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Internationale Konjunkturdaten: Vorschau für die kommende Woche




05.03.21 16:05
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die Stimmung im deutschen Produzierenden Gewerbe ist blenden, doch die Januar-Produktionsdaten werden dies nicht widerspiegeln, so die Analysten der DekaBank.

Neben den Belastungen durch Corona - hier vor allem die Grenzschließungen - würden sich Lieferprobleme, der Brexit und die Mehrwertsteuererhöhung negativ bemerkbar machen. So würden die Rückgänge des Transportindex und der Mautdaten die Grenzschließungen widerspiegeln, der Einbruch der Automobilproduktion, die Mehrwertsteuererhöhung und der Rückgang der Ausfuhr in das Vereinigte Königreich den Brexit. Hinzu komme eine rückläufige Stromproduktion, der seinen Schatten auf die Energieerzeugung werfe. Die Analysten würden daher einen spürbaren Rückgang der Produktion erwarten.

Die Inflationsrate der US-Verbraucherpreise könnte im Februar letztmalig unterhalb der Zielmarke der FED von 2% liegen. Denn im Folgemonat sorge eine Kombination aus höheren Energiepreisen sowie günstigen Basiseffekten für einen Sprung oberhalb dieser Marke. Die Analysten hätten kürzlich deutliche Korrekturen an ihrem weiteren, aber zeitnahen Inflationsausblick nach oben vorgenommen. Auch hier hätten Energiepreise (aber nicht nur) eine Rolle gespielt. Insgesamt seien es eher kurzfristig wirkende Einflussfaktoren, gleichwohl würden derzeit auch die mittelfristigen Inflationsrisiken zunehmen. Sowohl Umfragewerte als auch die an den Kapitalmärkten gehandelten Inflationserwartungen würden stark ansteigen. Diese höheren Erwartungen könnten letztlich selbsterfüllend werden.

Diese EZB-Ratssitzung finde unter dem Eindruck weltweit ansteigender Renditen langlaufender Staatsanleihen statt. Denn diese Entwicklung stehe zunehmend im Widerspruch zur Ankündigung der EZB, die wirtschaftliche Erholung für ausreichend lange Zeit mit günstigen Finanzierungsbedingungen zu unterstützen. Auf der Pressekonferenz dürfte Präsidentin Lagarde versuchen, den Erwartungen über die zukünftige Geldpolitik mehr Orientierung zu geben. Dazu sollte sie etwas genauer darauf eingehen, was die EZB unter günstigen Finanzierungsbedingungen verstehe. Zudem dürfte sie anhand der neuen makroökonomischen Projektionen darlegen, dass nicht mit einem raschen geldpolitischen Ausstieg zu rechnen sei. Konkrete Maßnahmen würden die Analysten jedoch nicht erwarten. (05.03.2021/ac/a/m)





 
 
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