Kolumnist: Feingold-Research

Gold glänzt noch nicht




10.05.19 11:11
Feingold-Research

Die Nachfrage nach Gold ist in den ersten drei Monaten 2019 um rund sieben Prozent im Jahresvergleich auf 1.053 Tonnen gestiegen, wie das World Gold Council (WGC) vergangene Woche mitteilte. Dennoch tritt der Goldpreis auf der Stelle. Die Gelegenheit für einen Gold-Einstieg ist günstig. Hier sind Sie zum Beispiel bei Ophirum mit physischem Gold gut aufgestellt. Goldman Sachs bietet ein Open-End Zertifikat mit der WKN GS0HH0. Wer den Währungseffekt ausschalten möchte, greift bei “Quanto” zu und zahlt dafür eine kleine jährliche Gebühr - GS72X2Mit moderatem Hebel 2 sind Sie mit der WKN SC2TPV der Societe Generale dabei.


Vor allem Goldkäufe der internationalen Notenbanken und Zuflüsse in börsengehandelte Indexfonds hätten für das Plus gesorgt, so das WGC. Die Zentralbanken hätten 145,5 Tonnen Gold gekauft, das sei der größte Anstieg der Notenbankvorräte in einem ersten Quartal seit 2013 gewesen. Größter Käufer war Russland mit 55,3 Tonnen, China kaufte 33 Tonnen, die Türkei 40,1 Tonnen. Die Nachfrage nach Gold für die Schmuckherstellung legte leicht zu, getrieben vor allem von der Produktion in Indien. Gold-ETFs und ähnliche Finanzprodukte konnten im ersten Quartal Zuflüsse von 40,3 Tonnen Gold erzielen. Die Verwendung von Gold in der technischen Industrie ging dagegen leicht zurück.


Der Handelskonflikt ist dank Donald Trump neu entbrannt, die konjunkturellen Risiken könnten dadurch zunehmen und nicht zuletzt dürften die Zinsen für lange Zeit niedrig bleiben: Dass der Goldpreis derzeit dennoch kaum von der Stelle rückt, ist vor diesem Hintergrund zumindest bemerkenswert: Mit aktuell rund 1.280 Dollar je Feinunze liegt die Notiz sogar unter dem Stand vom Jahresbeginn. Von seinem Jahreshoch im Februar ist der Goldpreis rund fünf Prozent entfernt. „Dass Gold von der aktuellen Gemengelage nicht stärker profitiert, ist uns ein Rätsel, zumal die Zinssenkungserwartungen in den USA wieder gestiegen sind“, heißt es von Analysten der Commerzbank. „Denn die US-Notenbank Fed könnte sich gezwungen sehen, die Zinsen noch in diesem Jahr zu senken, da Trump mit den höheren Importzöllen der heimischen Wirtschaft großen Schaden zufügen würde“.


Auch wenn Trump neue Zolldrohungen in die Welt posaunte und die Börsen dadurch ins Taumeln gerieten, ist die Aktienmarkt-Volatilität unterm Strich überschaubar. Die Aktien liefen immer noch zu gut, als dass Gold durchstarten könne, formulierte es ein UBS-Analyst. Nicht zuletzt deckelt auch der starke Dollar jegliche Goldpreisavancen. Die Investmentbank Goldman Sachs hatte im Januar per Jahresende noch einen Preis von 1.450 Dollar prognostiziert. Doch Rohstoffanalyst Jeff Currie ruderte nun zurück und erwartet jetzt auf Sicht von zwölf Monaten nur noch einen Preis von 1.375 Dollar/Unze.



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