Kolumnist: Hannes Huster

Goldaktien versuchen Stärke aufzubauen




29.05.18 10:22
Hannes Huster

Mit Goldaktien war in den vergangenen 12 Monaten nicht wirklich viel zu verdienen, zumindest nicht mit den Standard-Titeln, die im AMEX GOLD BUGS INDEX (HUI) enthalten sind.


Nach dem furiosen Comeback des Sektors von Anfang 2016 bis August 2016 (HUI +180%)hat sich Ernüchterung breitgemacht. Der HUI ist von gut 280 Punkten auf aktuell 180 Punkte gefallen und befindet sich nun seit mehr als einem Jahr in einer Seitwärtsbewegung: 


AMEX GOLD BUGS INDEX (HUI), 3 Jahre; Quelle: www.stockcharts.com


Die Goldaktien (HUI) gaben im Vergleich zum Goldpreis bis Mitte März 2018 überdurchschnittlich nach. Dies sehen wir in der deutlich gefallenen HUI-GOLD-Ratio. Obwohl sich der Goldpreis relativ stabil gezeigt hat, gaben die Goldaktien einen großen Teil der Gewinne wieder ab.


Seit Mitte März zeigt sich ein zartes Pflänzchen der Erholung. Die HUI-GOLD-Ratio steigt langsam an und die jüngste Schwäche des Goldpreises konnte den Goldminen-Aktien nur noch wenig anhaben.


Dies ist in der Regel ein positives Signal für den Sektor.


Von einer „Befreiung nach oben“ könnte man sprechen, sobald die Ratio nachhaltig über 0,14 steigt. Diese Marke sollte man also im Auge behalten:


HUI-Gold-Ratio, 3 Jahre, Quelle: www.stockcharts.com


Joe Foster, Portfoliomanger und Stratege bei VAN ECK beschreibt die Situation in seinem aktuellen Update wie folgt:


Reaktion auf Quartalszahlen unterstreicht mangelndes Interesse an Goldaktien


Mangels Interesse an Goldaktien im vergangenen Jahr sind diese hinter den Erwartungen zurückgeblieben, was wir in unserem März-Kommentar bereits kurz angesprochen haben. In einem Bericht im April konnte RBC Capital Markets dies auch quantifizieren. Dazu wurde die Wertentwicklung nach über oder unter den Erwartungen liegenden Ergebnissen über einen Zeitraum der letzten fünf Jahre analysiert. Während die Nachhaltigkeit von Kursgewinnen nach überraschend guten Quartalszahlen in den letzten zwei Jahren gesunken ist, war die Kursentwicklung nach schlechter als erwarteten Quartalszahlen in den vergangenen ein bis zwei Jahren länger und ausgeprägter rückläufig. Auch das tägliche Handelsvolumen bewegte sich Analysen von RBC zufolge 2018 auf einem ähnlich niedrigen Niveau wie zuletzt Ende der Baisse 2015, als Gold bei USD 1.050 einen Tiefststand erreicht hatte.


Dies deutet auf mangelnde Nachfrage hin. Es fehlen die Momentum-Anleger, die mit der Marktdynamik gehen und auf die Sieger setzen, die ihre Ertragsziele übertreffen konnten, und die Value-Anleger, die in die Verlierer investieren, die die Erwartungen nicht erfüllen konnten und deshalb unterbewertet sind. Was auf den ersten Blick so negativ erscheint, bietet unseres Erachtens erfreuliche Perspektiven. Goldaktien sind unterbewertet, und die Unternehmen sind fundamental kerngesund. Ein Kursimpuls, der den Goldpreis über die kritische Hürde von USD 1.365 befördert, sollte für wieder regeres Interesse an den Goldschürfern sorgen.  


Quelle: www.vaneck.com ; Marktkommentar vom 28.05.2018



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