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Kolumnist: Redaktion boerse-frankfurt.de

Grüner Fisher: "Jahresendrallye voraus?"




11.11.18 13:53
Redaktion boerse-frankfurt.de


Grüner analysiert die Auswirkungen der neuen politischen Lage in den USA auf die Aktienmärkte und gibt eine Empfehlung für Anleger, wie sie sich positionieren sollten. 8. November 2018. FRANKFURT (Grüner Fisher). Nach Auszählung aller Stimmen halten die US-Zwischenwahlen keine großen Überraschungen für Anleger bereit. Den Republikanern gelingt es, ihre knappe Mehrheit im Senat leicht auszubauen, im Repräsentantenhaus müssen sie die Demokraten allerdings vorbeiziehen lassen. Letztendlich können sich beide Seiten als Gewinner dieser Wahl betrachten. Die wahren Gewinner sollten jedoch die Kapitalmärkte sein - die politische Pattsituation wird sich verstärken und aus Sicht der Aktienmärkte hervorragende Voraussetzungen für das dritte Amtsjahr im US-Präsidentschaftszyklus schaffen. 

Statistik ist positiv


Typischerweise verliert die Partei des US-Präsidenten bei den Zwischenwahlen an relativer Macht - so auch in 2018. Auch wenn die Republikaner im Senat sogar einige Sitze zulegen konnten, ändert dies nichts an der ausgewogenen Balance der politischen Kräfte. Mit der Mehrheit im Repräsentantenhaus können die Demokraten deutliche politische Eingriffe noch besser verhindern als dies bisher schon der Fall war. Unter Donald Trump waren auch die Republikaner ohnehin schon unter sich zerstritten. Für die Märkte zählt am Ende, dass jegliche Unsicherheit über mögliche Szenarien jetzt schlagartig verschwunden ist. Die Ergebnisse stehen fest. 

Können die Märkte jetzt wieder durchstarten?


Bereits vergangene Woche habe ich auf den sehr positiven Zusammenhang zwischen den US-Zwischenwahlen und der Entwicklung der Kapitalmärkte in den Folgequartalen hingewiesen. In der Tat sind die Rahmenbedingungen für eine positive Fortsetzung des laufenden Bullenmarkts mit dem Ausgang der US-Wahl günstig. In 87 Prozent der Fälle verlaufen das vierte Quartal eines Zwischenwahljahrs sowie die beiden nachfolgenden Quartale positiv - einen konsistentere Entwicklung ist in der Datenhistorie nicht zu finden. Allerdings sollte man in der kurzfristigen Betrachtung diese positive Einschätzung auch nicht überstrapazieren. Der reife Bullenmarkt weiß immer wieder zu überraschen und zeichnet sich durch eine erhöhte Volatilität aus. Im Rahmen eines intakten Bullenmarkts sollten Anleger also darauf vorbereitet sein, dass ihre Geduld immer wieder auf die Probe gestellt wird - wie es im Oktober 2018 durch die scharfe Korrektur definitiv der Fall war.

Ausblick über den Kalender hinaus


Die erste Reaktion der Aktienmärkte auf den Ausgang der US-Zwischenwahlen fällt positiv aus, dennoch werden sie sich natürlich nicht auf eine Einbahnstraße begeben. Für Anleger ist es im vierten Quartal 2018 wichtig, die Robustheit der Fundamentaldaten immer wieder kritisch zu überprüfen. Denn grundsätzlich bleibt für die Märkte weiterhin richtungsweisend, ob die fundamentale Realität besser ist als die Erwartungshaltung der Anleger oder andersherum. Über den Tellerrand von 2018 hinaus können Märkte weiterhin von schwindender Unsicherheit, geringem negativen Überraschungspotential und neuen Käuferschichten profitieren. Die relative Attraktivität der Aktienmärkte gegenüber festverzinslichen Anlagen ist ein aktuell wenig diskutierter, aber immer noch gewichtiger Grund für eine Fortsetzung des laufenden Bullenmarkts. 

Fazit


Wie erwartet schaffen die US-Zwischenwahlen positive Rahmenbedingungen auf der Seite der politischen Einflussfaktoren. Die Weichen für einen positiven Verlauf der Märkte sind gestellt - für Anleger heißt das aber nicht, dass allzu offensive Aktionen Einzug halten sollten. Mit scharfen Korrekturen und hoher Volatilität wird es der reife Bullenmarkt weiter schaffen, Anleger in Atem zu halten. 

von Thomas Grüner

8. November 2018 © Grüner Fisher




Über den Autor


Thomas Grüner ist Gründer und Vice Chairman der Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments. Sein Partner Ken Fisher ist seit über 30 Jahren „Forbes“-Kolumnist und warnte im März 2000 rechtzeitig vor dem Platzen der New-Economy-Blase. Ken Fisher zählt zu den 400 reichsten US-Amerikanern und belegt auf der aktuellen „Forbes“-Rangliste Platz 211. Fisher Investments verwaltet momentan mehr als 65 Milliarden US-Dollar.

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