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Internationale Konjunkturdaten: Vorschau für die kommende Woche




11.09.20 14:03
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die Stimmung der Finanzmarktanalysten ist geprägt durch eine äußerst vorsichtige Einschätzung der Gegenwart und viel Zuversicht für die Zukunft, so die Analysten der DekaBank.

In keinem Land hätten aber die ZEW-Lagebeurteilung und die ZEW-Konjunkturerwartungen so hoch wie in Deutschland gelegen. Angesichts der sich immer mehr abzeichnenden starken Konjunktur im dritten Quartal sollte sich die zurückhaltende Beurteilung der Gegenwart in der ZEW-Umfrage im September verbessern. Die Konjunkturerwartungen würden sich im Spannungsfeld nach oben revidierter Konjunkturprognosen und einer deutlichen Marktkorrektur bewegen. Unterm Strich sollten sie einen kleinen Schritt nach oben tun.

Der FED Zinsentscheid stehe unter dem Vorzeichen der neuen Strategie: Zusammen mit dem jährlich geldpolitischen Symposium in Jackson Hole habe die US-Notenbank FED bekannt gegeben, dass zukünftig die gewünschte Inflationsrate von 2% im Durchschnitt über eine Periode erreicht werden solle. Phasen mit einer zu geringen Inflationsrate würden durch Phasen mit einer höheren Inflationsrate ausgeglichen werden. Der nun anstehende Zinsentscheid dürfte nur wenige Änderungen im Statement enthalten. Insbesondere die bisherige Forward Guidance aber auch die Aussagen zur weiteren Anleihekäufen dürften unverändert bleiben. Spannender sei jedoch die Aktualisierung der Projektionen. Erstmals würden nun auch für 2023 Werte angegeben. Vermutlich würden die FOMC-Mitglieder auch für diesen Zeitraum keine Leitzinserhöhungen andeuten.

Im August habe die Bank of England (BoE) mit ihren Prognosen signalisiert, dass sie derzeit keinen Bedarf sehe, ihren Leitzins zu ändern. Die Inflation dürfte beim aktuellen Leitzinsniveau von 0,10% in drei Jahren das Inflationsziel von 2% erreichen. Negativzinsen wolle die BoE zwar als Bestandteil ihres Instrumentenkastens laufend prüfen. Kurzfristig allerdings seien sie keine Option. Der Zinsentscheid im September dürfte kaum Neues bringen. Wertpapierkäufe und Forward Guidance für die Erwartung noch lange niedriger Zinsen würden vorerst die bevorzugten Instrumente der BoE bleiben. Der Brexit zum 1. Januar, ob mit oder ohne Deal, lasse weitere expansive Schritten gegen Jahresende erwarten, vor allem die Ankündigung weiterer Wertpapierkäufe. (11.09.2020/ac/a/m)





 
 
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