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Internationale Konjunkturdaten: Highlights der kommenden Woche




13.04.18 16:49
Postbank Research

Bonn (www.aktiencheck.de) - Zahlreiche Stimmungsindikatoren hatten um den Jahreswechsel herum Hochpunkte erreicht, um anschließend den Rückwärtsgang einzulegen, so die Analysten von Postbank Research.

Insbesondere habe dies auch den Index der ZEW-Konjunkturerwartungen (Di., 17.04., 11:00 Uhr) für Deutschland betroffen, der alleine im März um 12,7 auf 5,1 Punkte und damit auf den niedrigsten Stand seit anderthalb Jahren gefallen sei. Dies allein sei aber noch nicht besorgniserregend. Der ZEW-Erwartungsindex sei nämlich viel schwankungsanfälliger als andere Sentimentindikatoren, da die Urteile der befragten Finanzmarktanalysten stark vom aktuellen Marktgeschehen sowie von Entwicklungen auf der geopolitischen Bühne beeinflusst würden. Was den Analysten dort präsentiert worden sei, dürfte sie auch im April nicht gerade zu Standing Ovations hingerissen haben. Die drohende Eskalation im Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie das Säbelrasseln im Syrien-Krieg dürften der Zuversicht eher einen weiteren Dämpfer verpasst haben. Hinzu kämen die zuletzt schwachen Konjunkturdaten aus Deutschland, auch wenn diese durch Sonderfaktoren nach unten verzerrt sein dürften. In der Summe würden die Analysten von Postbank Research davon ausgehen, dass der ZEW-Erwartungsindex im April weiter auf 1,0 Punkte sinke.

Anders als beim ZEW-Index seien die Schwankungen beim EWU-Verbrauchervertrauen (Fr., 20.04., 16:00 Uhr) sehr überschaubar. Allerdings habe sich auch hier zuletzt eine Trendumkehr nach unten abgezeichnet. Angesichts des unsicheren politischen Umfeldes würden die Analysten von Postbank Research erwarten, dass diese im April bestätigt werde. Der Index dürfte von 0,1 auf -0,5 Punkte nachgeben.

Die US-Einzelhandelsumsätze (Mo., 16.04., 14:30 Uhr) hätten sich um den Jahreswechsel herum in drei aufeinanderfolgenden Monaten sehr mäßig entwickelt. Dies zeuge aber nicht von einer grundlegend schwächeren Verfassung des privaten Verbrauchs. Vielmehr sei diese Entwicklung zumindest teilweise als Normalisierung nach einem vorangegangenen Umsatzschub zu werten. Angesichts des sehr hohen Niveaus der Konsumentenstimmung in den USA sollte sich das Trendwachstum im Einzelhandel fortsetzen und sich auch wieder in deutlich positiven Monatsveränderungsraten niederschlagen. Für März würden die Analysten von Postbank Research mit einem Umsatzwachstum von 0,5% rechnen. Ein Teil davon sollte gestiegenen Autoabsätzen geschuldet sein. Ex Autos würden sie ein Umsatzplus von 0,4% erwarten.

In der US-Industrie sei nicht nur die Stimmung hervorragend. Auch die harten Daten hätten sich zuletzt sehen lassen können. Die US-Industrieproduktion (Di., 17.04., 15:15 Uhr) sei im Februar immerhin um 0,9% im Vormonatsvergleich gestiegen. Oftmals folge einem solchen, für US-Verhältnisse sehr starken Zuwachs eine Gegenbewegung. Damit würden die Analysten von Postbank Research aktuell aber nicht rechnen. Da nämlich die Energieproduktion im Februar deutlich nachgegeben habe, könnte sie im März einen positiven Beitrag geleistet haben. Hinsichtlich des Verarbeitenden Gewerbes wiederum würden Stimmungsindikatoren wie der Empire State Index (Mo., 16.04., 14:30 Uhr) oder der Philadelphia Fed Index (Do., 19.04., 14:30 Uhr), die sich jeweils auf hohem Niveau festgesetzt hätten, auf ein robustes, trendmäßiges Wachstum hindeuten. Die Analysten von Postbank Research würden deshalb für März im Vormonatsvergleich ein Plus von 0,5% bei der Industrieproduktion erwarten. (13.04.2018/ac/a/m)






 
 
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