Kolumnist: Bernd Raschkowski

Gold setzt die Aufwärtsbewegung fort




14.02.20 16:22
Bernd Raschkowski

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Gold präsentierte sich in den vergangenen Handelstagen erstaunlich fest. In Euro gerechnet kletterte das Edelmetall sogar auf ein neues Jahreshoch. Die geopolitischen Unsicherheiten schüren die Angst vor neuen Belastungsfaktoren und führen zu einem regelrechten Run auf Gold. Auch die erneuten Zinssenkungsdiskussionen in Amerika beflügeln den Rohstoff.


Gold steht weiterhin auf der Kaufliste der Investoren


Momentan befinden sich die Märkte eigentlich in einem Risk-On-Modus: Die Marktteilnehmer gehen verstärkt in risikobehaftete Anlagen. Erster Indikator dafür ist der stark steigende Aktienmarkt. Normalerweise notieren die Edelmetalle Gold und Silber in solchen Marktphasen eher schwächer. Diese Rohstoffe werden tendenziell in Risk-Off-Phasen gesucht.


Aktuell zeigen sich aber auch die Edelmetalle fest. Verantwortlich hierfür sind die wachsenden Sorgen vor einem stark steigenden Haushaltsdefizit in den USA und die damit verbundenen Risiken für die Weltwirtschaft. In Amerika beginnt gerade der Präsidentschaftswahlkampf und bereits jetzt stehen in den USA schon wieder Steuersenkungen auf der Agenda. Das US-Haushaltsdefizit, welches ohnehin stark zulegt, dürfte damit noch rasanter ansteigen.


Charttechnik: Mittel- und langfristiger Aufwärtstrend im Fokus


Trotz der steigenden Notierungen der letzten Tage hat sich Gold seit Jahresanfang gesehen eher seitwärts bewegt. Übergeordnet befindet sich das Edelmetall allerdings in einer atemberaubenden Rally. Im Chartbild ist dies deutlich zu erkennen: Seit vielen Monaten geht es dynamisch aufwärts. Eine Zwischenkorrektur haben wir zuletzt von August bis Dezember gesehen. Kurz vor Weihnachten startete die nächste Aufwärtswelle, welche insgesamt gesehen bis heute anhält.


In der folgenden Abbildung ist die Entwicklung von Gold seit September 2018 dargestellt (in US-Dollar je Feinunze, Candlestick-Chart, eine Kerze entspricht einem Tag):


 



 


Aktuell kostet eine Feinunze Gold rund 1.580 US-Dollar. Trotz des hohen Preisniveaus bleibt das Edelmetall mittel- bis langfristig aussichtsreich. Mit dem charttechnischen Ausbruch aus der Konsolidierungsbewegung (von August bis Dezember) bestätigte das gelbe Metall das Kauf-Signal, welches bereits seit September 2018 besteht.


Der mittelfristige Aufwärtstrend verläuft aktuell bei 1.522 Dollar. Daneben spricht auch der langfristige Aufwärtstrend (siehe Abbildung) für steigende Notierungen im weiteren Verlauf des Jahres. Die langfristige Chartlinie verläuft derzeit bei knapp 1.4000 US-Dollar. Erst ein Bruch dieser wichtigen Trendlinie würde das positive Gesamtszenario des Edelmetalls eintrüben. 


Freundliche Grüße aus Köln


Ihr



Bernd Raschkowski
Chefredakteur
www.rohstoff-und-devisen-news.de



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