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Internationale Finanzmärkte: Kurze Atempause




12.02.18 09:06
Deutsche Bank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Dieses Wochenende dürften viele Finanzmarktakteure als kurze Atempause empfunden haben, so die Analysten der Deutschen Bank.

Denn viele von ihnen hätten sich von den Kursschwankungen an den Aktien- und Anleihemärkten der vergangenen Woche spürbar verunsichert gezeigt. Am Freitag aber habe die Wall Street den Tag zur allgemeinen Beruhigung mit einem Plus beenden können. Auch dass endlich die US-Haushaltssperre und damit ein weiterer Unsicherheitsfaktor habe beseitigt werden können, habe für etwas Entspannung gesorgt. So hätten sich nach hartem Ringen Senat und Repräsentantenhaus endlich auf einen Haushaltskompromiss verständigt, dessen Ausgabenbegrenzungen in den nächsten zwei Jahren um knapp 300 Milliarden US-Dollar höher liegen würden. US-Präsident Donald Trump habe das Gesetz bereits am Freitag unterzeichnet, obgleich es nach Ansicht einiger Parteifreunde in praktisch allen Belangen der republikanischen Finanzpolitik widerspreche.

Tatsächlich habe Trump während seines Wahlkampfes eine Wende hin zu eiserner Fiskaldisziplin versprochen. Doch das sei nun Geschichte. Das jährliche Defizit werde 2019 voraussichtlich auf eine Billion US-Dollar steigen, so dass sich die Neuverschuldung, gemessen an dem, wie unter Obama vor drei Jahren gewirtschaftet worden sei, mehr als verdoppeln dürfte. Bis 2027, so warne das Committee for a Responsible Federal Budget, könnte das jährliche Defizit auf zwei Billionen Dollar klettern, so dass der US-Haushalt dann an Schuldenniveaus bis hin zu zirka 105 Prozent des Bruttoinlandsprodukts heranreichen könnte. Letztmalig habe es so etwas gegen Ende des Zweiten Weltkrieg gegeben. Immerhin: Der Haushaltsstreit sei vorerst gelöst, was den Handel kurzfristig beruhigt haben möge. Aber der Schuldenberg, den die USA (trotz Vollbeschäftigung und guter Konjunktur) langfristig anhäufen könnten, wirke beängstigend.

Dollar-Investoren scheinen sich derzeit lediglich dem kurzfristigen Aspekt zu widmen, so die Analysten der Deutschen Bank. Der Euro habe am Freitag kurz vor der 1,2195er Unterstützung gestoppt und bleibe daher in seinem kurzfristigen Aufwärtstrends zwischen 1,2085/90 und 1,2470. (12.02.2018/ac/a/m)





 
 
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