Gold und Silber stecken in der Korrektur fest




19.11.20 16:15
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Der Goldpreis findet weiter keine neuen Aufwärtsimpulse und keinen Halt, so Markus Bußler von "Der Aktionär".

Das Edelmetall nähere sich aktuell wieder der Unterstützung bei 1.850 Dollar. Auch Silber gerate in den Abwärtsstrudel und sei im europäischen Handel unter die 24-Dollar-Marke gefallen. Doch Gold und Silber seien heute nicht alleine. Auch die Industriemetalle und auch Öl würden verlieren. Auf der Gegenseite präsentiere sich der Dollar leicht fester. Doch die Rohstoffe seien mehr als nur günstig bewertet. Das meine zumindest Willem Middelkoop vom Commodity Discovery Fund.

Der Rohstoffzyklus sei verglichen mit dem S&P 500 aktuell auf einem 100-Jahre-Tief. "Wenn man als Investor einen Markteintritt auf einem 100-Jahres-Tief vollziehen kann, dann weiß man, dass man in der Nähe des Bodens kauft", argumentiere Middelkoop gegenüber dem Internetportal kitco.com. Bislang habe man lediglich einen starken Anstieg von Gold gesehen. Dies geschehe häufig zu Beginn einer Erholung des breiten Rohstoffmarktes. "Ich erwarte eine Erholung des gesamten Sektors in den kommenden Jahren", so der Fondsmanager. Die Rohstoffe würden von den Regierungsausgaben profitieren. "Ich denke, die neue Regierung im Weißen Haus wird vor allem in Infrastruktur investieren."

Tatsächlich scheinen Rohstoffe im Verhältnis zum S&P günstig bewertet, so Markus Bußler. Allerdings sehe er aktuell bei vielen Rohstoffen bereits einen noch jungen Aufwärtstrend. Kupfer beispielsweise habe sich in den vergangenen Wochen gut entwickeln können und auch der Ölpreis sei angesprungen. Gold und Silber würden allerdings aktuell in der Korrektur feststecken. Und um diese Korrektur zu verlassen, hätten die Bullen einiges an Arbeit vor sich. Zunächst aber gelte es, die Unterstützung bei 1.850 Dollar zu verteidigen. Sollte dies nicht gelingen, drohe ein Rutsch in den 1.830/1.820-Dollar-Bereich.

Auch für die Minen werde es langsam Zeit, etwas Zähne zu zeigen. Vor allem die großen Produzenten würden aktuell ohne Gegenwehr fallen. Und das, obwohl sie im Bereich von 1.850 Dollar prächtig verdienen würden. Nachhaltig bessern würde sich das Bild bei den Minen aber erst, wenn es dem GDX gelingen würde, die 40 Dollar zurückzuerobern. (19.11.2020/ac/a/m)







 
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