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Internationale Konjunkturdaten: Wochenvorschau




08.10.21 13:50
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Es hagelt derzeit negative Nachrichten, so die Analysten der DekaBank.

Gas-, Öl- und Verbraucherpreise würden steigen, Aktienkurse würden sinken und Konjunkturprognosen würden nach unten revidiert. Ein Großteil der Ursachen sei bei den Liefer- und Transportengpässen zu suchen, welche die produzierenden Unternehmen massiv behindern würden. Sie würden u.a. dazu führen, dass die Konjunkturindikatoren inzwischen mehrheitlich enttäuschen würden. Letztes und durchaus markantes Beispiel seien die deutschen Produktionsdaten vom August. Während die ZEW-Konjunkturerwartungen schon seit Längerem auf einem Abwärtstrend seien, den sie im Oktober fortsetzen würden, beginne nun die Lageeinschätzung erstmals nach sieben Anstiegen zu sinken.

Die Unsicherheit über die kurzfristige Entwicklung der US-Verbraucherpreise sei weiterhin hoch. Klar sei, dass die Energiepreise im September gegenüber dem Vormonat angestiegen sein sollten. Auch im Bereich der Nahrungsmittel sei erneut mit einem Preisschub zu rechnen. Bislang sei die Mietpreisentwicklung relativ unauffällig gewesen. Allerdings gebe es Berichte, dass im Bereich der Neumieten auffällige Preisanstiege stattfinden würden. Es sei jedoch vollkommen unklar, ob und wann sich diese Zuwächse auch bei den tatsächlichen sowie bei den kalkulatorischen Mieten niederschlagen würden. Für den mittelfristigen Inflationsausblick wären diesbezügliche Anstiege von großer Bedeutung. Zu guter Letzt könnten auch die transitorischen Preiseffekte zu Überraschungen führen.

Die FED habe bei ihrem Zinsentscheid im September einen deutlichen Schwenk hinsichtlich ihres weiteren geldpolitischen Ausblicks vollzogen. Dieser deute nun eine weniger expansive Geldpolitik in den kommenden Jahren an. Hierbei hätten vermutlich weder die Entwicklung am Arbeitsmarkt noch die überraschend starken Preisanstiege der vergangenen Monate eine entscheidende Rolle gespielt. Wichtiger sei aus Sicht der Analysten, dass die mittelfristigen Inflationsrisiken ansteigen würden. Hierzu gebe es zwei Aspekte: Die Mietpreisentwicklung und die Inflationserwartungen. Seit Herbst vergangenen Jahres habe die FED mit den "Common Inflation Expectations" einen neuen Inflationserwartungsindikator konstruiert. Nach Berechnungen der Analysten dürfte dieser Indikator im dritten Quartal weiter angestiegen sein. (08.10.2021/ac/a/m)





 
 
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