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INDUS Holding: Wette auf Konjunkturerholung? - Aktienanalyse




20.12.19 10:12
Vorstandswoche.de

Haar (www.aktiencheck.de) - INDUS Holding-Aktienanalyse von "Vorstandswoche.de":

Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" empfehlen die INDUS Holding-Aktie (ISIN: DE0006200108, WKN: 620010, Ticker-Symbol: INH) mit einem Stoppkurs von 15% unter Einstieg zum Kauf.

Die Mittelstandsholding blicke auf ein Beteiligungsportfolio von 47 Firmen. Im Fokus stünden in erster Linie inhabergeführte Unternehmen, die gekauft und weiterentwickelt würden. Aufgrund der hohen Anzahl an Gesellschaften im Portfolio sei INDUS breit diversifiziert. Vorstandschef Johannes Schmidt unterteile das Portfolio in fünf Segmente: Bau/Infrastruktur, Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Metalltechnik. Bei INDUS gehe es stets aufwärts.

Im Zehn-Jahreschart habe sich die Aktie mehr als verdreifacht. Solide Dividendenausschüttungen seien herbei gar nicht eingerechnet. Für das Jahr 2018 sei eine Dividende von 1.50 Euro je Aktie ausbezahlt worden. In Relation zum bisherigen Rekordhoch bei Kursen von über 60 Euro im Jahr 2017 habe die Aktie aber dennoch Federn gelassen. Derzeit würden die Anteilsscheine bei 39 Euro handeln. Die schwächere Entwicklung der Konjunktur in Deutschland habe auch vor den Toren des Firmensitzes in Bergisch Gladbach nicht Halt gemacht.

"In einzelnen Segmenten spüren wir eine Abschwächung sehr deutlich. Unsere Diversifikation zahlt sich aber aus. Die Geschäfte im Bereich Bau/Infrastruktur boomen. Dieser Bereich entwickelt sich sehr stark, und wir haben unsere Erwartungen deutlich übertroffen. Wir sind natürlich nicht ganz zufrieden; aber angesichts der Rahmenbedingungen sind wir ordentlich unterwegs", habe der CEO den Experten bei ihrem Treffen auf dem Eigenkapitalforum in Frankfurt gesagt.

Bremsspuren in der Bilanz habe allerdings die Entwicklung in der Fahrzeugtechnik hinterlassen. Die Einheit könne sich der schwachen Entwicklung in der Automobilindustrie nicht entziehen. 2018 habe der Konzern zwar noch einen Rekordumsatz von mehr als 1,7 Mrd. Euro erzielt, aber das vorläufige Rekord-EBIT vor Wertminderungen in Höhe von knapp 153 Mio. Euro aus 2017 sei in 2018 mit rund 151 Mio. Euro knapp nicht mehr erreicht worden. Für das Jahr 2019 habe der Firmenchef einst neue Rekordwerte bei Umsatz und EBIT in Aussicht gestellt. Der Umsatz sollte sich auf 1,72 bis 1,77 Mrd. Euro belaufen bei einem EBIT von 156 bis 162 Mio. Euro. Schon am Jahresanfang habe der CEO auf die Herausforderungen im Bereich Fahrzeugtechnik hingewiesen.

Die weiterhin dürftige Entwicklung der Autoindustrie sorgte im Jahresverlauf bei Indus sodann für weitere Anpassungen der Prognose. So seien die Umsätze in diesem Bereich, die den Serienzulieferern zuzuordnen seien, seit August um bis zu 20% gesunken. Restrukturierungen in dieser Einheit würden das Ergebnis zusätzlich belasten. Die Insolvenz eines nordirischen und der Marktaustritt eines türkischen Kunden im Bereich der Klimatechnik für Busse würden zu einmaligen Sonderbelastungen führen. Sonderabschreibungen würden sich derzeit auf 12,5 Mio. Euro belaufen, die bereits in Q3 verbucht worden seien.

Die jüngste Prognose eines Gewinns vor Steuern und Zinsen vor Wertminderungen von 129 bis 135 Mio. Euro bekräftige der CEO. Beim Umsatz rechne Schmidt weiterhin mit neuen Rekorden jenseits der Marke von 1,7 Mrd. Euro. Highlight in 2019 sei aber ein besonders starker Cashflow. Schon nach neun Monaten habe der operative Cashflow mehr als 90 Mio. Euro betragen. Abzüglich Capex habe der Free Cashflow bei rund 35 Mio. Euro gelegen. Im Gesamtjahr dürfte der operative Cashflow die Marke von 100 Mio. Euro überschreiten.

"Unsere Cashflow-Entwicklung wird in 2019 sehr gut ausfallen", habe der CEO gesagt. Zur Dividende habe sich der promovierte Ingenieur noch nicht konkret äußern wollen. Die Experten würden eine erneute Ausschüttung von 1,50 Euro je Aktie für machbar halten. Das koste das Unternehmen knapp 37 Mio. Euro. Die Kapitalflussrechnung als auch die Bilanz gebe die Ausschüttung her. Ausnahme: INDUS kaufe in den nächsten Monaten erheblich zu. Das Geschäftsmodell von INDUS sehe vor, pro Jahr zwei bis drei neue Beteiligungen zu kaufen. Die Experten würden aber nicht davon ausgehen, dass die Käufe derart hoch ausfallen/ausgefallen seien, sodass die Dividende gekürzt werden müsste. Auf aktuellem Kursniveau bringe es INDUS immerhin auf eine Dividendenrendite von knapp 4%.

Kernfrage sei, wie sich INDUS in 2020 entwickeln werde. Eine konkrete Prognose habe Schmidt nicht preisgeben wollen. Dafür sei das Umfeld einfach viel zu schwer zu kalkulieren. Der Bereich Fahrzeugtechnik werde wohl weiterhin Verluste schreiben, aber deutlich geringer als in 2019. Bau/Infrastruktur sehe Schmidt unverändert positiv. Ambitioniertes Ziel werde es aber sein, hier die Ergebnisrekorde jedes Jahr zu steigern. Im Bereich Maschinen- und Anlagenbau sei die Entwicklung bisher positiv. Das Umfeld werde aber auch hier etwas anspruchsvoller, sodass in 2020 keine Steigerung der Erträge zu erwarten sei.

Weiter positiv sehe Schmidt die Entwicklung in der Medizin- und Gesundheitstechnik, wobei das Segment bisher noch relativ klein sei. Die Einheit Metalltechnik erziele in 2019 schon rückläufige Ergebnisse, da auch hier die Konjunktur ihre Spuren hinterlasse und eine Zurückhaltung zu spüren sei. 2020 könnte sich das Segment stabilisieren. Voraussetzung sei natürlich eine Stabilisierung der Konjunktur. In einer ersten Einschätzung würden die Experten für 2020 ein stabiles EBIT gegenüber 2019 schätzen. Positive Überraschungen seien durchaus möglich. Neue Ergebnisrekorde würden sie aber erst ab 2021 erwarten.

Nach der Kurskorrektur sei INDUS nicht sonderlich ambitioniert bewertet. Die Aktie sei auch eine Wette auf eine Erholung der Konjunktur in 2020 und der Autoindustrie.

Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" empfehlen die INDUS Holding-Aktie mit einem Stoppkurs von 15% unter Einstieg zum Kauf. (Analyse vom 20.12.2019)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze INDUS Holding-Aktie:

XETRA-Aktienkurs INDUS Holding-Aktie:
38,75 EUR 0,00% (20.12.2019, 09:00)

Tradegate-Aktienkurs INDUS Holding-Aktie:
38,50 EUR -0,52% (20.12.2019, 08:29)

ISIN INDUS Holding-Aktie:
DE0006200108

WKN INDUS Holding-Aktie:
620010

Ticker-Symbol INDUS Holding-Aktie:
INH

Kurzprofil INDUS Holding AG:

INDUS (ISIN: DE0006200108, WKN: 620010, Ticker-Symbol: INH) ist eine deutsche Holding AG, die sich auf den Erwerb mittelständischer Unternehmen aus der Produktionsindustrie spezialisiert hat. Unter dem Dach der Holding agieren zahlreiche kleinere und mittlere Unternehmen. Sie werden von INDUS in der Vermarktung ihrer Leistungen und Produkte unterstützt. INDUS kauft dabei ausschließlich Industrieunternehmen, so genannte Hidden Champions, die in interessanten Nischenmärkten aktiv und innerhalb ihrer jeweiligen Märkte führend sind. Innerhalb ihrer Märkte operieren die einzelnen Firmen eigenständig. Indus konzentriert die eigenen Aufgaben auf Controlling, Rechnungswesen und Finanzierung. Die verschiedenen Beteiligungsgesellschaften sind in der Medizintechnik, Metallverarbeitung, im Maschinen- und Anlagenbau, im Engineering oder im Baugewerbe tätig. (20.12.2019/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
29,05 € 29,20 € -0,15 € -0,51% 29.05./17:30
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0006200108 620010 41,30 € 20,75 €
Metadaten
Ratingstufe:kaufen
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
29,20 € +0,17%  29.05.20
Hamburg 29,40 € +2,80%  29.05.20
Stuttgart 29,10 € +1,93%  29.05.20
Hannover 28,80 € +0,70%  29.05.20
Frankfurt 28,80 € -0,35%  29.05.20
München 29,10 € -0,51%  29.05.20
Xetra 29,05 € -0,51%  29.05.20
Berlin 28,75 € -0,52%  29.05.20
Düsseldorf 28,80 € -0,69%  29.05.20
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