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Kolumnist: Redaktion boerse-frankfurt.de

Jahresausblick: „Pferde zu wechseln macht wenig Sinn“




28.12.20 12:47
Redaktion boerse-frankfurt.de

In der Kurserholung von über 60 Prozent seit dem Tief vom März steckt viel Hoffnung auf die Zukunft. Die meisten Analysten rechnen für das neue Jahr aber mit noch mehr Kursgewinnen und raten weiter zu Aktien.



28. Dezember 2020. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Doch noch ein Brexit-Abkommen, doch noch das 900 Milliarden US-Dollar schwere Corona-Hilfspaket in den USA und außerdem der Impfstart in der EU: Die letzten Handelstage im alten Jahr verheißen viel Gutes. Der DAX steht am Montagmorgen nach Weihnachten bei über 13.800 Punkten und markiert damit ein neues Allzeithoch. Das bisherige Allzeithoch lag bei 13.796,80 Zählern im Februar. 


Was das neue Jahr angeht, überwiegt bei Analysten bei weitem die Zuversicht. Wichtigste Argumente sind die Impfstoffe und die weltweiten Stützungsmaßnahmen durch Regierungen und Geldpolitik, die nach dem düsteren Corona-Jahr 2020 auf eine Erholung hoffen lassen. Chris-Oliver Schickentanz von der Commerzbank rechnet angesichts dessen mit sukzessiven Aufhebungen der Lockdown-Maßnahmen, die Konjunktur werde an Tritt gewinnen. „Damit bestehen wieder klar verbesserte Ertragsperspektiven für die Unternehmen.“ Diese Vision werde auch im Jahresausklang das Leitmotiv bilden und für ein Anhalten der freundlichen Stimmung mit Aufholung der zyklischen Sektoren sorgen.


„Abgabebereitschaft wird sich in Grenzen halten“


Markus Reinwand von der Helaba hält die rekordverdächtige Erholung nach dem Corona-Crash im März für beachtlich angesichts der enormen Herausforderungen für Wirtschaft und Gesellschaft. „Viel Positives ist an den Aktienmärkten inzwischen eingepreist“, meint der Analyst. Anleger hätten in den vergangenen Monaten ihre Portfolios bereits deutlich offensiver ausgerichtet. Normalerweise spräche dies im Sinne der Kontraindikation kurzfristig für eine Korrektur oder zumindest eine Konsolidierung. Diesmal könne sich die Abgabebereitschaft aber in Grenzen halten. Schließlich werde die Konjunktur nach einer zwischenzeitlichen Verlangsamung 2021 aller Voraussicht nach wieder deutlich an Dynamik gewinnen. „Daher macht es aus Anlegersicht wohl wenig Sinn, die Pferde zu wechseln.“


Markus Reinwand

Reinwand


Erst Kursgewinne für Corona-Verlierer, langfristig aber für Tech-Werte 


Wie Jens Herdack von der Weberbank bemerkt, werden die Renditen sowohl von Staatsanleihen als auch von Unternehmensanleihen 2021 extrem niedrig oder negativ bleiben. „Reale Werte, wie zum Beispiel Aktien oder Immobilien, werden weiter deutliche Teile der Liquidität am Markt aufnehmen und im Wert steigen“, erklärt der Portfoliomanager. Mit der Aussicht auf ein Überwinden der Corona-Krise würden zunächst gerade auch die Hauptverlierer der Lockdowns Kursgewinne verzeichnen können. 


Langfristig würden sich aber diejenigen Unternehmen durchsetzen, die zu den Anführern des disruptiven Wandels hin zu Onlinehandel und Technologie gehörten. „Durch die niedrigen Basiswerte, mit denen die Gewinnerwartungen 2021 verglichen werden, sollten die Unternehmen optisch sehr hohe Gewinnwachstumsraten ausweisen können und damit die Investoren zu weiteren Investitionen verleiten.“ 


„Edelmetalle und Kryptowährungen bleiben gefragt“


Auch nach Ansicht von Carsten Mumm von Donner & Reuschel haben Aktien in einem Umfeld immer tieferer Realzinsen weiteres Kurspotenzial. Allerdings habe die Wahrscheinlichkeit zwischenzeitlicher Rückschläge aufgrund teilweise ambitionierter Gewinnerwartungen und durch zeitliche Verzögerungen beim anstehenden Konjunkturaufschwung weiter zugenommen. „Sobald sich der Konjunkturhimmel deutlich aufhellt, sind zyklische und exportorientierte Branchen wie Fahrzeug-, Maschinen- und Anlagenbau oder Chemie sowie Schwellenländeraktien im Vorteil“, meint der Chefvolkswirt. Doch auch die Kurse vieler Technologieunternehmen würden durch den Megatrend Digitalisierung weiter unterstützt. „In Zeiten strukturell negativer Realzinsen und explodierender Staatsschulden bleiben zudem Edelmetalle und auch Kryptowährungen gefragt.“


„Wegen immer tieferer Realzinsen weiteres Kurspotenzial“


Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten


Montag, 28. Dezember bis Mittwoch, 30. Dezember


Keine relevanten Daten


Donnerstag, 31. Dezember


Silvester: An der Börse Frankfurt findet kein Handel statt. 


2.00 Uhr. China: Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe Dezember. Die chinesische Wirtschaft präsentiert sich weiter in guter Verfassung, erklärt die DekaBank. Der offizielle Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe spiegle die gute Entwicklung mit Werten deutlich über der 50-Punkte-Marke wider. Im Dezember habe sich das Bild wohl nicht viel geändert, die Analysten erwarten einen leichten Rückgang auf 51,9 Punkte. 


24.00 Uhr. Großbritannien/EU: Mit dem Ende der Brexit-Übergangsphase um 24 Uhr MEZ scheidet Großbritannien aus der EU aus. 


Freitag, 1. Januar


Neujahr. An der Börse Frankfurt findet kein Handel statt. 


Von: Anna-Maria Borse 28. Dezember 2020, © Deutsche Börse AG




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