Gold im Kontext historischer Zyklen




19.08.19 11:20
VanEck

Frankfurt am Main (www.aktiencheck.de) - Im aktuellen Goldkommentar schreibt Joe Foster, Portfoliomanager bei VanEck, über die Konsolidierung des Goldpreises oberhalb der Marke von 1.400 US-Dollar und warnt vor den Risiken, die durch das mögliche Ende mehrerer langfristiger Zyklen drohen könnten.

Nach dem Ausbruch im Juni habe sich der Goldpreis über der Marke von 1.400 US-Dollar je Feinunze konsolidiert. Das Edelmetall habe dabei von den expansiven Tönen seitens Vertretern der US-Notenbank Federal Reserve Bank und der Europäischen Zentralbank profitiert. Dass der US-Dollar-Index den Juli im oberen Bereich seiner jüngsten Bandbreite abgeschlossen habe, habe dem Goldpreis dabei nicht im Wege gestanden. Bei Gold spiele inzwischen die Zinsentwicklung die Hauptrolle, nicht der US-Dollar.

Bei dem niedrigen Zinsniveau werde Gold zu einer ernsthaften Alternative zu verzinsten Anlagen. "Wir gehen bei Gold und Goldaktien für die Dauer dieser Zinssenkungsrunde von einer guten Wertentwicklung aus", sage Joe Foster. Viele Entwicklungen in den letzten zehn Jahren hätten den Eindruck hinterlassen, dass die Welt in gefährlichere und bedrohlichere Zeiten zurückfalle. Was wie ein Rückschritt aussehe, könnte sich aber indes als Schritt voran innerhalb eines Zyklus entpuppen.

Foster führe die Historiker Neil Howe und William Strauss an, die einen als "Epoche" bezeichneten Zyklus beschreiben würden, der etwa 90 Jahre dauere. Innerhalb einer Epoche gebe es vier Phasen oder "Wendezeiten": Die vierte Wendezeit jeder Epoche sei geprägt von einer Krisenphase, die die Gesellschaft bis ins Mark erschüttere und den Gang der Zivilisation grundlegend verändere. Sie hätten einen Auslöser für eine Krise vorhergesagt, der die vierte Wendezeit etwa um das Jahr 2005 einläuten würde. Der Höhepunkt wäre dann etwa 2020 erreicht.

Wenn die Geschichte tatsächlich der Theorie von Howe und Strauss folge, so seien die Auslöser die weltweite Finanzkrise 2008 und der Eintritt der Millennials in das Erwachsenenalter gewesen. Diese Phase würde ihren Höhepunkt dann etwa im Jahr 2023 erreichen.

An der Schwelle zu einem neuen Jahrzehnt könnten sich Anleger mit außerordentlichen Risiken konfrontiert sehen.

Mit ihren aktuellen, historisch niedrigen Bewertungen würden Goldaktien jedoch vielleicht das Potenzial bergen, von der Phase kurzfristig erhöhter Risiken zu profitieren. Die Experten würden zwar auf eine weiche Landung hoffen, könnten eine harte Landung jedoch nicht ausschließen. Der Markt gehe davon aus, dass in der zweiten Jahreshälfte ein neuer Zinssenkungszyklus einsetze. Versicherungen für Häuser, Ehepartner, Boote und Autos seien für die meisten Menschen selbstverständlich - angesichts der harten Landungen in der Vergangenheit sei es nun möglicherweise ratsam, über eine Absicherung der Finanzanlagen nachzudenken. (19.08.2019/ac/a/m)






 
 
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