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Internationale Aktienmärkte im Abwärtsmodus, deutsche Banken fliegen aus Indices




10.09.18 09:10
Union Investment

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Zu Wochenbeginn knüpften die europäischen Aktienmärkte an den schwachen Wochenschluss an und verzeichneten leichte Kursverluste, so die Experten von Union Investment.

Es habe jedoch auch an Impulsen gefehlt, da die US-Börsen am Montag aufgrund eines Feiertages geschlossen gewesen seien. Im weiteren Wochenverlauf habe sich die Talfahrt an den europäischen Aktienmärkten fortgesetzt. Als Gründe für die schwache Entwicklung seien die Währungskrisen in einigen Schwellenländern sowie der Handelskonflikt der USA mit China, Europa und Kanada genannt worden. Auch die US-Börsen hätten sich schwach entwickelt, vor allem Technologiewerte seien unter Druck geraten. Hier hätten auch sehr starke Konjunkturdaten kaum helfen können: So sei beispielsweise der ISM-Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe mit einem Stand von 61,3 auf dem höchsten Wert seit dem Jahr 2004 gestiegen, erwartet worden sei ein Zuwachs auf 58,1 Punkte. Die US-Wirtschaft sei demnach weiterhin auf einem sehr robusten Wachstumspfad.

Insgesamt hätten die Aktienmärkte per Freitagmittag auf Basis des MSCI World-Index 1,4 Prozent an Wert verloren. Die Aktienmärkte der Schwellenländer hätten aufgrund der Vertrauenskrise der Anleger sogar 3,6 Prozent nachgegeben. Der deutsche DAX habe einschließlich des Donnerstags sechs Tage in Folge im Minus verzeichnet und sei zwischenzeitlich unter die Marke von 12.000 Punkten gesunken. Alle Sektoren auf Basis des STOXX Europe 600 hätten im roten Bereich gelegen, besonders stark hätten Technologiewerte nachgegeben (-5,4 Prozent), nahezu unverändert hätten hingegen die Banken notiert.

In dieser Woche seien sowohl die Indexzusammensetzungen des EURO STOXX 50-Index als auch der DAX-Indexfamilie überprüft worden. Die Änderungen in den Indices würden jeweils ab dem 24. September gelten. Bereits am Dienstag habe es hierbei neue schlechte Nachrichten für Deutschlands größtes Geldinstitut gegeben - die Deutsche Bank. Die Quartalsprüfung des Indexanbieters Stoxx habe ergeben, dass die Aktie des Unternehmens aus dem Index geworfen werde. Im europäischen Vergleich sei die Deutsche Bank nur noch ein kleiner Fisch, der Börsenwert sei alleine seit Jahresbeginn um fast 40 Prozent gesunken. Für die Deutsche Bank sei der Rauswurf aus dem Index ein weiterer Tiefpunkt in einer langen Geschichte des Verfalls. Dieser habe sich zuletzt deutlich beschleunigt. Fast neun Mrd. Euro an Verlusten habe die Bank allein in den letzten drei Jahren angehäuft. Eine Folge aus Strafzahlungen, sinkenden Einnahmen und horrenden Bonizahlungen an einige wenige Investmentbanker.

Mit der Deutschen Bank steige auch der Versorger E.ON (ISIN DE000ENAG999 / WKN ENAG99) zum 24. September aus dem europäischen Leitindex ab. Der Gasehersteller Linde, der vor der Fusion mit dem US-Konkurrenten Praxair stehe, habe hingegen den Sprung in den EURO STOXX 50 geschafft.

Im DAX gebe es ebenfalls Veränderungen. Maßgeblich für die Zugehörigkeit zur Top-Gruppe der 30 Konzerne im Deutschen Aktienindex seien Börsenumsatz (Handelsvolumen) und Börsenwert (Marktkapitalisierung) der Unternehmen. Hier ersetze Wirecard, ein Fintech aus dem Bankbereich, die traditionsreiche Commerzbank. Beim Börsenwert habe Wirecard in den vergangenen Monaten nicht nur die Commerzbank weit hinter sich gelassen, sondern auch die Deutsche Bank überflügelt. Das 1999 gegründete Unternehmen aus dem Münchner Vorort Aschheim verdiene sein Geld mit Dienstleistungen rund um die Abwicklung von Zahlungen im Internet, aber auch auf sonstigen elektronischen Wegen.

Im ersten Halbjahr 2018 habe das TecDAX-Schwergewicht die abgewickelten Zahlungen auf der eigenen Plattform um fast die Hälfte auf ein Volumen von 56,2 Mrd. Euro steigern können - das spüle Wirecard Gebühreneinnahmen in die Kasse. Bei Umsatz und Überschuss habe das Unternehmen im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres um mehr als 40%zugelegt. Wirecard setze sich noch ehrgeizigere Ziele: 2020 solle der Umsatz auf mehr als drei Mrd. Euro klettern. Im vergangenen Jahr seien es 1,5 Mrd. Euro. Solche Wachstumsaussichten würden die Fantasie der Anleger beflügeln. (Ausgabe vom 07.09.2018) (10.09.2018/ac/a/m)







 
 
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