio. Tonnen
auf 9,1 bis 9,3 Mio. Tonnen eingegrenzt, der bereinigte Gewinn je Aktie
soll nun zwischen 48 und 54 Cents (zuvor: 45 bis 65 Cents liegen).
US-Konkurrent Mosaic konnte hingegen die Konsensgewinnschätzungen in
Höhe von 18 Cents je Aktie mit einem bereinigten Überschuss je Aktie von
43 Cents weit übertreffen, was dem Titel zu einem Kurssprung verholfen hat.

Aber auch die Aktie von Potash konnte sich nach den Zahlen letztlich gut
behaupten und damit die hohen Zuwächse der letzten Monate verteidigen.
Insgesamt vermittelt die Branche damit aktuell ein konstruktives Bild,
trotz aller Risiken könnte die Talsohle langsam durchschritten sein.
Davon sollte auch K+S profitieren. Die Aktie hat zuletzt den im
September erfolgten Ausbruch über den Widerstand bei 20,70 Euro noch
einmal getestet und scheint nach oben abzuprallen. Das wäre ein
wichtiger Schritt für eine nachhaltige Trendwende.


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