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Handelskrieg: Zölle wären wohl nur der erste Schritt




08.03.18 12:13
Legg Mason

Baltimore (www.aktiencheck.de) - Michael Kagan, Portfoliomanager bei der Legg Mason-Tochter ClearBridge Investments, äußert sich zu den Plänen der US-Regierung, Strafzölle einzuführen.

Die Experten von Legg Mason haben bereits Anfang letzten Jahres damit gerechnet, dass die Trump-Administration Strafzölle auf Stahl und Aluminium erheben wird. Während die europäische Reaktion deutlich gewesen sei, sei es in China ruhig geblieben, obwohl man dort besonders von den Handelsbeschränkungen betroffen wäre. Aber die Chinesen würden wohl wissen, dass sie sich falsch verhalten hätten, und würden auf noch weitreichendere Entscheidungen warten, die sich am Horizont bereits ankündigen würden.

Abschnitt 301 des Handelsgesetzes von 1974 werde einen überproportional hohen Einfluss auf die Handelsbeziehungen zwischen den USA und China haben. Gemeint seien die Ermittlungen bezüglich des vermeintlichen Diebstahls geistigen Eigentums von US-Firmen und des erzwungenen Technologietransfers. Vorläufige Erkenntnisse würden innerhalb eines Monats erwartet und Trump habe bereits angedeutet, dass die Ergebnisse auf einen extrem hohen Schaden hinweisen würden, der die Marke von einer Billion US-Dollar überschreiten könnte - und das wäre natürlich die ideale Rechtfertigung dafür, hohe Strafzölle einzuführen oder andere Handels- und Investitionssanktionen zu beschließen.

Zölle wären wohl nur der erste Schritt, glaube Kagan: "Zusätzlich könnten die USA Investitionen aus China blockieren, die Möglichkeiten für chinesische Unternehmen einschränken, in den USA Geschäfte zu machen, und mit ihren Verbündeten zusammen arbeiten, um China zu isolieren. Sogar eine eingeschränkte Visa-Vergabe für chinesische Staatsbürger wäre denkbar. Es hängt natürlich davon ab, mit welcher Härte solche Maßnahmen umgesetzt werden, aber sie würden wohl mit Gegenmaßnahmen in ähnlichem Ausmaß von chinesischer Seite beantwortet. Und chinesische Handelsbeschlüsse könnten den Markt aufrütteln, weshalb wir sie sehr sorgfältig beobachten."

"Unsere Portfolios haben nur ein minimales Exposure in den Branchen, die von den Straffzöllen betroffen wären. Allerdings haben wir mit Titeln wie Nucor ein Engagement im US-Stahlsektor, das natürlich von den Restriktionen profitieren würde und wir haben auch weitere Unternehmen im Blick, die wir eventuell zukaufen würden", führe der Portfoliomanager weiter aus. (08.03.2018/ac/a/m)







 
 
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