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Income-Barometer: Niedrigzinsumfeld hat das deutsche Sparverhalten wenig beeinflusst




05.09.18 14:00
J.P. Morgan Asset Management

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Obwohl das Niedrigzinsumfeld nun schon ein Jahrzehnt anhält, hat dies wenig Auswirkungen auf das Spar- und Anlageverhalten eines Großteils der Deutschen: Laut aktuellem Income-Barometer sparen 53 Prozent der Befragten trotz anhaltend niedriger Zinsen "gleich viel" - machen also weiter, wie bisher, so die Experten von J.P. Morgan Asset Management.

Lediglich ein Prozent der Deutschen lege als Reaktion darauf mehr Geld zurück. Mit 22 Prozent resigniere fast jeder Vierte angesichts der mageren Erträge und spare weniger. Eine Alternative in Form von ertragstärkeren Investmentprodukten hätten nur 5 Prozent der Befragten gesucht: "Es ist erstaunlich, dass zwei Drittel der Deutschen mit ihren Sparerträgen unzufrieden sind und trotzdem ihr Anlageverhalten in der letzten Dekade nicht verändert haben", unterstreiche Christoph Bergweiler, Leiter Deutschland, Österreich, Zentral- und Osteuropa sowie Griechenland bei J.P. Morgan Asset Management. Zumal sich ein Großteil der Befragten des Income-Barometers sehr wohl bewusst sei, dass sich kurzfristig am Zinsumfeld nicht viel ändern dürfte.

Analog zu anderen Fragen des Income-Barometers zeige sich, dass viele Deutsche das Thema Finanzen und Geldanlage für wenig relevant erachten würden. So hätten 19 Prozent der Befragten angegeben, nicht zu wissen, ob sie ihr Anlageverhalten an die niedrigen Zinsen angepasst hätten. Angesichts dieser Verunsicherung der Sparer sehe Christoph Bergweiler finanzielle Bildung und seriöse Anlageberatung als essenziell an. "Wer die Augen vor der Realität verschließt und meint, weiterhin mit vermeintlich sicheren Sparanlagen den niedrigen Zinsen trotzen zu können, sieht tatenlos zu, wie sein Erpartes immer weniger wird", führe er aus und betone, dass es notwendig sei, etwas mehr Risiko bei der Geldanlage einzugehen, um heute noch ein attraktives Ertragsniveau zu erreichen.

"Mit etwas mehr Wissen über die Kapitalmärkte und die Wirkungsweise von Streuung des Risikos, Zinseszinseffekt oder die langfristige Aushebelung der Volatilität, sollte der Schritt vom Sparer zum Anleger möglich sein. Eine einfache, flexible und bequeme Lösung - nicht nur für Anlageeinsteiger - bieten breit gestreute Mischfonds, die dazu beitragen können, regelmäßige Erträge zu generieren und gleichzeitig Schwankungen und Risiken zu minimieren. Bereits mit kleinen Einzahlungen, beispielsweise im Rahmen von Sparplänen, sind somit ganz einfach erste Schritte bei der Wertpapieranlage möglich", erläutere Bergweiler.

Er verweise darauf, dass Fondsanleger im Rahmen eines Sparplans vom so genannten Cost-Average-Effekt, auch Durchschnittskosteneffekt genannt, profitieren würden. Da die Geldanlage über einen längeren Zeitraum erfolge, verteile sich das Risiko, denn bei fallenden Kursen würden mehr Anteile und bei steigenden Kursen weniger Anteile erworben. "Durch diese Vorgehensweise lässt sich das Problem des "Market-Timings", also des richtigen Einstiegszeitpunktes, vermeiden und für die Fondsanleger werden die gefürchteten Marktschwankungen noch weniger relevant", so Bergweilers Fazit. (05.09.2018/ac/a/m)






 
 
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