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Japan: Tankan - Fast nicht mehr zu (s)toppen




02.10.17 10:01
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Heute früh wurden neue Zahlen zum wichtigsten japanischen Konjunkturindikator, dem Tankan, veröffentlicht, so die Analysten der Nord LB.

Dieser sei nach einem Anstieg um 5 Punkte auf nunmehr 22 Indexzähler erheblich besser ausgefallen, als von den Analysten und dem Analystenkonsens erwartet. Der Tankan befinde sich damit auf einem Zehn-Jahreshoch. Auch die Ausblickskomponente habe mit 4 Punkten deutlich zugelegt.

Die Analysten hätten mit einem schlechteren Ergebnis gerechnet, da in den Befragungszeitraum die nordkoreanischen Provokationen gelaufen seien. Die verbalen und non-verbalen Geplänkel zwischen Kim Jong-un und Donald Trump scheinen jedoch derzeit ausgeblendet zu sein, so die Analysten der Nord LB. Ein weiterer Grund für die vorsichtige Annahme sei gewesen, dass die Konjunkturdaten des Juli wenig überzeugt hätten, auch wenn sich der August nun wieder als ein positiver Monat herausstelle.

Zum aktuellen Anstieg hätten insbesondere exportorientierte Sektoren beigetragen. Die letzten Außenhandelsdaten mit zweistelligen Wachstumsraten dürften zur Stimmungsaufhellung beigetragen haben. Aber auch in anderen Sektoren habe es positive Rückmeldungen gegeben, insofern könne man schon festhalten, dass der Aufschwung breit aufgestellt sei. Die Daten der Dienstleister würden allerdings andeuten, dass der Binnenkonsum nicht mehr ganz so viel Schwung habe.

Ein Wermutstropfen sei sicherlich auch, dass die Investitionsausgaben der Unternehmen etwas unter den Erwartungen gelegen hätten.

Insgesamt könne man festhalten, dass es der japanischen Wirtschaft blendend zu gehen scheine. Auch im dritten Quartal deute sich an, dass die Wachstumsstory erhalten bleibe.

Zu den politischen Unwägbarkeiten würden nun auch die von Shinzo Abe anberaumten Neuwahlen zählen. Der Premierminister möchte dabei die nach einigen Skandalen wieder etwas besseren Umfragewerte nutzen. Die nordkoreanischen Provokationen dürften ihm politisch auch in die Karten spielen, strebe er doch nach wie vor den Abschied vom Pazifismus an. Im Gegensatz zu Großbritannien dürfte das Kalkül der Neuwahlen auch aufgehen, da sich die Opposition noch nicht so recht sortiert habe und auch das im gleichen Atemzug lancierte Konjunkturprogramm werde möglicherweise dem Abstimmungsergebnis auf die Sprünge helfen.

Während die Aktienmärkte kaum auf die Veröffentlichung reagiert hätten, habe der Tankan leichte Spuren am Wechselkurs hinterlassen: Der Preis des US-Dollar sei um mehr als 0,30 Ye gestiegen.

Der Tankan lege mit plus fünf Punkten deutlich stärker zu, als erwartet und markiere mit 22 Indexzählern den höchsten Stand seit zehn Jahren. Der japanischen Wirtschaft gehe es blendend. Am aktuellen Rand würden insbesondere die exportorientierten Sektoren zur Stimmungsaufhellung beitragen. Die nordkoreanischen Provokationen hätten kaum Spuren hinterlassen, dürften aber im Wahlkampf für die überraschend angekündigten Neuwahlen durchaus eine Rolle spielen. (02.10.2017/ac/a/m)






 
 
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