Kolumnist: Frank Schäffler

Goldhandel zu Unrecht unter Geldwäscheverdacht




09.11.19 08:42
Frank Schäffler

Nach den Vorstellungen der Bundesregierung soll der Kauf von Edelmetall im Wert von 2.000 Euro oder mehr ab dem Jahr 2020 nur noch gegen Identitätsfeststellung möglich sein. Die GroKo verspricht sich davon eine Eindämmung der Geldwäsche. Der Nutzen dieser Maßnahme ist allerdings umstritten. FDP-Finanzexperte Frank Schäffler hat deshalb die Bundesregierung gefragt, ob Gold im größeren Maße zur Geldwäsche genutzt wird. Wie das Bundesfinanzministerium auf diese Frage mitteilt, gab es im vergangenen Jahr 77.252 Verdachtsmeldungen, von denen 175 Edelmetallbezug hatten.


Im Jahr 2017 gab es bei 59.845 Verdachtsmeldungen 64 mit Edelmetallbezug. In lediglich vier dieser 239 möglichen Geldwäschefälle lag der entsprechende Betrag unter der aktuell gültigen Schwelle von 10.000 Euro. "Wenn lediglich wegen vier konkreten Fällen die Regierung die Schwelle für Tafelgeschäfte absenkt, dann zeigt das die ganze Absurdität der Verschärfung. Alle Bürger zu kriminalisieren, die unterhalb der Meldeschwelle Gold kaufen, ist ein völlig ungerechtfertigtes Misstrauen gegenüber dem Bürger“, kommentierte Schäffler die Antwort der Bundesregierung.



Die Welt berichtet unter https://bit.ly/2PZehyz
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