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Impfstoffe: Lichtschein am Ende des Tunnels




18.11.20 13:10
Western Asset Management

London (www.aktiencheck.de) - Die angekündigten Impfstoffe und vor allem deren Wirkungsgrad sind für die Experten des US-Investmenthauses Western Asset Management der lang erhoffte "Game Changer" in der Pandemie.

Doch die Phase volatiler Märkte sei trotz des Lichts am Ende des Tunnels nicht vorüber.

Die Marktexperten von Western Asset Management würden die Corona-Pandemie inhaltlich seit März begleiten und hätten in den vergangenen Monaten viele mögliche "Game Changer" kommen und gehen sehen: Die Kontaktnachverfolgung per App, das Medikament Remdesivir oder auch der Corona-Schnelltest. Mit den jüngsten Nachrichten der Impfstoffhersteller Biontech/Pfizer und Moderna sehe das Investmenthaus aber wirklich einen "Game Changer" für die Märkte gekommen.

"Die angekündigten und in Studien belegten Wirksamkeiten von 90 beziehungsweise 94,5 Prozent übertreffen die Anforderungen der US-Arzneimittelbehörde, mindestens fünfzig Prozent Wirksamkeit zu erreichen, und die Erwartungen von Experten - 60 bis 70 Prozent Wirksamkeit - deutlich. So könnte die gewünschte Herdenimmunität schnell erreicht werden", heiße es bei Western Asset Management.

Das Investmenthaus rechne damit, dass nach den beschleunigten Zulassungsverfahren noch im laufenden Jahr die ersten Risikopatienten in den USA geimpft werden könnten. Danach komme es darauf an, die Zeit, bis Impfstoffe in großer Anzahl verfügbar seien, bestmöglich zu überbrücken. Zwar sei die Lagerhaltung der neuen Impfstoffe mitunter kompliziert, doch würden weitere Vakzine dafür sorgen, dass die Produktionskapazitäten steigen und mehr Menschen geimpft werden könnten.

Entscheidend werde zudem sein, wie lange die Impfstoffe Immunität sichern würden. In diesem Zusammenhang bestehe noch Unsicherheit. "Angesichts der geringen Zahl an Re-Infektionen ist allerdings davon auszugehen, dass die Wirksamkeit einer Impfung längerfristig gegeben ist", so Western Asset Management. "Konkrete Anhaltspunkte werden sich allerdings erst mit der Zeit ergeben."

Trotz der guten Nachrichten von Impfstoffherstellern und der klaren Perspektive bleibe die Situation in vielen Ländern der Welt angespannt. "Die Erfahrung hat gezeigt, dass weniger die kalte Jahreszeit, sondern mehr die Pandemie-Müdigkeit dazu führt, dass die Fallzahlen wieder steigen. Nichtsdestotrotz machen es kältere Temperaturen schwerer, Abstand zu halten", so das Investmenthaus und betone, dass Lockdowns eine effektive Maßnahme seien, um Fallzahlen zu senken. Diese würden jedoch zu Lasten der Ökonomie gehen.

Aus diesem Grund erwarte Western Asset Management in den kommenden Monaten volatile Kursverläufe und investiere daher auch weiterhin in Anleihen aus Industrieländern. Auch Anleihen von Banken, aus Schwellenländern oder strukturierte Papiere könnten Chancen bieten. Nach neun turbulenten Monaten sehe das Investmenthaus zumindest einen Lichtschein am Ende des Tunnels. (18.11.2020/ac/a/m)






 
 
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