Kolumnist: Markus Fugmann

Goldpreis im Sinkflug: Setup geht auf. Was nun?




30.10.17 07:09
Markus Fugmann

Das vergangene Woche vorgeschlagene Short-Setup holte der Goldpreis punktgenau ab und ermöglichte es uns damit an der anhaltenden Korrekturphase zu partizipieren. Die aktuelle Prognose beschäftigt sich erneut mit der negativen Korrelation zum US-Dollar respektive USD-Index und was das für den Goldpreis bedeuten könnte. Außerdem möchte ich der Frage nachgehen, ob und wo sich neue Chancen bieten sollten.

Unverändert positiv


Beginnen wir wie gewohnt mit dem Blick auf den stark übergeordneten Monatschart und die offensichtlich kaum veränderte Ausgangslage. Aufgrund des Scheiterns an der Widerstandskombination von Ausbruchshoch aus der abwärtsgerichteten Flagge, 30er Fibonacci Retracements und 61.8er Fibonacci Expansion Level, setzt sich die Korrektur fort.



 


Im Kontext dieses erwarteten Rücksetzers bleiben die Unterseite des aufwärtsgerichteten Trendkanals und das ehemalige Ausbruchsniveau aus der besagten Flagge als nächstgelegene Orientierung erhalten.


Ein interessanter Support


Den Wochenchart lasse ich an dieser Stelle mal außen vor. Die entsprechende Einschätzung kann in der jüngsten Analyse des Goldpreises durchgelesen werden.


Das Formationsinterne Tief, das in Kombination mit dem Ausbruchsniveau der Flagge im Wochenchart eine Unterstützungskombination ausbilden konnte, ist und bleibt wackelig.



Aktuell folgt der Kurs meiner Einschätzung und ignoriert das Level bei rund 1271.80 USD komplett. In den Fokus rückt nun das Formationstief der steil aufwärtsgerichteten Flagge, was sich gleichzeitig mit unserem vorläufigen Kursziel des Short-Setup überschneidet. An diesem Punkt wird es richtig spannend, denn es besteht natürlich die Möglichkeit, dass der Kurs endlich die Retest-Bewegung vollzieht und gleichzeitig die offenen Gaps bei ca. 1320.40 und 1346.23 USD schließt.


Starker US-Dollar, dennoch Korrekturgefahr?


Der USD-Index entschied sich jüngst dafür den bearishen Ausbruch vom 11.10.2017 als Fehlausbruch zu definieren und nicht den bullishen Ausbruch am 05.10.2017. Damit ist die Sache geklärt. Die aktuellen massiven bullishen Impulse sowie weiterhin relativ feste Indizes sorgen für die Talfahrt im Goldpreis, worüber wir uns natürlich freuen. Doch wie lässt sich meine Annahme einer temporären deutlichen Gegenbewegung begründen?



Im Wochenchart hatten wir es in der Woche vom 09.07.2017 mit einem bearishen Ausbruch aus der großen abwärtsgerichteten Flagge im Wochenchart zu tun. Genau jenes vermeintliche Ausbruchsniveau lässt sich nun mit dem am nächsten gelegenen weichen Widerstand im Tageschart bei rund 95.300 USD kombinieren. Beides liegt knapp oberhalb der 30er Fibonacci Retracements der Talfahrt im Tageschart. Damit ergibt sich in meinen Augen die erste Möglichkeit einer recht deutlichen Korrektur im USD-Index. Bspw. um das Ausbruchsniveau bei ca. 91.950 USD zu testen. Das ist noch nicht spruchreif, hätte aber spürbare und recht unangenehme Konsequenzen für die Bären im Gold.


Goldpreis Korrektur möglicherweise noch nicht am Ende


Das besagte Short-Setup, das am Ausbruchsniveau der aufwärtsgerichteten Flagge bei ca. 1289.90 USD gestartet wurde und welches wir aktuell im Forex Signal Service laufen haben, hat noch etwas Platz bis zum anvisierten Kursziel bei rund 1257.50 USD. Mehr Details zu meinem Signaldienst hier: https://www.forexhome.de/handelssignale-forex-signaldienst-abonnieren/



Der heutige Daily S1 und aktuelle Weekly S2 Pivot Point überschneiden sich mit den nächsten mutmaßlichen Unterstützungen sowie dem erwähnten vorläufigen Kursziel. Vor zwei Tagen kam es zu einem bullishen Ausbruch aus der abwärtsgerichteten Flagge und die ermittelten Kursziele ergaben durchaus Sinn. Bspw. als Retest des möglichen bullishen Fehlausbruchs, der unser Short-Setup abholte. Kann sich der Goldpreis stabilisieren und verlässt die Flagge wieder bullish, rücken diese Kursziele in den Vordergrund. Ggf. lässt sich eine weitere kurzfristig orientierte Short-Order aufbauen, sollte der Kurs vor dem Erreichen der möglichen Kursziele etwas ansteigen und den zuletzt durchbrochenen Support bei rund 1274.50 USD testen.






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