Gold: Fundamentaldaten sprechen für hohere Preise




11.05.22 11:40
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Der Goldpreis tue sich schwer, so Markus Bußler vom Anlegermagazin "Der Aktionär".

Auch wenn sich das Edelmetall verglichen mit anderen Rohstoffen und auch Aktien wacker schlage, habe der Goldpreis Federn lassen müssen. Die aggressive FED-Politik laste auf der Notierung. Blicke man sich aber die Fundamentaldaten an, dann sei es erstaunlich, dass Gold nicht höher notiere.

Zwar habe sich die Nachfrage nach börsengehandelten Goldfonds im vergangenen Monat abgekühlt. Dennoch seien laut dem World Gold Council im April 43 Tonnen Gold in den Markt für börsengehandelte Papierfonds geflossen. Durch die Zuflüsse seien die weltweiten Gesamtbestände auf 3.869 Tonnen im Wert von 238 Mrd. USD gestiegen. Die Gesamtbestände lägen nur 1% unter dem Allzeithoch von 3.922 Tonnen im November 2020.

"Dies ist zwar 77 Prozent weniger als im Vormonat, der der stärkste seit Februar 2016 war, aber es ist der vierte Monat in Folge mit Zuflüssen, was die Dynamik der Flucht in die Qualität, die wir in diesem Jahr erlebt haben, aufrechterhält", so die Analysten. "Gold stand im Laufe des Monats unter Druck, da die Renditen stark anstiegen - die realen 10-jährigen US-Renditen drehten zum ersten Mal seit 2020 kurzzeitig in den positiven Bereich - als Reaktion auf die zunehmend hawkishe Rhetorik der Zentralbanken, während der US-Dollar deutlich an Wert gewann."

Betrachte man die regionalen Goldmärkte, so habe Europa im vergangenen Monat die stärkste Investitionsnachfrage nach dem Edelmetall verzeichnet. In Europa börsennotierte Fonds hätten im vergangenen Monat Zuflüsse von 26 Tonnen verzeichnet, wodurch die regionalen Bestände auf ein neues Rekordhoch von 1.692 Tonnen gestiegen seien. "Die Zuflüsse konzentrierten sich erneut auf das Vereinigte Königreich, Deutschland und Frankreich, die alle im Laufe des Monats ein Rekordniveau an Beständen erreichten. In der Schweiz notierte Fonds widersetzten sich dem Trend mit geringfügigen Nettoabflüssen", so die Analysten. "Vor dem Hintergrund einer rekordhohen Inflation, die durch Sorgen um die Energieversorgung, ein langsameres Wirtschaftswachstum und geopolitische Unruhen noch verschärft wird, suchen europäische Anleger weiterhin ein Engagement in Gold."

Die Zahlen würden zwei Dinge zeigen: Der Goldpreis werde vornehmlich über den Terminmarkt bestimmt, weniger über den physischen Markt. Das sei vielen Anlegern - zurecht - ein Dorn im Auge. Die ETF-Bestände würden allerdings häufig auch dem Goldpreis folgen und nicht umgekehrt. Sprich: Steige der Goldpreis, würden vermehrt Anleger die Anlage in Gold suchen und umgekehrt. Insgesamt seien die ETF-Bestände damit nur ein schlechter Indikator, wenn es um eine Prognose der Goldpreisentwicklung gehe. (11.05.2022/ac/a/m)







 
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