Gold: Kein Anlass zur Panik für die Anleger




12.05.22 11:30
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Der Goldpreis konnte sich gestern zwar leicht erholen. Doch die Minenaktien gaben die anfänglichen Gewinne wieder ab, nachdem die Aktienmärkte erneut deutlich ins Minus drehten, so Markus Bußler von "Der Aktionär".

Dennoch bestehe für Goldanleger kein Anlass zur Panik, meine Nitesh Shah, Leiter der Abteilung für Rohstoffe und makroökonomische Forschung bei WisdomTree.

In einem Interview mit Kitco News habe Shah gesagt, dass der Goldpreis immer noch auf dem Weg zurück zu 2.000 Dollar sei, selbst wenn die Federal Reserve einen aggressiven Straffungszyklus einleite. Er habe hinzugefügt, dass seine aktualisierten Prognosemodelle darauf hindeuten würden, dass der Goldpreis bis zum ersten Quartal 2023 auf 2.300 Dollar steigen werde. Obwohl der Goldpreis in den letzten Wochen zu kämpfen gehabt habe, habe Shah gesagt, dass er nicht das Potenzial für einen größeren Kurswechsel auf dem Markt sehe. Er habe hinzugefügt, dass niedrigere Goldpreise wieder Interesse wecken könnten, da sich die Anleger Sorgen machen würden, dass die Federal Reserve kurz davorstehe, einen politischen Fehler zu begehen.

"Viele kluge Anleger beginnen sich zu fragen, ob die Zentralbanken die Weltwirtschaft in eine Rezession stürzen, um die Inflation zu bekämpfen", habe er gesagt. "Es ist vielleicht kein Basisszenario, aber es gibt ein erhebliches Rezessionsrisiko."

Obwohl die US-Notenbank die Zinssätze im Laufe des Jahres weiter anheben werde, bezweifle Shah, dass dies die Inflation senken werde oder nicht. "Höhere Zinssätze werden die Nachfrageinflation dämpfen, aber das ist eine sekundäre Komponente der Inflation. Sie ist nicht die Hauptkomponente. Die der FED zur Verfügung stehenden Instrumente sind nicht wirklich geeignet, um Probleme auf der Angebotsseite zu lösen", habe er gesagt. Shah habe hinzugefügt, er erwarte, dass die Federal Reserve so aggressiv wie möglich vorgehen werde, um sicherzustellen, dass die langfristigen Inflationserwartungen gut verankert bleiben würden.

Was den US-Dollar anbelange, der ein erheblicher Gegenwind für Gold gewesen sei, so sei Shah der Ansicht, dass er kurz vor einem Höchststand stehen könnte. Er habe hinzugefügt, dass die geldpolitischen Divergenzen zwischen der Federal Reserve und anderen Zentralbanken wie der Bank of Japan und der Europäischen Zentralbank den US-Dollar in die Höhe getrieben hätten. "Irgendwann wird sich der Trend des US-Dollars umkehren, und die Goldpreise werden wieder anziehen", habe er gesagt.

Bedenke man, wie stark der US-Dollar sich in den vergangenen Wochen präsentiert habe, habe sich Gold wacker geschlagen. Auch wenn sich dies derzeit kaum jemand vorstellen könne, da der Zins-Spread zwischen US-Dollar und den anderen Währungen größer werde, so werde der Dollar dennoch nicht ins Unermessliche steigen. Ein Trendwechsel würde Gold sicherlich begünstigen. (12.05.2022/ac/a/m)






 
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