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Investoren unterschätzen Kraft der wirtschaftlichen Fundamentaldaten




24.11.21 17:00
UBS Asset Management

Frankfurt am Main (www.aktiencheck.de) - Die Märkte für kurzfristige Zinsen senden ein klares Signal: Die Straffung der globalen Geldpolitik steht unmittelbar bevor, so die Experten von UBS Asset Management.

Der erwartete durchschnittliche Zins auf Ein-Jahres-Sicht habe sich im vergangenen Monat auf rund ein Prozent verdoppelt. Damit lägen die Erwartungen sogar über dem Vorkrisenniveau. Gleichzeitig seien die Märkte pessimistisch, wie stark die Notenbanken in diesem Zyklus überhaupt straffen könnten. Der derzeit erwartete Höchstzinssatz liege 50 Basispunkte unter der Marke des vergangenen Zyklus.

"Dies beinhaltet einen allgemein pessimistischen mittelfristigen Ausblick für das Wirtschaftswachstum. UBS Asset Management blickt hier positiver in die Zukunft", sage Evan Brown, Head of Multi-Asset Strategy bei UBS Asset Management. Seiner Meinung nach würden Investoren die Kraft der wirtschaftlichen Fundamentaldaten unterschätzen. Einkommen würden steigen, Haushalts- und Unternehmensbilanzen seien solide und die robusten Investitionen würden durch die aktuellen Angebotsengpässe weiter angetrieben. Diese Kombination sollte im nächsten Jahr dazu führen, dass das bislang durch den öffentlichen Sektor dominierte Wachstum in ein vom privaten Sektor dominiertes Wachstum übergehe.

Globale Investitionen für Anleger gerade jetzt wichtig

"Wir sehen langfristig Anhaltspunkte, dass Covid-Impfungen mit der Zeit eine Mobilität auf dem Vor-Pandemie-Niveau ermöglichen. Weitere Infektionswellen sollten hoffentlich nur begrenzte Auswirkungen auf die wirtschaftliche Aktivität haben", so Brown.

Beate Meyer, Head of Wholesale, UBS Asset Management Deutschland, ergänze: "Aktuell haben wir im deutschsprachigen Raum ein anderes Szenario. Im internationalen Ländervergleich hinkt Deutschland mit der Impfquote hinterher, in Österreich herrscht der vierte Lockdown. Eine unerfreuliche Entwicklung und trotzdem gehen wir davon aus, dass die politischen Maßnahmen greifen und der Impfdruck steigen werden, so dass sich die Märkte mittelfristig wieder auf das Vorjahresniveau erholen können. Aktuell ist es aber umso wichtiger, dass sich Investoren global aufstellen, um die Risikokorrelation ihrer Anlagen zu verkleinern. Viele internationale Unternehmen verfügen über sehr gute Fundamentaldaten - hier lohnt es sich, genauer hinzusehen."

Zykliker würden von starkem Wirtschaftswachstum profitieren

Wenn der Markt mit seiner Aussicht auf langfristig niedriges Wachstum recht habe, würde dies für eine Welt mit deutlich sinkendem Nachfragewachstum sprechen. Solange das Wachstum sich nicht zu sehr verlangsame, wäre ein solches Umfeld immer noch positiv für Risiko-Assets, da die niedrigen Zinsen die hohen Bewertungen stützen würden. Wachstumsaktien und US-Aktien wären wohl die größten Profiteure.

"Wir hingegen sehen sehr starke Anzeichen, dass Wachstum und Inflation in diesem Zyklus höher steigen als es in den Märkten eingepreist ist, insbesondere in den langfristigen realen Zinsen. Wir denken, die sehr robuste wirtschaftliche Expansion wird zu einer Outperformance der zyklischen Sektoren führen wie Finanzen und Energie. Regional sollten sich die Aktienmärkte in Europa und Japan überdurchschnittlich entwickeln."(24.11.2021/ac/a/m)







 
 
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