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Kolumnist: Stock-World Redaktion

Hohe Rendite erwartet: Europäische Finanzinstitute investieren mit voller Kraft in Open Banking




27.05.20 11:02
Stock-World Redaktion

Neueste Studienergebnisse von Tink zeigen, dass die Investments von Finanzinstituten in

Open Banking stark steigen. Mit Vorteilen für beide Seiten: Kunden profitieren von einem besseren Banking-Erlebnis, das Finanzwesen erschließt sich neue Einnahmequellen.


 


  • Tink Studie zeigt: Im Durchschnitt investieren Finanzinstitute 50 bis 100 Millionen Euro in Open Banking, Deutschland steht im Ländervergleich an dritter Stelle.
  • 63% der Finanzinstitute haben seit dem letzten Jahr ihre Investitionen in Open Banking erhöht, die Mehrheit rechnet mit einer Amortisationszeit von etwa vier Jahren.
  • Hürden wie veraltete IT, regulatorische Einschränkungen und fehlende Dringlichkeit hindern jedoch weitere Investments.

 


Berlin, 27. Mai 2020: Eine neue Untersuchung der führenden europäischen Open-Banking-Plattform Tink zeigt, dass Finanzinstitute europaweit ihre Investitionen in Open Banking erhöhen. Ursache ist ein Bewusstseinswandel in der Branche weg vom reinen Pflichtprogramm der PSD2 hin zur Wertschöpfung am Kunden durch Steigerung des Kundenerlebnis und erhöhte Kosteneffizienz entlang aller Facetten des Open Bankings.


Portugal, Frankreich und Deutschland investieren besonders viel
Den Daten zufolge liegt der Median der Open-Banking-Investitionsbudgets für europäische Finanzinstitute in der Regel zwischen 50 und 100 Millionen Euro, wobei fast die Hälfte (45%) der befragten Finanzinstitute mehr als 100 Millionen Euro ausgibt. Deutschland belegt im Rennen der besonders großzügigen Geldgeber den dritten Platz: Hierzulande investieren 56,7% der Finanzinstitute mehr als 100 Millionen Euro in die Zukunft des Open Banking. Mehr investieren nur noch Frankreich (2. Platz) und Portugal (1. Platz).


Deutschland ist zwar der Geburtsort vieler Open-Banking-Innovationen, die vor der PSD2-Richtlinie entstanden sind. Heute ist der deutsche Markt jedoch in Sachen Open Banking noch wenig standardisiert und die meisten Finanzinstitute nähern sich PSD2 auf ihre ganz eigene Weise und mit großen Budgets für Open Banking.  


 


Abbildung 1: Ausgaben für Open Banking im Ländervergleich


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Zwei Drittel der Finanzinstitute (63%) geben an, dass ihre jährlichen Open-Banking-Budgets seit dem letzten Jahr um 20%-29% gestiegen sind. Nur 10% der Institutionen haben ihre Investitionen in diesem Bereich reduziert.


Für Open-Banking-Investitionen gibt es gute Gründe, aber noch einige Hürden
Open Banking wird aktuell vor allem durch gestiegene Erwartungen an das Kundenerlebnis vorangetreiben. 44% der befragten Finanzinstitute gaben an, in Open Banking zu investieren, um Kunden besser zu umsorgen. 39% gaben die Modernisierung der eigenen IT und 34% die Prozessoptimierung als größte Triebfeder ihres Engagements an.


Dennoch gibt es nach wie vor Barrieren. Veraltete IT wurde von jedem dritten Befragten (33%) als Haupthindernis für Investitionen angesehen. Währenddessen nannten 32% andere Geschäftsprioritäten als Blockierer und 31% glaubten, dass regulatorische Einschränkungen die Ausgaben drosseln.


Amortisationszeit: Die Früchte des Open Banking lassen sich zeitnah ernten
Nichtsdestotrotz sind die Finanzinstitute beim ROI von Open Banking optimistisch. 50% erwarten eine Amortisationsdauer von weniger als vier Jahren und mehr als zwei Drittel (69%) erwarten, dass der Nutzen die Kosten in weniger als fünf Jahren aufwiegt. Nur 1% der Befragten sind der Ansicht, dass es überhaupt keine Amortisation gibt.


Die Finanzinstitute erkennen eindeutig die enormen kommerziellen Möglichkeiten, die das offene Bankwesen in naher Zukunft bietet. Das Ertragswachstum durch neue Kunden erwies sich für 44% der Befragten als wichtigster Erfolgsmaßstab für offene Bankinvestitionen. Es folgten steigende Umsätze durch neue Produkte und Dienstleistungen (39%) und die Monetarisierung von Daten durch das Angebot von Developer Services oder APIs (37%). 


Daniel Kjellén, Mitgründer und Geschäftsführer von Tink, erklärt: "Der Anstieg in Investitionen und die Größe der neuen Budgets beweist, dass sich Open Banking in den Köpfen der Finanzinstitute fest verankert hat. Von der bloßen Einhaltung ehemals neuer Vorschriften hat sich Open Banking nun zur kommerziellen Chance und zum Wettbewerbsvorteil entwickeln. Finanzdienstleistungen nahtlos über alle digitalen Kanäle hinweg anzubieten, ist nicht erst heutzutage in Zeiten von Covid-19 ein wichtiger Dienst am Kunden. Finanzinstitute, die Open Banking vorantreiben, werden auch auf lange Sicht mit einer Vielzahl innovativer Anwendungsfälle belohnt.”


Dr. Cyrosch Kalateh, Regional Director DACH bei Tink ergänzt: "Wir befinden uns derzeit in einem sehr frühen Stadium des Open Banking, am Fuße der Transformation sozusagen. Einigen Banken schienen die Kosten für die damit verbundenen Technologien, wie zum Beispiel der Bau von API-Gateways und die Schaffung von “Data Lakes”, sehr hoch zu sein. Für viele hat diese Investition jedoch dazu beigetragen, die technologische Transformation voranzutreiben und damit neue Möglichkeiten für Innovation, Erträge und Wertschöpfung eröffnet. Und das über Open Banking hinaus". 


Den vollständigen Report finden Sie hier zum Download: https://tink.com/resources/reports/investments-and-roi/


Über die Untersuchung

Um besser zu verstehen, wie sich der Markt seit dem letzten Jahr verändert hat, hat sich Tink das zweite Jahr in Folge mit dem Marktforschungsunternehmen YouGov zusammengetan. Dieses Mal wollte Tink mehr über die Einstellung zu Open Banking, Investitionsbudgets und Investitionsprioritäten in ganz Europa erfahren. Hierzu wurden zwischen dem 28. Januar und dem 3. März (2020) 290 Finanzleiter aus 12 europäischen Ländern befragt. Dieser zweite Bericht konzentriert sich auf die Höhe der Investitionen in Open Banking in Europa und die wahrgenommene Amortisationsdauer dieser Investitionen.


Über Tink
Tink ist Europas führende offene Bankenplattform. Tink ermöglicht es Banken, Fintechs und Start-ups datengestützte Finanzdienstleistungen zu entwickeln. Kunden greifen über die zentrale Tink API auf aggregierte Finanzdaten zu, veranlassen Zahlungen, fügen Transaktionen Informationen bei und bauen persönliche Finanzmanagement-Tools auf. Tink integriert mit mehr als 2.500 Banken, die über 250 Millionen Bankkunden in ganz Europa erreichen. Tink wurde 2012 in Stockholm gegründet und beschäftigt 270 Mitarbeiter, die von 13 Niederlassungen aus 14 europäische Märkte bedienen



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Der Autor stellt hier lediglich Informationen zur Verfügung, es erfolgt keine Anlageberatung, Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Vermögensanlagen. Anlagegeschäfte beinhalten Risiken, so dass die Konsultierung professioneller Anlagenberater empfohlen wird. Wir möchten in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass ein Engagement in Aktien (auch Hot Stocks oder Penny Stocks), Zertifikate, Fonds oder Optionsscheine zum Teil mit erheblichen Risiko verbunden. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden.





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