Kolumnist: Bernd Raschkowski

Gold setzt die Aufwärtsbewegung fort




29.06.20 11:54
Bernd Raschkowski

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Im Gleichschritt mit der festen Tendenz der internationalen Börsen und der Hoffnung auf eine dynamische Wirtschaftserholung rund um den Globus legte auch Gold zu. Der Preis des Edelmetalls stieg in den letzten Tagen auf den höchsten Stand seit dem Jahr 2012. Im Hoch kostete eine Feinunze 1.779 US-Dollar. Aktuell notiert Gold mit 1.768 Dollar nur knapp unterhalb der neuen Jahresbestmarke.


In der folgenden Abbildung ist die Entwicklung des Edelmetalls auf Jahressicht dargestellt (in US-Dollar je Feinunze):


 



 


 


Generell wird Gold aufgrund der Ungewissheit über den Ausgang der Corona-Pandemie sowie der Angst vor einer zunehmenden Verschuldung der Staaten gesucht. Auch der zuletzt schwächere Dollar treibt das Edelmetall an.


 


Sorgen vor zweiter Corona-Welle in Amerika nehmen zu


In den letzten Tagen dürfte vor allem die Angst vor einer zweiten Welle stark steigender Corona-Infektionszahlen die Anleger in Gold getrieben haben. Auf Wochensicht haben sich nach Medienangaben weltweit 150.000 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert, vor allem die Zahlen aus Brasilien und den USA bereiten Sorgen. Einige US-Bundesstaaten verzeichneten sogar rekordhohe Neuinfektionen.


 


Ungebremstes Geldmengenwachstum


Vor diesem Hintergrund sei auch die schrittweise Öffnung der amerikanischen Wirtschaft ungewiss, kommentierten Experten. Möglicherweise müsste die zuletzt sehr starke US-Wirtschaft mit weiteren Konjunkturmaßnahmen gestützt werden, hieß es. Dies wiederum ließe Gold anspringen, schließlich bietet das Edelmetall einen relativen Schutz vor einer möglichen Geldentwertung aufgrund der zahlreichen Konjunkturmaßnahmen seitens der Staaten und Notenbanken. Die geldpolitischen Lockerungseinheiten fluten die Märkte rund um den Globus derzeit mit Geld. Dies soll die Wirtschaft unterstützen.


Tatsächlich steigt derzeit sowohl die Bilanzsumme der internationalen Notenbanken als auch die im Umlauf befindliche Geldmenge rasant an. Die Geldmenge M1 ist in den USA im Mai um 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dieser Anstieg ist der stärkste Anstieg seit Beginn der Aufzeichnung vor mehr als 60 Jahren. Vor diesem Hintergrund suchen Investoren Zuflucht in einer wertstabilen Anlage wie Gold und anderen Edelmetallen.


 


Das Rekordhoch im Visier


Trotz der jüngsten Wertsteigerung des Edelmetalls und der Aufwärtsbewegung in den vergangenen Jahren ist Gold immer noch ein Stück vom bisherigen Allzeithoch entfernt. Das Rekordhoch liegt bei 1.921 Dollar und wurde im Jahr 2011 markiert. 


Der langfristige Aufwärtstrend des Edelmetalls ist eindrucksvoll intakt. Trotz verschiedener Korrekturphasen kletterte Gold im Großen und Ganzen beständig nach oben. Damit bestätigte der Rohstoff das seit langem bestehende Kaufsignal.


Unabhängig vom kurzfristigen Ausbruch des Edelmetalls auf ein neues Jahreshoch sind weitere Kursgewinne wahrscheinlich. Zwischenzeitliche Rücksetzer können – wie bereits in den letzten Korrekturtiefs - zum Einstieg in das glänzende Metall genutzt werden.


 


Freundliche Grüße aus Köln


Bernd Raschkowski
Chefredakteur
www.rohstoff-und-devisen-news.de



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