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K+S: Chemiebranche im Fokus - Ausblick für 2019 im März deutlich gesenkt - Aktienanalyse




11.06.19 19:00
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - K+S-Aktienanalyse von Analyst Thorsten Strauß von der Nord LB:

Thorsten Strauß, Analyst der Nord LB, rät in einer aktuellen Studie zum Chemiesektor die Aktie des Kali- und Salzherstellers K+S AG (ISIN: DE000KSAG888, WKN: KSAG88, Ticker-Symbol: SDF, Nasdaq OTC-Symbol: KPLUF) zu kaufen.

Nach einem sehr schwachen Schlussquartal 2018 sei das Auftaktquartal 2019 für die deutschen Chemieunternehmen von einer nur geringen Dynamik geprägt gewesen. Nach Angaben des VCI (Verband der Chemischen Industrie) habe sich die Produktion im Vergleich zum Vorquartal um 0,5% (ohne Pharma 1,4%) erhöht und sei damit um 6,0% (ohne Pharma 2,5%) unter dem Wert des entsprechenden Vorjahreszeitraums geblieben. Die Preissetzungsspielräume seien angesichts verhaltener Nachfrage und lediglich leicht steigender Rohstoffkosten eingeschränkt gewesen. Daher seien die Erzeugerpreise geringfügig um -0,3% qoq zurückgegangen, im Vorjahresvergleich hätten sie um 1,6% zugelegt. Insgesamt habe sich daraus ein Umsatzvolumen von EUR 48,3 Mrd., -1,1% qoq, -3,8% yoy ergeben.

Während die Erlöse im Inland mit EUR 17,6 Mrd. (-2,6% qoq, -3,0% yoy) weiter gesunken seien und sich darin die hinter den Erwartungen zurückgebliebene Autoproduktion sowie die rückläufige Produktion in einigen anderen chemieintensiven Industriebranchen widergespiegelt habe, hätten die Auslandsumsätze mit EUR 30,7 Mrd. im Vergleich zum Vorquartal knapp gehalten werden können (-0,2%). Gegenüber dem Auftaktquartal 2018 seien die Auslandserlöse um 4,1% rückläufig gewesen. Nach einer Verbesserung auf 84,1% (Q1 2018: 83,1%) bewege sich die Kapazitätsauslastung im Bereich der Normalniveaus. Die Beschäftigung sei mit 462.500 Mitarbeitern nahezu unverändert geblieben, womit der kontinuierliche Beschäftigungsaufbau des Vorjahres zum Stillstand gekommen sei.

Die Mitte März deutlich gekappten Prognosen des VCI für das Gesamtjahr 2019 hätten unverändert Bestand. Danach werde mit einem Produktionsrückgang um 3,5% gerechnet, nachdem ursprünglich ein Anstieg um 1,5% erwartet worden sei. Der deutliche Rückgang beruhe aber teilweise auf einem Sondereffekt im Pharmabereich, ohne den die Chemieproduktion voraussichtlich stagnieren werde. Bei einem gleichzeitig unterstellten Anstieg der Erzeugerpreise um 1,0% dürfte der Branchenumsatz um 2,5% auf knapp EUR 198 Mrd. sinken. Angesichts der zahlreichen geopolitischen Risiken (Andauern der Hängepartie beim Brexit, Spannungen innerhalb der EU insbesondere zwischen Italien und den anderen Staaten bzw. der Kommission, internationale Handelskonflikte/aggressive Handelspolitik von US-Präsident Trump) sei der Ausblick aber mit erheblichen Unwägbarkeiten verbunden. Andererseits sollten sich Sonderbelastungen des Vorjahres, wie Einschränkungen der Automobilproduktion als Folge der WLTP-Problematik oder logistische Herausforderungen im Zusammenhang mit dem extremen Rhein-Niedrigwasser, nicht wiederholen.

Im Rahmen der Berichtssaison der börsennotierten Chemieunternehmen für das erste Quartal 2019 seien größere Überraschungen ausgeblieben. Auf der Basis überwiegend solider Quartalszahlen hätten die meisten Aktiengesellschaften ihre Ausblicke für das Gesamtjahr bestätigt. Diese würden sich aber in der Regel nicht gravierend von der zurückhaltenden Einschätzung des VCI unterscheiden. Immerhin habe sich der europäische Branchenindex STOXX EUROPE 600 CHEMICALS seit Jahresbeginn von den im vierten Quartal 2018 erlittenen Verlusten nahezu vollständig wieder erholen können. Dabei entwickle sich der Index seit Monaten mehr oder weniger parallel zum Gesamtmarkt.

Mit Blick auf das schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld und die zahlreichen bestehenden geopolitischen Risiken dürfte das Erreichen der Gesamtjahresprognosen für 2019 sowohl des Chemieverbands als auch der überwiegenden Zahl der börsennotierten Unternehmen kein Selbstläufer werden, zumal dabei stark auf eine Konjunkturerholung in der zweiten Jahreshälfte gesetzt werde. Diese sei aber derzeit noch nicht erkennbar. Zwar sei aktuell keine generelle Überbewertung der Branche festzustellen, und attraktive Dividendenrenditen einzelner Aktiengesellschaften würden einen gewissen Puffer für Kursrückschläge darstellen. Dennoch würden die Kurse anfällig für Korrekturen bleiben, und eine nachhaltige Aufwärtstendenz bedürfte einer stärkeren konjunkturellen Dynamik. An seinem neutralen Sektor-Rating halte der Analyst daher fest.

Thorsten Strauß, Analyst der Nord LB, bewertet die K+S-Aktie mit dem Votum "kaufen". Das Kursziel laute EUR 21. (Analyse vom 11.06.2019)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Offenlegung möglicher Interessenkonflikte bei der NORD/LB nach § 85 Abs. 1 WpHG i.V.m. Art. 20 der MAR sowie Artikel 5 und 6 der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958 der Kommission vom 9. März 2016 bei der "K+S AG": Keine vorhanden.

Börsenplätze K+S-Aktie:

XETRA-Aktienkurs K+S-Aktie:
16,07 EUR +1,68% (11.06.2019, 14:30)

Tradegate-Aktienkurs K+S-Aktie:
16,105 EUR +1,93% (11.06.2019, 14:36)

ISIN K+S-Aktie:
DE000KSAG888

WKN K+S-Aktie:
KSAG88

Ticker-Symbol K+S-Aktie:
SDF

Nasdaq OTC-Ticker-Symbol:
KPLUF

Eurex Optionskürzel K+S-Aktienoption:
SDF

Kurzprofil K+S AG:

K+S (ISIN: DE000KSAG888, WKN: KSAG88, Ticker-Symbol: SDF, Nasdaq OTC-Symbol: KPLUF) versteht sich als ein auf den Kunden fokussierter, eigenständiger Anbieter von mineralischen Produkten für die Bereiche Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden und will das EBITDA bis 2030 auf 3 Mrd. Euro steigern. Die rund 15.000 Mitarbeiter der K+S AG helfen Landwirten bei der Sicherung der Welternährung, bieten Lösungen, die Industrien am Laufen halten, bereichern das tägliche Leben der Konsumenten und sorgen für Sicherheit im Winter. Die stetig steigende Nachfrage nach mineralischen Produkten bedient K+S aus Produktionsstätten in Europa, Nord- und Südamerika sowie einem weltweiten Vertriebsnetz. Die K+S AG strebt nach Nachhaltigkeit, denn man bekennt sich zu seiner Verantwortung gegenüber Menschen, der Umwelt, den Gemeinden und der Wirtschaft in den Regionen, in denen man tätig ist. Erfahren Sie mehr über K+S unter www.k-plus-s.com (11.06.2019/ac/a/d)







 
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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000KSAG888 KSAG88 23,65 € 14,61 €
Metadaten
Ratingstufe:kaufen
Kurs:15.93
Kursziel:21 - 0
Kursziel Einheit:EUR - Euro
KGV:13,8
Analysten:Herr Thorsten Strauß
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
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Düsseldorf 15,96 € +0,63%  14.06.19
Xetra 15,965 € +0,57%  14.06.19
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Hannover 15,805 € +0,35%  14.06.19
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