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Kolumnist: Sven Weisenhaus

Gold, Silber und Öl im Chart-Check




09.12.13 10:34
Sven Weisenhaus

Wie ist die charttechnische Lage bei Gold, Silber und Öl? Am vergangenen Mittwoch habe ich im Rahmen eines Experten-Interviews für das Deutsche Anleger Fernsehen DAF Antworten auf diese Frage geliefert. Lesen Sie nachfolgend die Wiedergabe des Interviews.


Frage 1:
Herr Weisenhaus, zu Wochenbeginn musste der Goldpreis mal wieder massive Verkäufe verkraften. Was waren die Gründe und was verrät uns die Charttechnik in Sachen Goldpreis?


Den Kursrutsch kann man aus zweierlei Sicht begründen. Da wäre einerseits die fundamentale Situation: Wir haben Anfang der Woche gute US-Konjunkturdaten gesehen. Und so kurz vor den US-Arbeitsmarktdaten, die in dieser Woche noch veröffentlicht werden, sind die Anleger schnell nervös, weil gute US-Daten immer darauf hindeuten, dass die US-Notenbank Fed am 17./18. Dezember beschießen könnte, die Anleihekäufe zu reduzieren. Deswegen taucht immer sofort Druck auf den Goldpreis auf.


Aber auch charttechnisch gibt es Gründe: In dem (folgenden) kurzfristigen Chart sieht man einen (roten) Abwärtstrend. Der Goldpreis hat kürzlich versucht, aus diesem Trend nach oben hin auszubrechen, über 1.250 US-Dollar, ist aber genau an dieser Marke gescheitert. Dort lag ein Kreuzwiderstand aus einer horizontalen Widerstandslinie und der oberen Begrenzung des Abwärtstrendkanals. Beide Widerstände zusammen haben dem Goldpreis einen deutlichen Schubs nach unten gegeben.


 



Man sieht auch im (folgenden) längerfristigen Chart, dass im Goldpreis seit längerem eine Abwärtsbewegung der nächsten folgt.



Man muss daher jetzt damit rechnen, dass der Goldpreis wegen dem gescheiterten Ausbruchsversuch bei 1.250 US-Dollar auch noch mal im Rahmen des aktuell laufenden Abwärtstrends das bisher letzte Tief bei 1.180 US-Dollar noch mal ansteuern wird.



Frage 2:
Wie sieht es denn beim Silberpreis bzw. beim Silberchart aus? Halten denn hier die Unterstützungen?


Ja, ich hoffe es für die Edelmetallbullen. Wir haben beim Silberpreis das Tief aus dem Juni/Juli bereits erreicht. Der Silberpreis ist also schon etwas weiter gefallen als der Goldpreis.



Und ich hatte für den Silberpreis in der Vergangenheit eine Prognose abgegeben, dass er sich zwischen 18,50 und 25-26 US-Dollar (blaues Rechteck im Chart) hin und her bewegen wird. Aktuell haben wir wieder den unteren Bereich dieser Seitwärtsrange erreicht. Ich würde daher bei ca. 19 US-Dollar wieder erste Käufe in den Markt legen in der Hoffnung, dass es noch mal eine Gegenbewegung geben wird.


Es besteht allerdings inzwischen die Gefahr, aufgrund des gesamten charttechnischen Eindrucks, dass die Seitwärtsrange nach unten gebrochen wird.


Silber ist aber bereits recht günstig bewertet.



Frage 3:
Schauen wir zuletzt auch noch auf den Ölpreis. Der Spread, also die Schere zwischen WTI und Brent ist mittlerweile sehr groß. Wie könnte es weitergehen?


Hierfür hatte ich unseren Lesern im „Geldanlage-Brief“ (bzw. im „Geldanlage Premium Depot“) eine genau Strategie an die Hand gegeben:


Die OPEC hat einen Zielpreis von 100 US-Dollar ausgesprochen. Wenn derzeit der US-Ölpreis so stark darunter notiert, begründet durch die dort sehr hohen Lagerbestände, dann könnte es sein, dass der Kurs wieder in Richtung dieser 100 US-Dollar-Marke nach oben tendiert.


Gleichzeitig ist die Nordseesorte Brent deutlich über 100 US-Dollar bewertet. Vor kurzem haben wir eine Einigung im Iran bezüglich des Atomstreits gesehen. Dadurch besteht hier die Chance, dass die Preise in Richtung 100 US-Dollar fallen.


Daher die Strategie: Die WTI-Ölsorte eher kaufen und gleichzeitig auf einen fallenden Brent-Preis setzen.


Man sieht auch im Chart, dass der WTI-Ölpreis vor kurzem bereits einen ziemlichen Satz nach oben gemacht hat, von knapp 92 auf jetzt über 96 US-Dollar.
Hier ist auch eine Seitwärtsrange zu erkennen, in der sich der Kurs eingekeilt hat.



Der Preis war im unteren Bereich zu sehen und nun beginnt aktuell die Aufwärtsbewegung hin zum oberen Ende der Range.


Beim Brent (folgender Chart) sieht man ebenfalls schon seit längerer Zeit eine Seitwärtsbewegung (blaues Rechteck). Hierzu hatte ich bereits am 14. August und am 6. November ein DAF-Interview gegeben (blaue, senkrechte Linien) und gesagt: „Der Preis wird sich zwischen 100 und 115-120 US-Dollar bewegen.“



Derzeit befindet sich der Preis am oberen Bereich dieser Range und daher kann man auf fallende Kurse setzen, die dann in Richtung 100 US-Dollar, also der Zielmarke der OPEC, tendieren werden.


Sie können sich das Interview auch jederzeit HIER als Video ansehen.


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Finanztrends Video zu Goldpreis


 
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