Jungheinrich: Europa bleibt auf absehbare Zeit unser Kernmarkt


01.02.12 12:02
aktiencheck.de EXKLUSIV

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Die Jungheinrich AG (ISIN DE0006219934 / WKN 621993) mit Sitz in Hamburg gehört zu den international führenden Unternehmen in der Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik. In diesen Segmenten rangiert das Unternehmen weltweit auf Platz drei, in Europa auf dem zweiten Platz. Das Produktangebot besteht aus Gabelstaplern, Regalsystemen und Dienstleistungen rund um die Lagerlogistik. Die Dienstleistungen umfassen die Vermietung und Absatzfinanzierung der Produkte, Wartung und Reparatur von Geräten, Aufarbeitung und Verkauf von Gebrauchtgeräten.

Das Unternehmen ist weltweit in 31 konzerneigenen Vertriebs- und Servicegesellschaften vertreten. Außerdem ist Jungheinrich über Händler, vor allem in den Überseemärkten, präsent. Der Konzern ist insgesamt in rund 100 Ländern aktiv.

aktiencheck.de EXKLUSIV führte ein kurzes Interview mit Herrn Hans-Georg Frey, dem Vorstandsvorsitzenden der Jungheinrich AG.

aktiencheck.de EXKLUSIV: Über 90% Ihrer Umsätze werden zurzeit zwar in Europa erzielt, doch Sie wollen demnächst auch in Asien und Lateinamerika stärker expandieren. Vor allem in Asien und Südamerika wachsen Sie sehr robust, was das zuletzt etwas schwächere Geschäft im Kernmarkt Europa - hier v.a. aufgrund der teilweise deutlichen Konjunkturabkühlung infolge der Staatschuldenkrise - bisher ziemlich gut kompensieren konnte. Sehen Sie mittel- und langfristig die größten Wachstumsimpulse für Ihre Gesellschaft aus den Schwellenländern kommend? Welche Länder stechen hier mit einer besonders erfreulichen Geschäftsentwicklung heraus?

Jungheinrich: Europa bleibt auf absehbare Zeit der Kernmarkt von Jungheinrich, allerdings mit sehr unterschiedlichen Wachstumsraten. So hat sich Osteuropa, insbesondere Russland im letzten Jahr ausgezeichnet entwickelt. Große Wachstumschancen sehen wir ebenfalls im asiatischen Raum, insbesondere in China und in Südamerika, dort insbesondere in Brasilien. Langfristig dürfte auch Indien für uns eine größere Rolle spielen.

aktiencheck.de EXKLUSIV: Ihr Unternehmen ist aus der letzten Krise in 2009 gestärkt hervorgegangen. Jungheinrich hat die Konzernrestrukturierung konsequent durchgeführt und ist nun kostenseitig deutlich besser aufgestellt als noch vor ein paar Jahren. Wollen Sie die aktuelle zweite Welle der Finanzkrise, also die Staatschuldenkrise, zu weiteren Rationalisierungsmaßnahmen in Ihrem Konzern nutzen? Welche Ziele würden Sie dabei in erster Linie verfolgen?

Jungheinrich: Für das Jahr 2012 rechnen wir mit deutlich geringeren Wachstumsraten - also einer Seitwärtsbewegung mit Wachstumschancen. Aber selbst im Falle eines Markteinbruchs und einer folgenden Krise wären wir heute viel flexibler aufgestellt.

aktiencheck.de EXKLUSIV: Sie gehören auch zu den Vorzeigeunternehmen unter den deutschen Maschinenbauern. Die Jungheinrich AG wird von den Marktbeobachtern vor allem für ihre hohe Managementqualität geschätzt. Sie halten auch immer das, was sie versprechen und das schon seit Jahren, Wirtschaftskrise hin oder her. Ihre Bilanz ist sehr solide, Ihr Geschäftsmodell auch relativ krisenresistent und die Marke Jungheinrich gehört inzwischen zu den festen Größen auf dem internationalen Markt. Was ist das Rezept Ihres Erfolgs?

Jungheinrich: Jungheinrich hat auch als Aktiengesellschaft weiter das Werteverständnis eines familiengeführten Unternehmens: Wir sind eine unabhängige Gesellschaft mit einer langfristigen Strategie, auf organisches Wachstum ausgerichtet und grundsolide finanziert.

aktiencheck.de EXKLUSIV bedankt sich für dieses Interview und wünscht der Jungheinrich AG weiterhin viel geschäftlichen Erfolg. (01.02.2012/ac/e/i)






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