Kolumnist: Bernd Raschkowski

Gold: Langfristiger Aufwärtstrend bleibt intakt




12.12.19 07:43
Bernd Raschkowski

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Die Anleger und Investoren durften sich im Jahr 2019 über steigende Preise der Edelmetalle freuen. Neben Palladium verzeichnete besonders Gold stark steigende Notierungen. Doch wie sieht die Prognose für das kommende Jahr aus?


Die Analysten sehen die Gold-Entwicklung für das Jahr 2020 generell positiv. Dies ist allerdings nicht verwunderlich, schließlich führen viele Analysten die Entwicklung der letzten Jahre lediglich ins neue Jahr fort. Kaum jemand lehnt sich mit mutigen Prognosen aus dem Fenster.


Mittelfristig steigende Notierungen


Die meisten Analysten sagen derzeit einen Goldpreis von 1.600 bis 1.800 US-Dollar voraus. Und tatsächlich passt diese Zielzone auch in die charttechnische Betrachtung des Edelmetalls. Denn zunächst bleibt Gold in der Korrekturbewegung der vergangenen Monate hängen. Langfristig gesehen ist der Aufwärtstrend jedoch zweifelsfrei intakt, was für steigende Notierungen im Jahr 2020 spricht.


Käufe der Zentralbanken auf hohem Niveau


Als Impulsgeber für steigende oder fallende Notierungen wird im nächsten Jahr natürlich erneut die US-Notenbank dienen. Sehr viel hängt vom amerikanischen Leitzins ab.


Wobei es für Gold eigentlich immer positive Argumente gibt: Mit sinkenden Zinsen fallen die Opportunitätskosten des Goldes (keine Zinsen oder Dividenden), was den Rohstoff tendenziell weiter befeuert. Mit steigenden Zinsen würde jedoch die Wahrscheinlichkeit für eine schwächelnde Wirtschaft steigen, was das Gold als sicheren Hafen und Fluchtwährung attraktiv macht.  


Als Kurstreiber dürften im Jahr 2020 auch weiterhin die Notenbanken dienen. Die Zentralbanken einiger Länder, darunter China, Türkei, Polen und vor allem Russland, haben im laufenden Jahr massiv Gold aufgekauft.


Charttechnik: Korrektur innerhalb des übergeordneten Aufwärtstrends


Nach einer kleinen Seitwärtsbewegung im Frühjahr startete das Edelmetall über die Sommermonate hinweg stramm nach Norden durch. Anfang September hatte der Goldpreis noch ein Jahreshoch bei etwa 1.550 US-Dollar je Feinunze erreicht. Im Zuge der steigenden geopolitischen Risiken, etwa die Verschärfung des Handelskonflikts USA/China, zog das Edelmetall in schnellen Schritten hoch. Auch die überraschend starken Zukäufe seitens einiger Notenbanken sorgten für Auftrieb.


In der folgenden Abbildung ist die Entwicklung von Gold seit September 2018 dargestellt (in US-Dollar je Feinunze, Candlestick-Chart, eine Kerze entspricht einem Tag):


 



 


Nach dem steilen Anstieg ging Gold Anfang September in die Verschnaufphase über - von 1.550 Dollar auf das Niveau von 1.455 Dollar. Der Rückgang ist als normal anzusehen, schließlich verbuchte das Edelmetall zuvor eine atemberaubende Rally. Eine Verschnaufpause ist nur gesund. Die maßgebliche Korrekturlinie verläuft derzeit bei 1.491 US-Dollar.


Bei 1.450 Dollar besteht zudem eine massive charttechnische Unterstützungszone. Diese Marke stellt eine nennenswerte Stabilisierungszone dar. Oft werden solche Marken angelaufen bzw. getestet, bevor von dort aus die vorherige Tendenz wieder aufgenommen wird.


Übergeordnet der langfristige Aufwärtstrend des Rohstoffs natürlich weiterhin intakt (siehe Abbildung). Diese tragende Chartlinie verläuft derzeit bei 1.360 US-Dollar. Erst ein Bruch dieser wichtigen Trendlinie würde das positive Gesamtszenario des Edelmetalls eintrüben.


Freundliche Grüße aus Köln


Ihr



Bernd Raschkowski
Chefredakteur
www.rohstoff-dienst.de



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