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Gutes Aktienjahr 2019 erwartet




05.12.18 10:37
National-Bank AG

Essen (www.aktiencheck.de) - Das G20-Treffen in Argentinien brachte den erhofften Kompromiss, so die Analysten der National-Bank AG.

Die USA und China hätten sich auf einen 90-tägigen Burgfrieden verständigt. In dieser Zeit würden keine neuen Zölle erhoben, im Gegenteil: Bestehende Zölle sollten wenigstens teilweise abgebaut werden, z.B. bei der Einfuhr US-amerikanischer Autos nach China. Darüber hinaus solle die Zeitperiode dazu genutzt werden ein umfassendes Handelsabkommen zwischen den beiden wirtschaftlichen Machtpolen auszuhandeln. Festzuhalten sei aber auch: Der Konflikt sei damit alles andere als gelöst, der unmittelbare Zeitdruck im Hinblick auf die zum 01.01.2019 anvisierten neuen Zölle habe aber deutlich nachgelassen. Es habe sich wieder das typische Verhandlungsmusters des US-Präsidenten gezeigt: Zunächst die Erzeugung maximalen Drucks, um dann später in Verhandlungen die Möglichkeit zu haben, eine bessere Kompromisslinie für seine Positionen zu finden. Ein solches Vorgehen habe exemplarisch bei den Verhandlungen mit Nordkorea, aber auch mit der Europäischen Union beobachtet werden können. Nichtsdestotrotz werde die übergeordnete Konfliktlinie bestehen bleiben.

Für die Aktienmärkte bedeute diese gefundene Kompromissformel zunächst eine deutliche Entspannung der Lage. Im Besonderen im Zusammenspiel mit der Rede von FED-Chef Powell in der vergangenen Woche, in der er ein Abrücken vom Automatismus weiterer Zinssteigerungen angedeutet habe. Bis jetzt sei die Leitlinie der FED gewesen, dass der Leitzinssatz so lange weiter angehoben werden werde, bis er ein neutrales Niveau erreicht habe. Nunmehr habe Powell das aktuelle Niveau des Leitzinssatzes deutlich näher an dieses neutrale Niveau verortet, als er dies in der Vergangenheit gemacht habe. Die Interpretation der Kapitalmärkte sei prompt gefolgt: Es werde weniger Zinserhöhungen geben, als dies ursprünglich vermutet worden sei. Die Entspannung im Handelskonflikt im Zusammenspiel mit den "dovishen" Aussagen von Herrn Powell sollten für die Aktienmärkte eine gute Basis darstellen, um das Jahr in einem freundlichen Grundton ausklingen zu lassen. Diese Töne seien ja über weite Teile des Jahres - gerade was die europäischen Aktienindices angehe - schmerzlich vermisst worden. Interessant sei natürlich die Frage, was die neuesten Entwicklungen für die Aktienmärkte in 2019 bedeuten würden.

Die Analysten der National-Bank AG würden für das Jahr 2019 von einem guten Aktienjahr ausgehen. Die europäischen Aktienmärkte würden eine sehr attraktive Bewertung aufweisen, die häufig mit hohen Dividendenrenditen einhergehe. Sie würden für das Geschäftsjahr 2019 mit steigenden Gewinnausweisen rechnen. Die Bewertung von US-Titeln sei deutlich anspruchsvoller, diese würden aber auch eine wesentlich höhere Gewinndynamik aufweisen. Dabei würden sie von der umfassenden Steuerreform profitieren, die das Potenzial habe, zu einer dauerhaften Ausweitung der Unternehmensgewinne entscheidend beizutragen. Insgesamt sei die fundamentale Situation für die bedeutsamen Aktienindices als aussichtsreich einzuschätzen. Die Geldpolitik der wichtigen Notenbanken sollte sich nicht als spürbarer Belastungsfaktor auswirken. (05.12.2018/ac/a/m)





 
 
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