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Internationale Konjunkturdaten Wochenvorschau: Produktion im produzierenden Gewerbe in Deutschland dürfte sinken




01.04.21 13:20
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Euroland: In die Waagschale "Bangen" werden neue Gewichte gelegt, so die Analysten der DekaBank.

Das exponentielle Wachstum der Infektionen, die ungeordnete Corona-Politik und fehlender Impfstoff würden auf den Erwartungen der Finanzmarktanalysten lasten. Hinzu komme die Sorge vor einer zu hohen Inflation. Diese resultiere zwar u.a. aus der starken Weltkonjunktur, doch durch die Havarie im Suezkanal könnte vorübergehend zusätzlicher Preisdruck kommen. Auf der anderen Seite werde auch die Waagschale "Hoffnung" schwerer, weil Lockerungen des Lockdowns - wie in Deutschland - im März die Konjunktur angeheizt haben dürften. Unterm Strich stehe aber für Euroland eine leichte Verbesserung des Sentix-Konjunkturindex im April.

China: Der Einbruch des Ölpreises und sinkende Schweinepreise hätten im März 2020 in China zu einem ungewöhnlich starken Rückgang der Verbraucherpreise im Monatsvergleich geführt. Dies habe im laufenden Jahr einen Basiseffekt zur Folge, der sich in einem Anstieg der Inflationsrate (von -0,2%) auf 0,6% niedergeschlagen haben dürfte. Ähnlich starke Basiseffekte würden auch im April und Mai wirksam, wodurch die Inflationsrate weiter in Richtung 2% steigen dürfte. Das Inflationsziel für 2021, das als Obergrenze zu verstehen sei, liege bei 3%. Daher könnten Regierung und Zentralbank ihre eher lockere Geld- und Fiskalpolitik fortsetzen, um den Wirtschaftsaufschwung weiter zu stützen.

Deutschland: Auf die schwache Produktion im Januar folge kein Rückprall. Die Industrieproduktion sollte, wenn sie dem Maut-Fahrtleistungsindex, dem Transportindex oder den Umsatzsteuervoranmeldungen folge, abermals zurückgehen. Auch für die Energieproduktion deute die Stromerzeugung im Februar nicht auf eine Erholung hin. Allein die Bauproduktion könnte aufgrund eines technischen Rückpralls nach dem desaströsen Vormonat nun zulegen. Doch die winterliche Witterung dürfte auch hier eine starke Aufwärtsbewegung verhindern; viele Unternehmen hätten von witterungsbedingten Produktionsbehinderungen berichtet. Damit dürfte die Produktion im produzierenden Gewerbe in Deutschland im Februar abermals sinken, ganz im Gegensatz zu der vollmundigen Ankündigung in den Unternehmensumfragen. (01.04.2021/ac/a/m)





 
 
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