IFA Hotel & Touristik: Kapitalerhöhung im Fokus - Aktienanalyse




07.12.18 14:05
AnlegerPlus

München (www.aktiencheck.de) - IFA Hotel & Touristik-Aktienanalyse von "AnlegerPlus News":

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der IFA Hotel & Touristik AG (ISIN: DE0006131204, WKN: 613120, Ticker-Symbol: IFA) in den ersten neun Monaten des Jahres 2018 war durch die Hotelverkäufe 2017 und 2018 geprägt, wie die Experten von der SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. innerhalb des Online-Magazins "AnlegerPlus News" berichten.

Infolgedessen sei der Konzernumsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode um 25,3 Mio. Euro auf 65,9 Mio. Euro zurückgegangen. Der Verkauf von vier der drei Hotels auf Gran Canaria (-18,5 Mio. Euro) sowie geringere Umsatzerlöse aufgrund der teilweisen Schließung der bestehenden Hotelanlage in der Dominikanischen Republik (-7,6 Mio. Euro) wegen eines benachbarten Neubauprojekts hätten dazu beigetragen. Die weiterhin im Portfolio befindlichen Hotelanlagen in Deutschland, Österreich und auf Gran Canaria hätten hingegen ihre Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahreszeitraum steigern können.

Die sonstigen betrieblichen Erträge hätten mit 38,9 Mio. Euro deutlich unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums (69,4 Mio. Euro) gelegen. Der Grund hierfür: 2018 sei nur eine Hotelanlage veräußert worden, 2017 insgesamt drei Hotelanlagen. Das Konzernergebnis nach Steuern sei gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum folglich aufgrund der geringeren außerordentlichen Erträge von 80,6 Mio. Euro auf 44,0 Mio. Euro gesunken.

Insgesamt entwickle sich das operative Geschäft immer noch sehr zufriedenstellend. Entscheidend für die künftige Gewinnentwicklung dürfte das planmäßige Fortschreiten der neuen Hotelprojekte in den kommenden Monaten sein, allen voran der Neubau in der Dominikanischen Republik. Die Fertigstellung der neuen Hotelanlage solle im Mai 2019 abgeschlossen sein. Dadurch könnte das EBITDA 2019 unserer Einschätzung nach 2019 um rund 10 Mio. Euro zulegen.

Die weiteren Projekte (u. a. Erwerb der anderen Hälfte der AN-FI-Anteile, Hotelneubau in Spanien) würden bisher wenig konkret erscheinen. Daher sei es umso ärgerlicher, dass der Vorstand die auf der Hauptversammlung im Juli 2018 mit den Stimmen des Großaktionärs Lopesan beschlossene (unnötige) Kapitalerhöhung nun nach erfolgter Freigabe durch das Oberlandesgericht Düsseldorf durchführen könne. Für jeweils zwei alte Aktien könnten die Altaktionäre drei junge Aktien beziehen. Die Experten würden die Kapitalerhöhung vollständig mitzeichnen, da ansonsten eine dramatische Vermögensumverteilung zugunsten derjenigen Altaktionäre erfolge, die die jungen Aktien deutlich unter Buchwert (aktuell gut 14 Euro je Aktie) erwerben könnten.

In den ersten neun Monaten 2018 habe sich die AGROB Immobilien AG trotz der zum Jahresende 2017 gekündigten Mietverträge von Plazamedia sehr erfreulich entwickelt. Die Zukunftsaussichten würden aufgrund des aktiven Managements der bestehenden bebauten und unbebauten Flächen ebenfalls gut erscheinen. Mit 8,3 Mio. Euro Umsatz nach drei Quartalen liege AGROB nur leicht (2,6%) unter dem vergleichbaren Vorjahreswert (8,49 Mio. Euro).

Dazu beigetragen hätten u. a. verbesserte Mietpreiskonditionen bei Neuabschlüssen, eine längere als zunächst erwartete tatsächliche Nutzungszeit der Plazamedia von gekündigten Mietflächen und positive Nebenkostenerlöse aus der Zwischennutzung anderer Mieter für gekündigte Teilflächen von Plazamedia. Bislang sei bereits für fast 50% der gekündigten Flächen (6.000 qm) ein Nachmieter gefunden worden, dessen Mietvertrag zunächst bis 31.12.2022 Gültigkeit habe. Ebenfalls positiv: Der Mietvertrag für die Ziegelei 101, einer 2.500 qm großen Eventfläche, sei um drei Jahre bis 31.12.2021 verlängert worden.

Die Ergebniskennziffern lägen vor allem aufgrund von Reparatur- und Instandhaltungsmaßnahmen für den Erhalt der Gebäudesubstanz, welche rund 400.000 Euro mehr als nach dem dritten Quartal 2017 betragen hätten, deutlich unter den Vorjahreswerten. Das operative Ergebnis (EBITDA) sei mit 5,9 Mio. Euro rund 8,1% zurückgegangen, der Periodenüberschuss sogar um rund 14,5% auf 1,9 Mio. Euro. Beide Werte lägen jedoch gut 300.000 Euro über dem ursprünglich geplanten Werten. Dies sei neben der positiven Vermietsituation auf höhere Auflösungsmöglichkeiten im Pensionsbereich und positive Zinseffekte zurückzuführen.

In den kommenden Monaten dürften zwar einige außerordentliche Aufwendungen anfallen. Diese würden jedoch zu einem großen Teil eine Investition in die Zukunft darstellen. Beispielsweise werde zu Beginn des Jahres 2019 das Casino zur Verköstigung der Mitarbeiter der Mietunternehmen umgebaut, da die Anzahl der täglichen Gäste die Anzahl der verfügbaren Plätze deutlich übersteige. Auch eine Mietradstation des örtlichen ÖPNV-Betreibers solle noch vor Ende 2018 in Betrieb gehen. Und ferner investiere man aktuell in Studien zur Bebauung der unbebauten Nachbargrundstücke.

Diese Investitionen seien alle positiv zu bewerten, da dadurch die Attraktivität der bestehenden Anlage steige und durch die potenziellen Neubauten deutliche Wachstumsmöglichkeiten bestünden, die der Gesellschaft zu einem Umsatz- und Bewertungssprung verhelfen könnten. (Ausgabe 12/2018)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze IFA Hotel & Touristik-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs IFA Hotel & Touristik-Aktie:
7,05 EUR -3,42% (07.12.2018, 13:16)

Börse Frankfurt-Aktienkurs IFA Hotel & Touristik-Aktie:
7,05 EUR 0,00% (07.12.2018, 12:05)

ISIN IFA Hotel & Touristik-Aktie:
DE0006131204

WKN IFA Hotel & Touristik-Aktie:
613120

Ticker-Symbol IFA Hotel & Touristik-Aktie:
IFA

Kurzprofil IFA Hotel & Touristik AG:

Die IFA Hotel & Touristik AG (ISIN: DE0006131204, WKN: 613120, Ticker-Symbol: IFA) ist ein Tourismusunternehmen, das in der Verwaltung und Vermarktung von Ferienhotels tätig ist. Das Unternehmen wies im Geschäftsbericht 2017 ein Grundkapital von 51,48 Mio. Euro aus und beschäftigte weltweit im Konzern durchschnittlich rund 2.100 Mitarbeiter pro Jahr. Der Hauptsitz der Firma ist Duisburg. Die Mehrheit der Anteile gehört der Lopesan-Gruppe mit Sitz in Las Palmas de Gran Canaria (Spanien).

IFA Hotel & Touristik wurde 1982 als Vermarkter von Hotels und Apartmentkomplexen in Spanien gegründet. 1984 erfolgte der Kauf des Hotels Alpenhof Wildental und die Vermietung eines Ferienhotels in Hirschegg und damit der Eintritt in den österreichischen Markt. Die Jahre bis 1995 waren von einem verstärkten Engagement in Deutschland geprägt. Die ersten Aktien wurden zu einem Preis von 30 DM im regulierten Handel an den Börsen Frankfurt am Main und Düsseldorf ausgegeben. Im Jahr 1999 erwarb die spanische Lopesan-Gruppe die Mehrheit der Aktien mit 50,1% der Anteile. Die Struktur der Gruppe und die Marke IFA sind erhalten geblieben. Vor und nach dem Börsengang war die IFA auch kurzfristig in Italien, der Türkei und Osteuropa vertreten. (07.12.2018/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
 
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